Bernette b79 im Praxis-Check + Setup-Guide: effizienter nähen, sauberer sticken und typische Anfängerfehler vermeiden

· EmbroideryHoop
Dieser praxisnahe Leitfaden baut das Video-Review zu einem klaren, Schritt-für-Schritt-Workflow für die Bernette b79 (Näh- und Stickmodus) um. Du lernst, was die wichtigsten Funktionen im Alltag wirklich bringen (Bernette Dual Feed, automatischer Nadeleinfädler, automatischer Fadenabschneider, Sewing Advisor, On-Screen-Handbuch und Bearbeitung im Stickmodus), wie du Stoff + Stickvlies so vorbereitest, dass dein Stickbild sauber bleibt, wie du die passende Stickrahmen-Größe auswählst (bis 6" x 10"), und wie du typische Probleme wie falsche Rahmenerkennung, Stoffbewegung und unsaubere Fadenenden schnell eingrenzt. Außerdem: Wann sich ein Upgrade auf einen Magnetrahmen für Tempo, Wiederholgenauigkeit und weniger Rahmenabdrücke lohnt – besonders, wenn du häufig stickst oder Produkte verkaufst.

Nur zu Bildungszwecken. Diese Seite ist eine Lern-/Kommentar-Notiz zum Werk der ursprünglichen Urheberin/des ursprünglichen Urhebers. Alle Rechte verbleiben beim Original; kein erneutes Hochladen oder Weiterverbreiten.

Bitte sieh dir das Originalvideo auf dem Kanal der Urheber*in an und abonniere, um weitere Tutorials zu unterstützen – ein Klick hilft, klarere Schritt-für-Schritt-Demos, bessere Kameraperspektiven und Praxistests zu finanzieren. Tippe unten auf „Abonnieren“, um sie zu unterstützen.

Wenn du die/der Urheber*in bist und eine Anpassung, Quellenergänzung oder Entfernung einzelner Teile wünschst, kontaktiere uns über das Kontaktformular der Website. Wir reagieren zeitnah.

Inhaltsverzeichnis

Überblick zur Bernette b79

Wenn du eine Kombimaschine suchst, ist die Bernette b79 als „Alles-in-einem“-Lösung positioniert: Nähen + Sticken in einem Gehäuse, viel Arbeitsraum und ein moderner Touchscreen-Workflow. Der Wechsel von „mechanisch nähen“ zu „digital sticken“ sorgt in der Praxis aber oft für Unsicherheit – nicht wegen der Maschine, sondern weil sich Arbeitslogik und Fehlerbilder verändern.

In diesem Guide bewerten wir die b79 nicht nur nach Datenblatt, sondern nach Workflow-Effizienz. Im Video werden drei Eckpunkte gezeigt, die im Alltag wirklich zählen:

  • Es ist eine Näh- und Stickmaschine mit 500+ integrierten Nutz- und Zierstichen und 200 integrierten Stickdesigns.
  • Sie bietet 9" Durchlass (Platz rechts der Nadel) und kommt mit einem Anschiebetisch – wichtig für große Projekte.
  • Viele Funktionen werden direkt am Bildschirm geführt (Menüs, Sewing Advisor und On-Screen-Handbuch).
Bernette b79 sewing and embroidery machine front view
The Bernette b79 is a combination machine suitable for sewing and embroidery.

Kombimaschine: Nähen und Sticken in einem Workflow

Eine Kombimaschine ist dann am wertvollsten, wenn du schnell zwischen zwei Setups wechseln kannst – ohne jedes Mal „neu zu lernen“. Die Reibung entsteht meist beim Übergang:

  • Nähmodus: Gleichmäßiger Transport, sauberes Fadenmanagement, schnelle mechanische Umrüstungen.
  • Stickmodus: Maximale Stabilität (Einspannen), korrekte Auswahl am Bildschirm (Rahmen/Design), saubere Stabilisierung.

Dieser Guide macht aus dem Review eine wiederholbare SOP (Standard Operating Procedure), damit du schneller zu reproduzierbaren Ergebnissen kommst – und nicht in die „Ich habe nur eine Kleinigkeit geändert und plötzlich ist alles komisch“-Spirale gerätst.

Arbeitsraum & Handling

Die 9" Durchlass plus Anschiebetisch sind nicht nur Komfort, sondern in der Praxis oft ein Stabilitätsfaktor: Wenn schwere Ware seitlich „zieht“, entsteht Zug/Drag – das kann zu unruhigem Stofflauf, ungleichmäßigen Stichen oder Wellenbildung beitragen. Mehr Auflagefläche entlastet das Projekt und macht den Transport ruhiger.

Bernette b79 throat space and extension table
A 9-inch throat space and included extension table provide room for large projects.

Warnung: Mechanische Gefahr. Finger, Haare, Schmuck und weite Ärmel vom Nadelbereich fernhalten – besonders beim Testen des automatischen Fadenabschneiders oder während die Maschine läuft. Nadelbrüche passieren schlagartig; Splitter können Richtung Augen fliegen.

Wichtige Nähfunktionen

Dieser Abschnitt folgt der Reihenfolge aus dem Video: erst Transportkontrolle, dann Einfädel-/Schneidkomfort, danach die Bildschirmführung.

500+ Stiche & Bernette Dual Feed

Im Video wird gezeigt, wie der Bernette Dual Feed von hinten eingeklinkt wird. Im Unterschied zu einem separaten Obertransportfuß ist das ein integriertes System, das in den Nähfuß einhakt und die Lagen kontrollierter führt.

Engaging the Dual Feed mechanism on Bernette b79
The Dual Feed mechanism engages from the back to assist with even fabric feeding.

So nutzt du ihn (Praxis-Check):

  1. Absenken: Dual Feed von hinten am Nadelbereich nach unten/innen führen (wie im Video gezeigt).
  2. Einrasten: Du solltest beim Einhaken einen klaren Widerstand bzw. ein „Sitzen“ spüren.
  3. Sichtkontrolle: Prüfe, dass der Transportbereich sauber anliegt und nichts verkantet.

Checkpoints (Woran du Erfolg erkennst):

  • Haptik: Der Stoff läuft gleichmäßig, ohne dass du aktiv schieben/ziehen musst.
  • Optik: Bei Streifen/Karos enden obere und untere Lage am gleichen Punkt (kein „Lagenversatz“).

Erwartetes Ergebnis: Saubere, gleichmäßige Nähte auch bei anspruchsvolleren Materialien/Lagen.

Automatisches Einfädeln & automatischer Fadenabschneider

Im Video werden zwei Komfortfunktionen gezeigt, die Setup-Zeit reduzieren und Fadenchaos minimieren:

  • Automatischer Nadeleinfädler mit Anzeige/Guide am 5" LCD.
  • Automatischer Fadenabschneider (Scheren-Taste): schneidet, zieht den Faden nach hinten und hebt den Nähfuß.
Threading the needle on Bernette b79
The automatic needle threader simplifies machine setup.

Schritt-für-Schritt (am Video orientiert):

  1. Einfädelweg: Dem nummerierten Fadenweg folgen. Wichtig: Faden sauber in die Spannung führen (du merkst beim Ziehen einen leichten Widerstand).
  2. Einfädler: Hebel langsam absenken und beobachten, wie der kleine Haken durchs Nadelöhr greift.
  3. Abschneiden: Scheren-Taste drücken. Im Video wird gezeigt, dass geschnitten, nach hinten gezogen und der Fuß angehoben wird.

Checkpoints:

  • Faden ist sauber getrennt.
  • Nähfuß hebt nach dem Schneiden automatisch.

Praxis-Hinweis: Wenn der Schnitt plötzlich „unsauber“ wirkt oder sich Fäden stauen, ist oft Flusen-/Fadenreste im Bereich der Greifer-/Schneidmechanik die Ursache. Dann: stoppen, reinigen, erneut testen.

Sewing Advisor (Nähberater)

Im Video wird der Sewing-Advisor-Workflow gezeigt. Praktisch ist das ein „digitaler Assistent“, der dich bei Grundentscheidungen (Material/Technik) führt.

  • Tippe auf das Symbol mit der Schneiderpuppe, um den Sewing Advisor zu öffnen.
  • Wähle den Stofftyp (im Video: Medium Woven).
  • Wähle die Technik (im Video: Insert Zipper).
  • Bestätige mit dem Häkchen.
LCD screen stitch menu Bernette b79
The touchscreen interface allows scrolling through over 500 sewing stitches.

Wiederholbare Logik:

  1. Ehrlich einstufen: Stofftyp korrekt wählen (dehnbar vs. gewebt, leicht vs. schwer).
  2. Technik wählen: z. B. Reißverschluss einsetzen.
  3. Umsetzen: Die Maschine stellt Werte entsprechend ein (wie im Video beschrieben).

Checkpoints:

  • Der Bildschirm zeigt den empfohlenen Fuß/Setup. Nicht ignorieren – das spart Fehlversuche.
  • Einstellungen werden sichtbar angepasst.

Achtung aus der Praxis: Der Advisor hilft – aber er ersetzt keine Stabilisierung, wenn der Stoff „wegkriecht“ oder sich zusammenzieht. Dann brauchst du ggf. zusätzliches Vlies oder musst die Handhabung anpassen.

Checkliste (Nähmodus)

  • Auflage: Anschiebetisch montiert, wenn das Projekt größer ist.
  • Fuß: Richtigen Nähfuß montiert (Icon am Bildschirm abgleichen).
  • Transport: Dual Feed je nach Material/Lagen aktivieren oder deaktivieren.
  • Nadel: Nadel frisch und passend? (Faustregel: neues Projekt = neue Nadel).
  • Einfädeln: Faden sauber in die Spannung eingelegt (Widerstand spürbar).
  • Test: Immer zuerst auf einem Reststück des Originalmaterials testen.

Stickfunktionen

Im Stickmodus wird die b79 zur Präzisionsmaschine: Entscheidend sind Stabilisierung und Einspannen. Das Video zeigt den Grundablauf – die sauberen Ergebnisse kommen aber über konsequente Vorbereitung.

Stickrahmen bis 6x10

Die b79 kommt laut Video mit drei Stickrahmen: klein, mittel und groß; der größte Rahmen stickt bis 6" x 10".

On-screen manual Bernette b79
Built-in tutorials and manuals are accessible directly on the screen.

Praxisregel zur Rahmengröße: Rahmengröße beeinflusst die Stabilität. Grundsätzlich gilt:

  • Regel: Nimm den kleinsten Stickrahmen, in den das Motiv sicher passt.
  • Warum: Ein großer Rahmen für ein kleines Logo bedeutet mehr „freie“ Stofffläche – das erhöht das Risiko von Bewegung und damit schlechterer Passung (z. B. Kontur/Füllung laufen auseinander).

Video-Checkpoint: Die Maschine warnt am Bildschirm, wenn das Motiv nicht in den gewählten Rahmen passt.

Bearbeitung am Bildschirm (On-Screen Editing)

Im Video wird gezeigt, wie ein integriertes Design gewählt und mit Touchscreen + Stift positioniert/bearbeitet wird.

Sewing Advisor fabric selection
The Sewing Advisor recommends settings based on fabric type, such as medium woven.
Collection of included presser feet for Bernette b79
Nine different presser feet are included for various techniques like zippers and buttonholes.

Was du damit praktisch machst:

  1. Auswahl: Durch Designs blättern (Touchscreen).
  2. Positionieren: Motiv im Rahmenfeld exakt platzieren (Stift/Touch).
  3. Kombinieren: Optional Text ergänzen.
  4. Aufräumen: Elemente löschen, die nicht gestickt werden sollen.

Checkpoints:

  • Motiv bleibt innerhalb des angezeigten Stickfelds.
  • Motivmitte passt zu deiner Markierung am Stoff.

Erwartetes Ergebnis: Das, was du am Bildschirm siehst, entspricht der tatsächlichen Nadelposition im Rahmen.

Dateiformate & USB (typische Anfängerfrage)

Im Video wird gesagt, dass es seitlich einen USB-Anschluss gibt, um eigene Designs zu importieren. Genau hier entsteht oft die typische Frage: „Kann ich mein Logo einfach als Bilddatei auf den Stickstick laden?“

Wichtig für die Praxis:

  • Stickdateien (z. B. .EXP, .DST, .PES) enthalten Stichkoordinaten und können direkt verarbeitet werden.
  • Bilddateien wie .JPG/.PNG sind nur Bilder und müssen vorher digitalisiert werden (Umwandlung in Stichdaten per Software), bevor die Maschine sie als Stickmotiv nutzen kann.

Workflow: Stickdatei auf USB-Stick kopieren, einstecken, im Stickmodus auswählen. Wenn ein importiertes Motiv Probleme macht, teste zuerst ein integriertes Design – so trennst du Maschinen-/Fadenthemen von Dateithemen.

bernette Stickmaschinen Bewertungen

Mitgeliefertes Zubehör

Das Video zeigt das Zubehör. Wenn du weißt, wofür welches Teil gedacht ist, arbeitest du schneller und mit weniger Fehlversuchen.

Nähfüße

Laut Video sind neun Nähfüße dabei, u. a. Standardfuß, Freihand-Quiltfuß und 1-Stufen-Knopflochfuß.

Largest embroidery hoop 6x10 inch
The largest included hoop offers a 6x10 inch embroidery field.

Praxis-Hinweis: Füße konsequent im Zubehörfach sortieren. Ein fehlender Spezialfuß bedeutet im Alltag sofort Stillstand oder Improvisation.

Anschiebetisch & Stickrahmen

Die mitgelieferten Stickrahmen sind klassische Kunststoffrahmen mit Schraubspannung. Für stabile Baumwolle funktioniert das gut – für Einsteiger entstehen aber typische „Reibungspunkte“ beim Einspannen.

Typische Einspann-Hürden (aus der Praxis):

  • Level 1 (Serie): Für gelegentliches Sticken okay, erfordert aber Kraft und Gefühl beim Schrauben.
  • Level 2 (Problemzone): Wenn du Rahmenabdrücke auf empfindlichen Materialien bekommst oder das Einspannen körperlich unangenehm wird, ist der Standardrahmen oft der Auslöser.
  • Level 3 (Upgrade): Wer häufiger stickt oder konstanter arbeiten will, wechselt oft auf einen Magnetrahmen für bernette b79.

Typisches Szenario: Dickes Frottier oder eine Taschentasche/Backpack-Pocket – der Standardrahmen sitzt nicht stabil genug oder ist mühsam zu schließen. Kriterium: Du brauchst gleichmäßigen Halt über unterschiedliche Materialstärken. Option: Magnetrahmen für Stickmaschine klemmen Material schnell und gleichmäßig – ohne ständiges Auf-/Zuschrauben. Das kann Rahmenabdrücke reduzieren und den Workflow deutlich beschleunigen.

Warnung: Magnetfeld-Sicherheit. Diese Rahmen arbeiten mit starken Neodym-Magneten. Quetschgefahr für Finger! Gefahr: Abstand zu Herzschrittmachern/Insulinpumpen und magnetischen Datenträgern halten. Rahmen nie ohne Material dazwischen „zuschnappen“ lassen.

Bedienkomfort

Die b79 ist darauf ausgelegt, die Komplexität über den Bildschirm zu reduzieren.

5" Touchscreen

Im Video wird das Scrollen durch Menüs gezeigt. Entscheidend ist die direkte Rückmeldung: Du siehst Einstellungen und Auswahlzustände sofort.

Browsing embroidery designs on screen
Users can browse 200 built-in embroidery designs via the capacitive touchscreen.

Warum das zählt: Statt „nach Gefühl“ an Einstellungen zu drehen, bekommst du eine klare visuelle Orientierung – besonders hilfreich, wenn du dich an neue Techniken herantastest.

On-Screen-Handbuch

Im Video wird das Handbuch direkt am Bildschirm gezeigt.

Editing embroidery layout on screen
Designs can be edited, resized, and combined with text directly on the screen.

Praxis-Logik fürs Troubleshooting: Wenn ein Faden reißt oder etwas nicht passt: nicht raten. Im On-Screen-Handbuch den passenden Abschnitt öffnen und den Einfädelweg/Setup direkt gegenprüfen – das spart Zeit.

Fazit

Dieser Teil macht aus der Demo eine „Checklisten“-Arbeitsweise. Beim Sticken sind saubere Ergebnisse sehr stark von Vorbereitung abhängig.

Passt die b79 zu dir?

Wenn du eine Maschine willst, die Nähen und Sticken kombiniert, liegt die Stärke der b79 in:

  • Arbeitsraum: 9" Durchlass hilft bei voluminösen Projekten.
  • Führung: Sewing Advisor reduziert Einstell-Ratefehler.
  • Stickfeld: 6" x 10" deckt viele gängige Logo-/Motivgrößen ab.

Näh- und Stickmaschine


Kurzüberblick: Was du in diesem Workflow tust

Du arbeitest nach dem Prinzip: Ausführen > Prüfen > Sticken.

  1. Prep: Maschine und Verbrauchsmaterial vorbereiten.
  2. Setup: Digitale Einstellungen am Touchscreen.
  3. Operation: Einspannen und Sticklauf überwachen.

Prep (Verbrauchsmaterial & Vorab-Checks)

Im Video werden Stoff, Garn und Stickvlies erwähnt. In der Praxis lohnt es sich, diese Dinge als feste „Prep-Station“ zu denken.

Verbrauchsmaterial (Praxisliste):

  • Nadeln: passend zum Material; für Stickbetrieb regelmäßig wechseln.
  • Unterfaden: Stick-Unterfaden auf Unterfadenspule.
  • Stickvlies: je nach Projekt (z. B. Cutaway für dehnbare Ware, Tearaway für stabile Ware).

Stickrahmen für Stickmaschine

Prep Checks (Pre-Flight):

  • Greifer-/Spulenbereich frei von Flusen.
  • Einfädelweg frei, Garn läuft sauber ab.
  • Passender Stickrahmen liegt bereit.

Prep Checkliste

  • Richtiges Stickvlies zur Stoffqualität gewählt.
  • Unterfadenspule eingesetzt, Fadenende kurz.
  • Frische Nadel eingesetzt.
  • Maschine bereit/Startposition sauber.

Setup (Sewing Advisor + Stickmodus)

A) Nähen einrichten (Video-Workflow)

  1. Transport: Dual Feed bei Lagen aktivieren.
  2. Einfädeln: Automatischen Nadeleinfädler nutzen.
  3. Fadenmanagement: Scheren-Taste zum sauberen Trennen nutzen.
  4. Assistent: Sewing Advisor > Stoff (z. B. Medium Woven) > Technik.
  5. Abgleich: Bildschirmempfehlung mit montiertem Fuß/Setup vergleichen.

Setup-Checkpoints:

  • Einstellungen werden sichtbar übernommen.
  • Empfohlene Parameter sind nachvollziehbar.

B) Sticken einrichten (Video-Workflow)

  1. Design wählen: Aus internem Speicher oder per USB.
  2. Rahmen-Zuordnung: Rahmen-Symbol antippen und sicherstellen, dass am Bildschirm der Rahmen angezeigt wird, den du tatsächlich verwendest.
  3. Position prüfen: Motiv im Rahmenfeld platzieren.
  4. Anpassen: Bei Bedarf skalieren/rotieren, wenn es an den Rand kommt.
  5. Rahmen einsetzen: Stickrahmen in den Arm einschieben, bis er sitzt.
Removing design elements on screen
Unwanted parts of a design can be easily deleted using the edit menu.

Setup-Checkpoints:

  • Keine Warnung wegen falscher Rahmengröße.
  • Rahmen hat ausreichend Abstand zur Nadel-/Fußzone.

Stickrahmen 6x10 für Stickmaschine

Setup Checkliste

  • Physischer Stickrahmen entspricht der Auswahl am Bildschirm.
  • Motivposition passt zur Markierung am Stoff.
  • Keine losen Fadenenden oben auf dem Stoff.
  • Bewegungsweg frei (nichts blockiert den Rahmenarm).

Operation (Sticklauf + Umgang mit Faden und Stoff)

Schritt-für-Schritt: Sticklauf (wie gezeigt)

  1. Start: Start/Stop drücken.
  2. Beobachten: Die ersten Stiche aktiv beobachten – hier zeigen sich die meisten Einfädel-/Unterfadenprobleme.
  3. Fertig: Erst nach Fertigmeldung den Rahmen lösen und entnehmen.
Inserting embroidery hoop B79
The hoop slides into the embroidery module arm to begin stitching.

Erwartetes Ergebnis: Ein sauberes, gleichmäßiges Stickbild.

Bernette b79 stitching an embroidery design
The Bernette b79 automatically stitches out the digitized design.
Finished embroidery design in hoop
The finished embroidery is clean and ready for the next project.

Operation-Checkpoints (Praxis-Sinne):

  • Geräusch: Gleichmäßiger Lauf. Ungewöhnlich harte Geräusche können auf Nadelproblem oder Kontakt hindeuten.
  • Optik: Oberfaden liegt sauber; Unterfaden darf nicht nach oben „hochziehen“.

Operation Checkliste

  • Start gedrückt (Stopp-Taste in Reichweite für die ersten Sekunden).
  • Auf Stoffbewegung achten.
  • Nach dem Entnehmen auf Rahmenabdrücke prüfen.
  • Vlies sauber entfernen/trimmen.

Entscheidungsbaum: Stickvlies + Einspann-Strategie

Nutze diese Logik, um unabhängig vom Projekt schnell zur passenden Stabilisierung zu kommen.

1) Ist der Stoff dehnbar (T-Shirt, Hoodie, Strick)?

  • Ja: Cutaway-Stickvlies verwenden; Stoff beim Einspannen nicht „überdehnen“.
  • Nein (Jeans, Frottier): Tearaway kann ausreichend sein.

2) Hast du Probleme beim Einspannen (Handgelenk, Rahmenabdrücke, Rutschen)?

  • Ja: Das ist oft eine Hardware-/Handling-Grenze.
    • Sofortmaßnahme: „Floating“ (Vlies einspannen, Stoff mit temporärem Kleber auflegen).
    • Upgrade: Ein Magnetrahmen für bernette b79 reduziert Schraubarbeit und klemmt gleichmäßiger.

3) Machst du Serien/Volumen (10+ Shirts)?

  • Ja: Manuelles Einspannen führt schnell zu Streuung in der Platzierung.
    • Prozess-Upgrade: Mit Schablone/Markierung arbeiten.
    • Tool-Upgrade: Eine hooping station for embroidery machine oder Einspannstation Einspannstation hilft, dass jedes Logo an der gleichen Stelle landet.
  • Nein: Für Einzelstücke reicht die visuelle Ausrichtung mit der Rahmen-Schablone oft aus.

Troubleshooting (Symptom → Ursache → Fix)

1) Symptom: „Fadennest“ (Fadenknäuel unter der Stichplatte).

  • Wahrscheinliche Ursache: Oberfaden nicht korrekt in der Spannung (Einfädelwegfehler).
Korrektur
Nähfuß anheben, komplett neu einfädeln, auf spürbaren Widerstand achten.

2) Symptom: Nadel bricht.

  • Wahrscheinliche Ursache: Nadel verbogen/alt oder Kontakt mit Rahmen durch falsche Position/Rahmenwahl.
Korrektur
Nadel wechseln, Rahmenwahl am Bildschirm prüfen, Motivposition kontrollieren.

3) Symptom: Stoff wandert / Kontur und Füllung passen nicht (schlechte Passung).

  • Wahrscheinliche Ursache: Einspannen/Stabilisierung nicht stabil genug.
Korrektur
Kleinerer Rahmen, passendes Stickvlies, Einspannen straff und gleichmäßig. Wenn du mit Standardrahmen keine gleichmäßige Spannung hinbekommst, hilft eine Magnetrahmen Anleitung als Einstieg in die Magnetrahmen-Arbeitsweise.

4) Symptom: Fadenenden wirken unordentlich.

  • Wahrscheinliche Ursache: Fadenenden werden beim Start/bei Sprüngen mitgezogen.
Korrektur
Startfaden nach den ersten Stichen kurz schneiden; bei Bedarf Einstellungen zum Schneiden prüfen (falls verfügbar).

5) Symptom: USB-Design lädt nicht.

  • Wahrscheinliche Ursache: Falsches Format oder USB-/Ordnerproblem.
Korrektur
Sicherstellen, dass es eine echte Stickdatei ist (z. B. .EXP, .DST, .PES) und nicht gezippt/als Bilddatei vorliegt.

Ergebnisse (Woran du „Erfolg“ erkennst + nächste Schritte)

Wenn du den video-nahen Workflow mit den Checkpoints umgesetzt hast, solltest du sehen:

  • Nähen: Gleichmäßiger Transport (Dual Feed wirkt).
  • Sticken: Motiv liegt flach, zentriert, ohne Schlaufen/Verzug.

Wenn du skalierst: Mit wachsender Routine verschiebt sich der Engpass von „Wie fädle ich ein?“ zu „Wie mache ich das schneller und reproduzierbar?“

  • Engpass: Einspannzeit. Option: Magnetrahmen.
  • Engpass: Viele Farbwechsel. Hinweis: Dann ist eine Mehrnadelstickmaschine grundsätzlich der nächste logische Schritt – nicht weil die b79 „schlecht“ ist, sondern weil der Workflow sonst ausbremst.