Brother Innov-is F480 Stechpalmen-Zweig (Stitch-out): Die ruhige, „trommelfeste“ Einspannmethode gegen Falten – bevor sie entstehen

· EmbroideryHoop
Diese praxisnahe Brother Innov-is F480 Stick-Anleitung bildet den kompletten Demo-Stitch-out des integrierten Weihnachtsmotivs „Holly Sprig“ (Design #32) nach – von der Auswahl und dem +10%-Resize am Touchscreen über das Einspannen von leichtem Calico mit Stitch-and-Tear-Stickvlies bis hin zu vier Farbwechseln und sauberem Ausspannen. Du lernst, wie der „Drum Test“ wirklich funktioniert, welche kleinen Vorab-Checks Falten, Versatz und Fadenprobleme verhindern – und ab wann ein Magnetrahmen die sinnvollste Aufrüstung für Tempo und gleichbleibend reproduzierbare Ergebnisse ist.
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Inhaltsverzeichnis

Wenn die Maschine startklar ist, der Stoff aber einfach nicht plan im Stickrahmen liegen will, fühlt es sich schnell so an, als wärst du schon „im Rückstand“, bevor die erste Nadel überhaupt einsticht.

Gerade bei der Brother Innov-is F480 ist die Maschine selbst meist nicht das Problem: Viele „mysteriöse“ Qualitätsfehler bei Einsteigerprojekten entstehen durch Einspannspannung, die Wahl des Stickvlieses und ein paar kleine Setup-Gewohnheiten, die erfahrene Sticker*innen automatisch machen.

Dieser Beitrag baut den kompletten Demo-Stitch-out des integrierten Weihnachtsmotivs „Holly Sprig“ (Design #32) nach – und ergänzt die fehlenden Werkstatt-Details, damit das Ergebnis sauber, scharf und wiederholbar wird.

Wide shot of the Brother Innov-is F480 machine sitting on a workspace with threads lined up.
Introduction

Erstmal durchatmen: Was dir die Brother Innov-is F480 sagt – und was nicht

Die Brother Innov-is F480 ist eine Kombimaschine (Nähen + Sticken). In der Demo wird sie so genutzt, wie es die meisten Besitzer*innen tun: integriertes Motiv wählen, minimal in der Größe anpassen, einfachen Stoff einspannen und lossticken.

Ein kurzer Realitätscheck, der viel Frust spart: Die Maschine arbeitet mit Koordinaten. Sie kann eine Datei „perfekt“ abfahren – und trotzdem ein welliges, verzogenes oder faltiges Ergebnis liefern, wenn die physische Basis (Einspannen) nachgibt oder sich verschiebt. Das ist nicht „du kannst nicht sticken“ – das ist Physik. Wenn du die Physik kontrollierst, kontrollierst du das Ergebnis.

Im Video läuft das Motiv mit vier Farbwechseln und einer geschätzten Stickzeit von 4 Minuten.

  • Praxis-Tipp: Für den ersten Durchlauf die Geschwindigkeit reduzieren. Profis sticken oft sehr schnell, aber such dir deinen „Einsteiger-Sweet-Spot“ bei 400–600 SPM. So hast du Reaktionszeit, falls ein Faden aufscheuert oder Schlaufen bildet.
Close-up of the paper quick reference guide showing design #32 specs.
Design selection

Die „unsichtbare“ Vorbereitung, die Profis automatisch machen (Faden, Nadel, Vlies, Unterlage)

Bevor du den Stickrahmen anfasst: Richte dir alles so ein, dass das Einspannen ruhig und ohne Hektik läuft.

Demo-Setup: Stitch-and-Tear-Stickvlies + leichter Calico.

Werkstatt-Realität: Stitch-and-Tear ist zum Lernen super – aber es verhält sich am besten, wenn es beim Einspannen absolut flach bleibt. Wenn du es beim Schraubenanziehen mit verdrehst oder ziehst, „sperrst“ du Spannung/Torsion ein, die sich später als Kräuseln/Puckern entlädt.

Außerdem: Einspannen auf einer weichen Unterlage (z. B. gepolsterte Matte, Sofa, Teppich) macht gleichmäßigen Druck fast unmöglich. Du brauchst eine harte, plane Tischfläche, damit sich der Innenring sauber und gleichmäßig „setzt“.

Wenn du merkst, dass du ständig kämpfst (Rahmen rutscht, Stoff verzieht sich, du musst dauernd neu ausrichten), ist das ein Workflow-Engpass. Genau deshalb schauen viele irgendwann nach einer Einspannstation für brother Stickmaschine, sobald Wiederholteile anstehen (Servietten-Sets, Geschenksets, kleine Serien). Sie hält den Außenrahmen stabil – wie eine „dritte Hand“ – während du Stoff und Vlies sauber positionierst.

Vorab-Checkliste (vor dem Einspannen prüfen):

  • Nadel-Check: Ist eine frische 75/11-Sticknadel eingesetzt? (Stumpfe Nadeln sind ein häufiger Grund für Fadenstress).
  • Vlies-Zuschnitt: Ist das Stitch-and-Tear rundum mindestens ca. 1 inch größer als der Stickrahmen?
  • Verbrauchsmaterial: Liegen die 4 Farben (Gold/Gelb, Grün, Rot) und Unterfaden bereit?
  • Rahmen-Mechanik: Schraube so weit lösen, dass der Innenring ohne Gewalt eingesetzt werden kann.
  • Arbeitsfläche: Harte, freie Tischfläche vorbereiten.
LCD screen interface showing the sizing menu and 10% increase buttons.
Editing design on screen

Touchscreen-Editing an der F480: +10% vergrößern ohne Rätselraten

In der Demo wird das Motiv aus der integrierten Bibliothek gewählt (Design #32, Holly Sprig) und anschließend über das Größen-Tool am Touchscreen um 10% vergrößert.

Zwei praxisnahe Hinweise zur „digitalen Physik“:

  1. Sicherer Bereich: Eine kleine Anpassung wie +10% ist bei integrierten Motiven in der Regel unkritisch. Die Maschine berechnet die Stichkoordinaten neu, die Dichte bleibt meist stabil.
  2. Risiko-Bereich: Größere Skalierungen (deutlich über +/- 20%) können die Stichdichte sichtbar verschieben. Zu klein: Stiche ballen sich, Faden reißt eher; zu groß: Lücken. Für starke Größenänderungen besser Software nutzen statt nur am Display zu skalieren.
Layering the stabilizer and calico fabric over the bottom hoop frame.
Hooping preparation

Die „trommelfeste“ Einspannmethode: klare Reihenfolge + fühlbare Anker

Hier entscheidet sich, ob ein Einsteigerprojekt entspannt läuft oder ob du den ganzen Stickvorgang „retten“ musst. In der Demo wird klassisch mit Schraubrahmen eingespannt (Calico + Stitch-and-Tear).

Reihenfolge:

  1. Außenrahmen flach auf den harten Tisch legen.
  2. Stitch-and-Tear-Stickvlies über den Rahmen legen.
  3. Calico obenauf legen.
  4. Innenrahmen gleichmäßig eindrücken.
  5. Fühl-Check: Schraube anziehen, bis sie „greift“, aber noch nicht komplett „zugeknallt“ ist.
  6. Kritischer Schritt: Den Stoff (nur die obere Lage) sanft zu dir ziehen, um Falten herauszunehmen. Nicht am Vlies ziehen.
  7. Schraube final festziehen.
Hands twisting the metal screw on the hoop to tighten it.
Securing the hoop

Warum das so wichtig ist: Wenn du am Vlies ziehst, dehnst/verdrehst du die Papierfasern. Sobald die Nadel das Vlies perforiert, kann es sich wieder „entspannen“ – und zieht die Stickerei mit (Kräuseln). Wenn du nur den Calico glättest, bleibt das Vlies eine neutrale, flache Basis.

Gently pulling the fabric edges to remove slack while avoiding stabilizer distortion.
Tensioning fabric

Der „Drum Test“: worauf du wirklich hören solltest

Tippe in die Mitte der eingespannten Fläche.

  • Gewünschter Klang: ein dumpfes, rhythmisches „Tock-Tock“ (wie eine kleine Trommel/Bongo).
  • Zu vermeiden: ein sehr hoher „Ping“ (zu stramm, Gewebe wird überdehnt) oder ein loses Rascheln (zu locker, führt leichter zu Passungs-/Ausrichtungsproblemen).

Ziel ist gleichmäßige Spannung, nicht maximale Härte.

Tapping the center of the hooped fabric to test tension.
Drum test

Warnung: Sicherheit zuerst. Finger, weite Ärmel und lange Haare vom Nadelbereich und den beweglichen Teilen fernhalten. Niemals unter den Nähfuß greifen, während sich der Stickrahmen bewegt.

Setup-Selbstcheck:

  • Optik: Läuft der Fadenlauf/Gewebefaden gerade? (Beim Calico sollten die Linien parallel zum Rahmen stehen.)
  • Haptik: Straff, aber nicht „überzogen“.
  • Mechanik: Ist die Schraube so fest, dass der Stoff bei leichtem Zug an einer Ecke nicht rutscht?
  • Freigang: Ist der Bewegungsbereich des Stickarms frei (keine Tassen, keine Wandkante)?

Stickrahmen einsetzen: die „Nuten-und-Klick“-Gewohnheit

Schiebe den Stickrahmen in den Stickarm/Schlitten.

Sliding the hoop mechanism into the machine's embroidery arm carriage.
Loading the machine

Audio-Check: Du musst ein klares KLICK hören/fühlen. Wenn kein Klick kommt oder sich das Einsetzen „schwammig“ anfühlt, ist der Rahmen nicht verriegelt. Stopps, Nadelbrüche und Lagenverschiebung passieren sehr oft, weil der Rahmen nicht vollständig eingerastet ist. Wenn Widerstand da ist: anhalten und prüfen, ob Fadenenden oder Fussel im Weg sind.

Stechpalmen-Zweig sticken: pro Farbe gezielt überwachen

Drücke die grüne „Go“-Taste.

The machine stitching the first color (Yellow) rapidly.
First color stitch out

Farbe 1: Gelb/Gold (Schleife)

Die ersten 30 Sekunden sind entscheidend.

  • Sichtkontrolle: „Flagging“ (Stoff hebt/schlägt mit der Nadel) sichtbar? Dann ist zu locker eingespannt. Stoppen und neu einspannen.
  • Unterfaden-Check: Nach den ersten Stichen kurz anhalten und die Rückseite prüfen. Ist die Spannung ausgewogen? (Bei Satinkolumnen sieht man idealerweise etwa 1/3 Unterfaden in der Mitte der Säulen.)

Farbe 2: Detail

Ruhig neu einfädeln. Darauf achten, dass der Oberfaden sauber in den Spannungsscheiben sitzt.

Stitching the second color detailing.
Mid-process stitching

Farbe 3: Grün (Blätter)

Hier kommt mehr Dichte ins Spiel.

Green thread stitching the main holly leaves.
Leaf stitching
  • Fehlersuche: Wenn die Maschine in dieser Phase hörbar „arbeitet“ oder dumpf „klopft“, ist das ein guter Hinweis für den nächsten Lauf: Nadel wechseln. Eine stumpfe Nadel drückt Material eher weg, statt sauber zu durchstechen – das begünstigt Fadennester.

Farbe 4: Rot (Beeren)

Letzter Farbwechsel.

Red thread stitching the berries in the center.
Berry stitching

Betriebs-Checkliste (während des Stickens):

  • Geräusch: Gleichmäßiger Rhythmus ist gut. Ein „klapperndes“/trockenes Geräusch kann darauf hindeuten, dass der Oberfaden nicht korrekt im Fadenhebel läuft.
  • Sicht: Läuft die Garnrolle sauber ab?

Ausspannen und Ergebnis

Hebel lösen, Stickrahmen herausziehen.

Hands removing the hoop from the machine arm.
Finishing up
Final reveal of the completed embroidered holly sprig on calico.
Result showcase

Zum Schluss das Vlies abreißen.

  • Technik: Daumen auf die Stickerei legen (zum Stabilisieren) und das Vlies vom Motiv weg abreißen. Nicht wie ein Pflaster „ruckartig“ abziehen – sonst verziehst du die Randstiche.

Stickvlies-Entscheidungsbaum (nicht mehr raten)

Falsches Vlies ist eine der häufigsten Ursachen für Probleme. Starte mit dieser einfachen Logik:

Entscheidungsbaum (Material → Vlies):

  1. Stabil gewebt (Calico, Denim, Canvas)?
    • Ja → Tearaway (Stitch-and-Tear). Für Standardmotive.
    • Nein → weiter zu #2.
  2. Dehnbar (T-Shirt, Jersey, Polo, Hoodie)?
    • Ja → Cutaway. Pflicht. Strick dehnt, Cutaway nicht – es hält die Stickerei dauerhaft.
    • Nein → weiter zu #3.
  3. Sehr transparent oder „optisch schwierig“ (z. B. Organza, Frottier/Flor)?
    • Ja → Wash-away (wasserlöslich). Verhindert Einsinken bzw. sichtbares Vlies.

Warum Magnetrahmen in der Praxis oft eine Produktions-Notwendigkeit sind (nicht nur Luxus)

Wenn du genau einen Stechpalmen-Zweig stickst, ist der Schraubrahmen völlig okay. Wenn du aber z. B. 12 Servietten als Set machst, triffst du schnell auf Rahmenabdrücke (Ringmarken) und Handgelenk-/Fingerbelastung durchs Schrauben.

Schmerz ist ein guter Lehrer – Werkzeuge sind die bessere Lösung. Genau hier wird ein Magnetrahmen für brother zum echten Workflow-Upgrade.

Die Upgrade-Logik:

  • Der Engpass: Du brauchst länger zum Einspannen als zum Sticken (hier: 4 Minuten Stickzeit). Dazu kommen Rahmenabdrücke, die sich oft erst nach Waschen lösen.
  • Die Lösung: Magnetrahmen für brother klemmen den Stoff über starke Magnete. Keine Schraube, kein „Innenring reindrücken“, weniger Reibung an den Fasern (und damit weniger Ringmarken).
  • Das Ergebnis: Wiederholteile lassen sich deutlich schneller und konsistenter einspannen.

Warnung: Magnet-Sicherheit. Das sind starke Magnete. Abstand zu Herzschrittmachern/implantierten Medizinprodukten und magnetischen Datenträgern halten. Finger nicht zwischen die Magnetflächen bringen – sie schnappen mit Kraft zu.

Wenn du genau diese Größe suchst, recherchiere nach einem Magnetrahmen 5x7 für brother. Das deckt den gängigen Stickbereich für viele F480-Projekte ab.

Kompatibilität integrierter Brother-Designs

Das Stechpalmen-Motiv ist standardmäßig auf der F440, F480, NV2600 und größeren Maschinen enthalten.

Beim Zubehör gilt: Kompatibilität immer prüfen. Selbst innerhalb einer Marke unterscheiden sich Aufnahmen/Adapter. Wenn du nach brother Stickrahmen suchst, prüfe immer das Handbuch deines konkreten Modells. Zum Beispiel passen Stickrahmen für brother f440e in der Regel zur F480, aber brother innovis v3 Stickrahmen nutzen einen anderen Einschub-/Aufnahmemechanismus.

Quick Fixes: Symptom → Ursache → Lösung

Nicht raten – systematisch prüfen.

Symptom Wahrscheinliche Ursache Quick Fix
Weißer Unterfaden oben sichtbar Oberfadenspannung zu hoch ODER Unterfaden nicht korrekt eingesetzt Oberfaden neu einfädeln. Wenn es bleibt: Greifer-/Spulenkapselbereich reinigen.
Stoff kräuselt um die Blätter Zu locker eingespannt / falsches Vlies „Drum Test“ nutzen. Bei Strickware auf Cutaway wechseln.
Faden franst/reißt Nadel alt/stumpf ODER Grat an der Stichplatte Neue 75/11- oder 90/14-Nadel einsetzen.
Rahmen springt beim Sticken raus Nicht eingerastet Bis zum Klick einschieben. Aufnahme auf Fussel/Blockaden prüfen.

Der Produktionspfad: Tempo & Wirtschaftlichkeit

Maschinenstickerei ist der Weg von „es klappt irgendwie“ zu „es läuft reproduzierbar“.

  1. Level 1 (Skill): „Drum Test“ + passende Vlieswahl beherrschen.
  2. Level 2 (Workflow): Der richtige Stickrahmen für brother Stickmaschine – insbesondere Magnetrahmen – nimmt den physischen Engpass beim Einspannen raus.
  3. Level 3 (Skalierung): Wenn du aus der Ein-Nadel-F480 herauswächst, reduziert der Umstieg auf Mehrnadelstickmaschinen die Farbwechsel.

Für jetzt: Meistere den Stechpalmen-Zweig. Plan einspannen, auf den Klick achten, und der Physik vertrauen – dann wirkt das Ergebnis jedes Mal professionell.

FAQ

  • Q: Welche Einsteiger-Stickgeschwindigkeit (SPM) ist auf einer Brother Innov-is F480 am besten, um Fadenfransen und Schlaufen beim ersten Stitch-out zu vermeiden?
    A: 400–600 SPM sind auf der Brother Innov-is F480 ein sicherer Einsteigerbereich, weil du genug Zeit hast zu reagieren, bevor ein kleines Problem zum Chaos wird.
    • Für den ersten Durchlauf die Geschwindigkeit reduzieren, besonders bei kleinen integrierten Motiven mit mehreren Farbwechseln.
    • Die ersten 30 Sekunden sehr aufmerksam beobachten und sofort stoppen, wenn der Faden franst oder Schlaufen bildet.
    • Erfolgskontrolle: Das Stickgeräusch ist gleichmäßig und „rund“, nicht klappernd oder angestrengt.
    • Wenn es trotzdem passiert … Oberfadenweg sorgfältig neu einfädeln und vor dem nächsten Lauf die Nadel wechseln.
  • Q: Wie mache ich die „trommelfeste“ Einspannmethode an einer Brother Innov-is F480, ohne Kräuseln zu verursachen, wenn ich Tearaway (Stitch-and-Tear) nutze?
    A: Auf einer harten Tischfläche einspannen und beim Glätten nur am Stoff ziehen (nicht am Tearaway), damit die Spannung gleichmäßig wird, ohne Torsion ins Vlies einzusperren.
    • Außenrahmen plan auf den Tisch legen, dann Tearaway, dann Stoff auflegen und den Innenrahmen eindrücken.
    • Schraube anziehen, bis sie „greift“, Falten durch sanftes Ziehen am Stoff glätten, dann final festziehen.
    • Erfolgskontrolle: In der Mitte tippen – ein dumpfes „Tock-Tock“ (nicht hoher „Ping“, nicht loses Rascheln).
    • Wenn es trotzdem passiert … Neu einspannen und prüfen, ob der Fadenlauf gerade ist und die Schraube so fest sitzt, dass der Stoff nicht rutscht.
  • Q: Woran erkenne ich während Satinstichen an der Brother Innov-is F480, ob Unterfaden- und Oberfadenspannung ausgewogen sind?
    A: Früh die Rückseite prüfen – bei ausgewogener Spannung sieht man etwa 1/3 weißen Unterfaden mittig in den Satinsäulen.
    • Ein paar Sekunden sticken, stoppen und den Stickrahmen umdrehen, um die Rückseite zu kontrollieren.
    • Zuerst immer den Oberfaden neu einfädeln, wenn weißer Unterfaden oben sichtbar ist oder die Spannung unruhig wirkt.
    • Erfolgskontrolle: Auf der Rückseite liegt der Unterfaden mittig in den Satinbereichen und zieht nicht stark zu einer Seite.
    • Wenn es trotzdem passiert … Fussel im Spulenbereich entfernen und den Unterfaden korrekt neu einsetzen.
  • Q: Was bedeutet es, wenn der Stickrahmen der Brother Innov-is F480 nicht „klickt“, wenn ich ihn in den Stickarm einsetze – und wie behebe ich das?
    A: Wenn der Rahmen nicht klickt, ist er nicht verriegelt und kann herausspringen, sich verschieben oder Nadelbrüche verursachen.
    • Rahmen erneut einschieben und so drücken, bis ein klarer Klick hör-/fühlbar ist.
    • Wenn es sich „schwammig“ anfühlt oder blockiert: stoppen und prüfen, ob Fadenenden oder Fussel die Aufnahme behindern.
    • Erfolgskontrolle: Der Rahmen sitzt fest ohne Spiel und rastet mit deutlichem Klick ein.
    • Wenn es trotzdem passiert … Rahmen abnehmen und den Bereich der Aufnahme/Schlittenführung auf Hindernisse prüfen.
  • Q: Warum kräuselt der Stoff um die Blätter, wenn ich ein integriertes Motiv auf einer Brother Innov-is F480 sticke – und was ist der schnellste Fix?
    A: Kräuseln in dichteren Bereichen kommt meist von zu lockerem Einspannen oder einem unpassenden Vlies für den Stofftyp.
    • Einspannspannung mit dem Drum Test prüfen und neu einspannen, wenn „Flagging“ (Auf- und Abheben) sichtbar ist.
    • Vlies-Regel anwenden: stabil gewebt → Tearaway; dehnbar → Cutaway; transparent/Flor → Wash-away.
    • Erfolgskontrolle: Der Stoff bleibt während des Stickens flach und die Kanten um die Blätter wirken glatt statt wellig.
    • Wenn es trotzdem passiert … Zuerst Vliesart wechseln (bei Strickware besonders auf Cutaway), dann mit reduzierter Geschwindigkeit erneut sticken.
  • Q: Warum franst oder reißt der Faden auf einer Brother Innov-is F480 beim Sticken, besonders in dichteren Lagen?
    A: Der schnellste Fix ist eine frische Sticknadel – eine alte oder stumpfe Nadel ist eine häufige Ursache, wenn die Stichdichte steigt.
    • Vor dem nächsten Stitch-out eine neue 75/11-Sticknadel einsetzen (bei sehr dichten Motiven ggf. häufiger wechseln).
    • Auf „arbeitende“/dumpfe Geräusche in dichteren Farben achten – das ist oft ein Signal, dass die Nadel sich schwer tut.
    • Erfolgskontrolle: Der Faden läuft sauber durch die Farbflächen ohne Fusseln, Reißen oder Fransen nahe der Nadel.
    • Wenn es trotzdem passiert … Stichplattenbereich auf Grate prüfen und den Oberfaden neu einfädeln, damit er sicher in den Spannungsscheiben sitzt.
  • Q: Welche Sicherheitsregeln sind beim Betrieb des Stickarms und im Nadelbereich der Brother Innov-is F480 besonders wichtig?
    A: Hände, Ärmel und Haare vom beweglichen Nadelbereich fernhalten und niemals unter den Nähfuß greifen, während der Stickrahmen fährt.
    • Maschine stoppen, bevor du Faden nachlegst, den Rahmen prüfst oder in die Nähe der Nadel greifst.
    • Den Fahrweg des Stickarms frei halten, damit der Rahmen während des Motivs nirgendwo anschlägt.
    • Erfolgskontrolle: Der Rahmen kann seinen vollen Bewegungsbereich ohne Kollisionen abfahren, und keine Finger kommen während des Laufens in die Nadelzone.
    • Wenn es trotzdem kritisch wird … Pause drücken und den Arbeitsplatz so umstellen, dass rundum ausreichend Freigang vorhanden ist.
  • Q: Ab wann lohnt sich ein Upgrade auf Magnetrahmen für Brother Innov-is F480 Projekte – und welche Magnet-Sicherheitsregeln gelten?
    A: Magnetrahmen sind besonders sinnvoll, wenn Einspannzeit, Rahmenabdrücke oder Handgelenkbelastung bei Wiederholteilen (z. B. Servietten-Sets) zum Engpass werden.
    • Zuerst Level 1: Einspanntechnik verbessern (harter Tisch + Drum Test) und Vlies passend zum Stoff wählen.
    • Dann Level 2: Magnetrahmen nutzen, um Rahmenabdrücke zu reduzieren und Wiederholteile schneller und gleichmäßiger einzuspannen.
    • Erfolgskontrolle: Die Einspannzeit sinkt deutlich und es bleiben weniger „gequetschte“ Ringmarken nach dem Sticken.
    • Wenn es trotzdem Probleme gibt … Starke Magnete von Herzschrittmachern/Implantaten fernhalten und auf Quetschstellen achten – Magnete können mit Kraft zuschnappen.