Table of Contents
- Primer: Was wir erreichen und wann diese Methode passt
- Vorbereitung: Platz, Kisten, Lieferscheine
- Setup: Ordnungssystem, Kategorien, Beschriftung
- Ablauf: Unboxen, Sortieren, Verdichten – Schritt für Schritt
- Qualitätskontrolle: Ordnung, Zugriff, Lagerdichte
- Ergebnis & Übergabe: Bereit für Stickaufträge
- Troubleshooting & Fehlerbehebung
1 Primer: Was wir erreichen und wann diese Methode passt
Diese Anleitung fokussiert auf zwei Dinge: erstens das effiziente Unboxen neuer Materialien (z. B. Tüll und Satinbänder für Tütüs), zweitens die systematische Organisation von Blanko-Shirts und Bodysuits im Lager. Sie eignet sich für Solo-Maker und kleine Stickereien, die regelmäßig Kundenaufträge abarbeiten und Blankos zügig finden müssen. Das Video zeigt eine Mehrnadel-Stickmaschine im Hintergrund, aber keine Stick- oder Einspannschritte; wir bleiben deshalb strikt bei Lagerpraxis und Bestandsplanung.
Wichtig ist, dass du ein robustes, wiederholbares System aufsetzt: gleiche Kisten, feste Sortierlogik (z. B. nach Größen 10/12/14), einheitliche Stapelhöhen und klare Bestellgrenzen. So wird aus einer einmaligen Aufräumaktion ein zuverlässiger Arbeitsstandard.
Hinweis zum Umfang: Themen wie Zubehör oder Einspannen (z. B. Magnetrahmen für Stickmaschine) gehören nicht zu diesem Projekt – hier geht es ausschließlich um Material-Haul und Lagerorganisation.
2 Vorbereitung: Platz, Kisten, Lieferscheine
2.1 Arbeitsfläche freiräumen
Eine helle, freie Tischfläche ist entscheidend. In der Vorlage liegt der Tisch anfangs voller Papiere; räume soweit frei, dass du Kisten abstellen und Stapel sauber ordnen kannst. Je weniger visuelle Ablenkung, desto schneller findest du Größenangaben an Etiketten.

2.2 Kisten bereitlegen
Die gezeigten schwarzen Stoffkisten lassen sich leicht aus dem Regal holen, befüllen und wieder verstauen. Achte auf stabile Wände, damit das Komprimieren der Stapel funktioniert. Leere Kisten zuerst griffbereit auf den Tisch stellen.

2.3 Bestelldokumente und Notizzettel
Auch wenn die Erstellerin die eigentliche Tabelle nicht ausgedruckt hatte, nutzte sie Restpapier, um mitzuschreiben. Das zeigt: Perfektion ist nicht nötig, Hauptsache du erfasst die Mengen. Bewährt haben sich simple Spalten: Artikeltyp, Größe, Stückzahl, Bemerkung.
Kurzcheck
- Tisch ist frei und gut beleuchtet.
- Leere Kisten stehen bereit.
- Zettel/Stift oder Tabelle liegt parat.
- Schere für Versandtaschen griffbereit.

3 Setup: Ordnungssystem, Kategorien, Beschriftung
3.1 Kategorien definieren
Trenne nach Artikeltypen (z. B. T-Shirts vs. Bodysuits) und danach nach Größen (im Video sichtbar: 10, 12, 14). Entscheide: Soll pro Größe eine eigene Kiste existieren, oder fasst du mehrere Größen in einer Kiste zusammen? Die Erstellerin packt effizient mehrere Größen in eine Kiste – möglich, solange Beschriftung und Reihenfolge klar sind.

3.2 Beschriften und Reihenfolge
Beschrifte die Kisten gut sichtbar. Ein einfaches, handschriftliches Label mit Größe(n) und Typ reicht. Lege fest: größere Größen nach hinten, kleinere nach vorne – oder umgekehrt, aber konsequent. So vermeidest du Suchzeit.
3.3 Stapellogik
Gleiche Stapelhöhen je Größe sorgen für dichte Kisten ohne Schiefstand. Falte jedes Teil identisch breit; das ergibt stabile Türme, die sich später leicht verdichten lassen.

Achtung
- Unterschiedlich gefaltete Teile bringen Unruhe in die Kiste und kosten Platz.
- Mischst du Typen (z. B. T-Shirt und Bodysuit), trenne sie mindestens durch ein Zwischenblatt, um Verwechslungen zu vermeiden.
Profi-Tipp Wenn du später Stickaufträge effizient einplanen willst, notiere pro Kiste eine schnelle Zählung auf der Kistenfront. So siehst du auf einen Blick, ob du eine Reorder-Schwelle erreichst. Hinweise zu Einspannhilfen wie hoop master Einspannstation sind in diesem Projekt nicht nötig, da keine Stickoperation gezeigt wird.
Checklist Setup
- Kategorien (Typ/Größe) definiert.
- Kisten etikettiert.
- Faltmaß festgelegt.
- Reihenfolge der Größen innerhalb der Kiste entschieden.
4 Ablauf: Unboxen, Sortieren, Verdichten – Schritt für Schritt
4.1 Material-Haul öffnen
Beginne mit Versandtaschen und Kartons. Im Beispiel kommen Tüll sowie Satinbänder in 7/8 Zoll und 1 1/2 Zoll an – teils von BB Crafts, teils von Gifts International. Prüfe kurz, ob Farbe und Breite deinen Erwartungen entsprechen. Ein schneller Haken auf dem Zettel reicht; der formelle Abgleich mit Rechnungen kann später erfolgen.
Erwartetes Ergebnis: Alle neuen Materialien liegen sichtbar, sortiert nach Typ (Tüll, Bänder), und du hast grob vermerkt, dass die Lieferung vollständig wirkt.
4.2 Leere Kiste auf den Tisch – und los
Hole eine leere Stoffkiste vom Regal und platziere sie mittig auf dem Tisch. So kannst du links und rechts Stapel bilden und sie nacheinander in die Kiste umsetzen.
Erwartetes Ergebnis: Kiste steht stabil; links entstehen sortierte Eingangsstapel, rechts die finalen Kistenstapel.
4.3 Blankos aus Beuteln lösen
Öffne die klaren Kunststoffbeutel. Nimm immer nur so viele Teile heraus, wie du sofort falten kannst. Vermeide große, ungeordnete Haufen – sie verlangsamen dich.

Erwartetes Ergebnis: Ein kleiner, kontrollierbarer Stapel liegt bereit, Etiketten mit Größen sind oben sichtbar.
4.4 Nach Größe sortieren
Bilde pro Größe eigene Stapel (im Video sichtbar: 10, 12, 14). Kontrolliere jedes Etikett: „CORB Blanks“ und die Größe sind klar zu sehen. Lege falsche Größen sofort zum passenden Stapel um.
Erwartetes Ergebnis: Drei oder mehr klar getrennte Stapel, je nach Sortiment und Lieferung.
4.5 Einheitlich falten
Falte jedes Teil identisch – Kanten bündig, Breite gleich. Das spart in Summe enorm Platz und lässt die Kisten sauber wirken. Lege die Stapel so an, dass Etiketten nach einer schnellen Fächerbewegung noch erkennbar bleiben.
Erwartetes Ergebnis: Kompakte, gleichmäßig hohe Stapel, die in der Kiste nicht verrutschen.
4.6 In die Kiste einsetzen
Setze die gefalteten Stapel in die Kiste. Platziere die erste Größe nach deiner definierten Reihenfolge. Schiebe die Stapel bündig an eine Kistenwand, um Spielraum für weitere Größen zu haben.

Erwartetes Ergebnis: Kiste füllt sich in logischer Reihenfolge; noch Luft für weitere Stapel.
4.7 Verdichten ohne Knicke
Drücke die Stapel sanft nach unten, um Luft zu verdrängen – im Video wird das sichtbar praktiziert. So passt mehr in die Kiste, ohne die Ware zu verformen. Vermeide zu starken Druck, damit der Griff der Baumwolle und eventuelle Bündchen nicht leiden.

Erwartetes Ergebnis: Dicht gepackte, aber knitterarme Stapel mit sauberer Oberkante.
4.8 Größenwechsel dokumentieren
Wechselst du in der Kiste die Größe (z. B. von 10 zu 12), markiere das auf dem Etikett oder mit einem schmalen Trennblatt. So weißt du später genau, wo ein Größenblock beginnt.

Erwartetes Ergebnis: Kiste enthält mehrere Größenblöcke mit klarer Trennung.
4.9 Wiederholen und nachfüllen
Setze den Prozess mit weiteren Kisten fort. Hole vom Regal eine zweite leere Kiste, wenn die erste voll ist. Arbeite in ruhigem, gleichmäßigem Rhythmus – so bleibt der Tisch aufgeräumt und der Kopf frei.

Erwartetes Ergebnis: Kiste 2 und Kiste 3 füllen sich – dein Lager gewinnt sofort an Struktur.

Achtung
- Wenn die Tischfläche wieder chaotisch wird, stoppe und räume 60 Sekunden auf. Jede spätere Minute Suchzeit kostet dich mehr.
- Lege keine gemischten Stapel in die Kiste; trenne Größen strikt.
Profi-Tipp Ein kurzer Markerstrich am Kistenrand auf Höhe der Stapeloberkante dokumentiert die Füllhöhe. So siehst du bei jedem Herausnehmen, wie schnell sich Bestände reduzieren. Themen wie Magnetrahmen oder mighty hoop Magnetrahmen sind für diese Lagerarbeit nicht relevant, können aber bei späteren Stickprojekten eine Rolle spielen – sie werden hier bewusst nicht behandelt.
Checklist Schritte
- Lieferung überprüft und grob notiert.
- Größenstapel eindeutig getrennt.
- Einheitlich gefaltet und sauber eingesetzt.
- Kisten verdichtet, Beschriftung aktualisiert.
5 Qualitätskontrolle: Ordnung, Zugriff, Lagerdichte
5.1 Sichtprüfung
Öffne jede Kiste kurz: Sind die Größenblöcke erkennbar? Sitzen die Stapel bündig? Lässt sich der Deckel (falls vorhanden) ohne Druck schließen?
5.2 Griffprobe
Nimm ein Teil aus der Mitte eines Stapels. Lässt es sich leicht entnehmen und wieder einfügen? Wenn nicht, hast du eventuell zu stark verdichtet. Löse den Stapel leicht und ordne neu.
5.3 Füllstand dokumentieren
Halte auf deinem Zettel fest, wie viele Teile pro Größe in welcher Kiste liegen. Ein kurzer Strichlisten-Ansatz genügt. Wer digital arbeitet, kann diese Zahlen später in die Tabelle übertragen – die Erstellerin kündigte an, ihre tatsächliche Tabelle in einem späteren Vlog zu zeigen.
Kurzcheck
- Kisten: sauber, dichte Stapel, klare Beschriftung.
- Zugriff: Teile gehen ohne Kraft heraus.
- Dokumentation: Stückzahlen grob notiert.
6 Ergebnis & Übergabe: Bereit für Stickaufträge
Am Ende stehen mehrere ordentlich gefüllte Stoffkisten im Regal – pro Kiste logisch sortierte Größenblöcke, griffbereit für anstehende Stickaufträge. Der sichtbare Mehrnadel-Stickautomat im Hintergrund ist ein Hinweis auf den Zweck der Blankos; konkrete Stickeinstellungen werden hier nicht gezeigt.

Bestelllogik: Die Erstellerin formuliert eine einfache Regel – wenn für einen Artikel 10 Shirts oder weniger übrig sind, wird nicht sofort bestellt, sondern bis zur nächsten Woche gewartet und dann gesammelt geordert. Das spart Versandkosten und bündelt Bestellungen. Am besagten Tag kalkulierte sie rund 30 Shirts nachzubestellen. Diese Regel lässt sich leicht auf andere Größen oder Bodysuits übertragen.
Profi-Tipp Schreibe die Reorder-Grenze sichtbar auf die Kistenfront. Beim Herausnehmen checkst du sie automatisch mit. Themen wie dime Magnetrahmen oder Zylinderrahmen für Ärmel spielen in diesem Stadium keine Rolle; der Fokus liegt auf Verfügbarkeit der richtigen Blankos in der richtigen Größe.
7 Troubleshooting & Fehlerbehebung
Symptom: Die Kiste wirkt trotz Falten schnell voll und unübersichtlich.
- Mögliche Ursache: Uneinheitliche Faltbreite, gemischte Typen ohne Trennung.
- Lösung: Faltmaß festlegen, Typen trennen, Blöcke neu aufbauen.
Symptom: Etiketten/Größen sind nicht mehr auffindbar.
- Mögliche Ursache: Etiketten zeigen nach innen, Stapel sind zu dicht.
- Lösung: Letzte 5–10 Stück neu ausrichten, Etiketten nach oben, optional Trennblatt mit Größe.
Symptom: Herausnehmen zerdrückt den Stapel.
- Mögliche Ursache: Zu starkes Verdichten.
- Lösung: Stapel lockern, maximal so viel Druck, dass die Oberkante eben ist.
Symptom: Bestellungen häufen sich als Kleinmengen und reißen Löcher ins Budget.
- Mögliche Ursache: Keine klare Reorder-Regel; spontane Nachkäufe.
- Lösung: Eine feste Schwelle definieren (im Beispiel 10 Stück) und konsequent wöchentlich bündeln.
Symptom: Materialmix bleibt liegen – falsche Prioritäten.
- Mögliche Ursache: Kein Überblick über Typen (Shirts vs. Bodysuits).
- Lösung: Pro Typ zumindest eine Kiste mit Sichtprüfung anlegen, Stückzahlen auf dem Kistenlabel notieren.
Achtung Vermeide es, beim Auspacken alle Beutel gleichzeitig zu öffnen. Feinstaub und Verpackungsreste erhöhen das Chaos. Öffne schrittweise und halte die Fläche frei. Zubehörthemen wie Stickrahmen sind hier nebensächlich; sie stören eher den Flow, wenn du eigentlich Lagerarbeit erledigen willst.
Aus den Kommentaren
- Zur Werkbank: In den Kommentaren wurde gefragt, woher der Schneide-/Arbeitstisch stammt; als Antwort wurde angegeben, dass er individuell angefertigt wurde. Wenn du einen vergleichbaren Tisch brauchst, plane ausreichend Tiefe und Höhe für Kistenhandling ein, und achte auf eine robuste Oberfläche.
- Lockerer Start: Ein kurzer Moment mit dem Hund sorgt für Auflockerung – Routinearbeit wird angenehmer, wenn du in einem freundlichen, ruhigen Rhythmus bleibst.

Anhang: Material-Haul im Überblick
- Tüll sowie Satinbänder in 7/8 Zoll und 1 1/2 Zoll Breite; Farben u. a. Hot Pink, Türkis, Schwarz, Mint. Zweck: Tütüs und ähnliche DIY-Projekte.
- Blanko-Shirts/Bodysuits (u. a. mit sichtbarem Etikett „CORB Blanks“, Größen 10/12/14), gefaltet und nach Größe in Stoffkisten verdichtet.
Hinweis zum Umfang Diese Anleitung zeigt bewusst keine Maschinenbedienung. Wenn du später von Lagerarbeit zu Produktion wechselst, planst du separat Zeitfenster für Design, Einspannen und Qualitätstests ein. Aspekte wie Magnetrahmen für Stickmaschine oder erweiterte Stickrahmen-Optionen kannst du projektbezogen auswählen, gehören aber nicht in die Lager-Routine.
Abschließender Ausblick Die Erstellerin kündigte an, ihre tatsächliche Inventurtabelle künftig zu zeigen. Bis dahin genügt es, mit einfacher Strichliste zu arbeiten und beim Verstauen konsequent zu zählen. So bleibt dein Lager berechenbar – und deine nächste Sammelbestellung wird entspannter.

