Table of Contents
- Vor dem Einfädeln: Das richtige Maschinen-Setup
- Die korrekte Reihenfolge beim Einfädeln
- Meistere den Untergreifer (blauer Faden)
- Obergreifer (grüner Faden) einfädeln
- Schnell-Guide: Rechte und linke Nadel
- Finaler Check: Kettennaht und erster Test auf Stoff
- So entfädelst du die Maschine in Sekunden
- Aus den Kommentaren: Häufige Aha-Momente
Vor dem Einfädeln: Das richtige Maschinen-Setup
Bevor du einen einzigen Faden anfasst, schalte die Maschine aus. Das klingt banal, ist aber der wichtigste Sicherheits- und Fehlervermeidungs-Schritt. Hebe den Nähfuß an – so öffnen sich die Spannungsscheiben, und die Fäden setzen sich später korrekt.

Rotiere das Handrad zu dir, bis die Nadeln ihren höchsten Punkt erreichen. An der 1034DX ist das über Kerben markiert – Kerbe auf Kerbe ausrichten, dann passt’s.

Kurzcheck:
- Alle vier Spannungsräder auf 4
- Nähfußdruck auf 2
- Stichbreite 5, Stichlänge 3, Differential 1
Das sind die Standardwerte der Maschine und dein neutraler Ausgangspunkt für die späteren Tests.

Achtung: Senke nun das Messer ab. So hast du freie Sicht und kommst entspannt an Unter- und Obergreifer. Erst wenn das Einfädeln vollständig abgeschlossen ist, wird das Messer wieder angehoben.
Profi-Tipp: Setze dir eine kleine Schale für Fadenreste und eine Pinzette bereit. Im Video wird zwar kein spezifisches Werkzeug genannt, aber feine Bewegungen gelingen mit einer Pinzette oft schneller.
Die korrekte Reihenfolge beim Einfädeln
Bei Overlocks zählt die Reihenfolge – sie entscheidet darüber, ob die Kettennaht später sauber entsteht. Für die Brother 1034DX gilt: zuerst der Untergreifer (blau), dann der Obergreifer (grün), danach rechte Nadel (rot) und zuletzt die linke Nadel (gelb). Diese Reihenfolge verhindert, dass Fäden sich gegenseitig blockieren.
Hinweis: Falls du von anderen Maschinen kommst oder aus dem Handbuch abweichende Wege kennst – hier ist die Video-Logik maßgeblich. Gerade beim Untergreifer gibt es eine entscheidende Korrektur zum gängigen Schema, die dir viel Frust erspart.
Meistere den Untergreifer (blauer Faden)
Der Untergreifer ist der „Boss-Level“. Atme einmal tief durch – mit System ist er absolut machbar. Lege den blauen Faden in die entsprechende Spannungsscheibe und folge dem farbig markierten Pfad.
Arbeite dich über die kleinen Häkchen (im Video als Punkte 5, 6, 7 genannt). Achte darauf, dass der Faden wirklich unter den Metallhaken sitzt und nirgends nur „anliegt“. Ein Fehlgriff hier macht sich erst später als falscher Stich bemerkbar.

Jetzt kommt die kritische Stelle: Nachdem der Faden durch das Öhr des Untergreifers geführt ist, muss er nach links und unter den Nähfuß gelegt werden – nicht nach rechts. Genau hier rät das Handbuch teils anders. Links und unter den Fuß führt zu einer stabilen Kettenbildung; rechts drohen Verwicklungen und Fehlstiche.

Achtung: Um den Untergreifer zu lösen und wieder zu verriegeln, kannst du den Mechanismus drücken oder das Handrad drehen, bis es „einrastet“. Drehst du am Handrad, verlässt die Nadel die höchste Position. Bevor du weitermachst, unbedingt eine volle Umdrehung zurück, sodass die Nadeln wieder ganz oben sind – und kontrolliere, dass der blaue Faden weiterhin links am Führungssteg liegt.

Kurzcheck Untergreifer:
- Faden sitzt in allen Führungen und Haken
- Faden liegt am Ende links unter dem Nähfuß
- Nadeln wieder ganz oben, bevor du zum Obergreifer wechselst
Profi-Tipp: Teste den Fadenlauf mit einem leichten Zupfen hinter dem Nähfuß. Er sollte straff, aber nicht blockiert sein. Wenn der Faden an einer Stelle „hakt“, suche die letzte Führung ab, ob der Faden korrekt „drin“ sitzt und nicht nur darüber liegt.
Nebenbei: Wenn du später mit Erweiterungen rund um Sticken arbeiten willst, kann Zubehör wie brother accessories sinnvoll sein – fürs Einfädeln der Overlock ist das zwar irrelevant, für dein Näh-Ökosystem aber praktisch, alles aus einer Hand zu planen.
Obergreifer (grüner Faden) einfädeln
Der Obergreifer ist die deutlich entspanntere Etappe. Führe den grünen Faden durch seine Spannungsscheibe, dann unter den Haken 5, zwischen die beiden Haken an Punkt 6, über den Haken 7, schließlich durchs Öhr des Obergreifers. Danach den Faden unter den Nähfuß nach links ausleiten – zur Gesellschaft des Untergreifers.

Achtung: Verwechsle Schritt 6 nicht mit der Führung des Untergreifers. Beim Obergreifer soll der Faden zwischen den beiden Haken laufen, nicht darunter wie beim Untergreifer.
Schnell-Guide: Rechte und linke Nadel
Rechte Nadel (rot): Durch die Spannungsscheibe, die Führung und rechts an der Metallnase vorbei. Hinter die Nadelstangen-Führung und die Nadel von vorn nach hinten einfädeln. Fadenende unter den Nähfuß nach links legen.

Linke Nadel (gelb): Analog, nur links an der Metallnase vorbei. Ebenfalls hinter die Nadelstangen-Führung und dann die Nadel von vorn nach hinten einfädeln. Fadenende unter den Nähfuß nach links legen.
Kurzcheck Nadeln:
- Beide Nadel-Fäden laufen frei und ohne Schlaufenbildung
- Alle vier Fäden liegen flach unter dem Fuß nach links
- Nähfuß ist noch oben; Maschine weiterhin aus
Profi-Tipp: Unterschiedliche Garnfarben – wie im Video – sind zum Lernen Gold wert. Du erkennst sofort, welcher Faden welchen Anteil am Stich hat und kannst eine Abweichung schneller zuordnen. Und wenn du später auf Stickprojekte wechselst, hast du vielleicht bereits passende Rahmen wie brother Stickrahmen im Blick.
Finaler Check: Kettennaht und erster Test auf Stoff
Jetzt wird es praktisch: Senke den Nähfuß, halte die vier Fäden leicht nach hinten links und drehe das Handrad von Hand. Es sollte sich eine Kettennaht bilden. Das ist dein erstes „Okay“ dafür, dass die Fäden sich korrekt verschlingen.

Sicherheit geht vor: Schalte die Maschine aus, bevor du das Messer wieder anhebst. Erst dann die Frontklappen schließen. So vermeidest du Verletzungen und schützt die Mechanik.

Lege ein Stück Probestoff unter den Fuß und fahre die Kante entlang. Behalte den Fadenfluss im Blick – keine abrupten Risse, keine aufgeblähten Schlaufen. Die Kante sollte sauber und gleichmäßig versäubert erscheinen.

Bewertung des Stichbilds:
- Oberseite: gleichmäßige, geschlossene Versäuberung
- Unterseite: keine losen Schlingen, keine Spannungssprünge
- Kantenführung: Garn bildet eine klare Kante, keine Einzüge
Wenn alles passt, hast du korrekt eingefädelt.

Achtung: Hebe oder senke niemals das Messer bei eingeschalteter Maschine. Das Video betont diese Sicherheitsregel ausdrücklich.
Wenn du parallel zur Overlock später mit Magnetrahmen auf deiner Stickmaschine arbeiten willst, hilft dir ein Gefühl für Fadenwege und -spannungen auch dort. Bei Brother-Systemen liest man oft Begriffe wie magnetisch Stickrahmen for brother oder brother magnetic Rahmen – beides sind Themen aus dem Stickbereich, die aber nichts am Overlock-Einfädeln ändern.
So entfädelst du die Maschine in Sekunden
Maschine aus, Nähfuß hoch. Schneide die vier Fäden oben an der Maschine (oberhalb der Spannungen) ab. Ziehe die Fadenenden unten – bei Nadeln und Greifern – einfach heraus. So vermeidest du, dass sich Restfäden in den Führungen festsetzen.

Profi-Tipp: Wenn du nur einen Faden wechseln willst, kannst du die neue Spule anknoten und den Knoten vorsichtig durchziehen – bei kritischen Passagen wie Nadelöhren den Knoten vorher abschneiden und neu einfädeln, um keine Ösen zu verbiegen.
Ausblick: Wer vom Nähen ins Sticken wechselt, schaut gern nach Zubehör wie brother Näh- und Stickmaschine Kombigeräten, kompatiblen snap hoop for brother oder dem klassischen brother 4x4 Stickrahmen. Das sind andere Disziplinen – dein Verständnis für Fadenwege zahlt sich aber in beiden Welten aus.
Aus den Kommentaren: Häufige Aha-Momente
Die Rückmeldungen zum Video sind eindeutig: Viele loben die Klarheit, die Nahaufnahmen und die Ruhe ohne Musik. Mehrere Einsteiger berichten, dass sie mit dem Handbuch scheiterten – insbesondere beim Untergreifer – und mit dieser Methode sofort erfolgreich waren. Ein wiederkehrender Aha-Moment: Den Untergreiferfaden am Ende konsequent nach links unter den Fuß legen. Auch das kurze manuelle Kettenbilden vor dem ersten Stofftest wurde als „Gamechanger“ empfunden.
Kurzcheck – typische Stolpersteine und schnelle Lösungen:
- Kettennaht bildet sich nicht: Prüfe, ob der Untergreiferfaden links unterm Fuß liegt und alle Haken korrekt belegt sind.
- Nach Drehen am Handrad „stimmt nichts mehr“: Einmal volle Umdrehung, Nadeln wieder ganz hoch; Untergreiferfaden neu links positionieren.
- Unsaubere Stichkante trotz korrektem Fadenlauf: Standardwerte prüfen (Spannungen 4, Stichbreite 5, Stichlänge 3, Differential 1) und Test erneut fahren.
FAQ kompakt
- Welche Standardwerte gelten für die Brother 1034DX vor dem Einfädeln?
Spannungen 4, Nähfußdruck 2, Stichbreite 5, Stichlänge 3, Differential 1; Nadeln ganz nach oben.
- In welcher Reihenfolge fädle ich richtig ein?
1) Untergreifer (blau), 2) Obergreifer (grün), 3) rechte Nadel (rot), 4) linke Nadel (gelb).
- Mein Untergreiferfaden verwirrt sich – warum?
Häufiger Fehler: Faden nach rechts ausleiten. Richtig ist links und unter den Nähfuß – erst dann Obergreifer und Nadeln.
- Muss ich das Messer zum Einfädeln absenken?
Ja, das verbessert Sicht und Zugang erheblich.
Randnotiz für Stick-Fans: Wer später magnetische Rahmen nutzen möchte, stolpert über Begriffe wie brother Stickmaschine oder magnetisch Stickrahmen for brother. Das sind Stick-Themen, die mit der Overlock nicht direkt zu tun haben – hilfreich ist aber, dass du dank sauberer Fadenführung in beiden Bereichen schneller zu perfekten Kanten und Konturen kommst.
Abschließend: Wenn du bereits mit Snap- oder Magnetrahmen im Stickbereich arbeitest, wirst du die Logik „Reihenfolge + Standard-Setup + Sichtprüfung“ wiedererkennen. Ob klassischer Rahmen oder Systeme wie brother Stickrahmen – Struktur schlägt Zufall.
