EPACC-Pricing praxisnah: Echte Stickkosten berechnen – und Gewinn über die Einspannzeit zurückholen

· EmbroideryHoop
Dieser praxisorientierte Leitfaden übersetzt Paul Whites EPACC-Demo in einen werkstatttauglichen Ablauf: Hinterlege deine realen Maschinen-, Lohn- und Overheadkosten, erfasse im Job-Details-Tab Auftragsdaten wie Menge, Stichzahl, Trims, Farbwechsel und Rahmengröße und lies anschließend im Master Sheet die belastbaren Stückkosten für Einkopf- vs. Mehrkopfproduktion ab. Du lernst außerdem, wo viele Betriebe systematisch zu günstig kalkulieren (Zeitverluste durch Trims und Re-Einspannen), wie du deine Zahlen „ehrlich“ hältst, damit der Betrieb langfristig tragfähig bleibt, und wie Upgrades für schnelleres Einspannen – insbesondere Magnetrahmen – die Marge verbessern, ohne beim Preis nach unten zu eskalieren.
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Inhaltsverzeichnis

Einführung in EPACC: Der Embroidery Productivity and Cost Calculator

Starte in die Kalkulation deines Stickbetriebs mit einer unbequemen Wahrheit: Hoffnung ist keine Preisstrategie.

Wenn du schon einmal einen Auftrag kalkuliert hast nach dem Motto „was der Laden um die Ecke nimmt“ oder „was sich fair anfühlt“, spielst du mit hohem Risiko. Du gewinnst vielleicht den Auftrag – und merkst dann mitten im Lauf, wenn Fadenrisse kommen und das Einspannen länger dauert als gedacht, dass du faktisch umsonst arbeitest.

EPACC (Embroidery Productivity and Cost Calculator) ist dafür gemacht, das Rätselraten zu beenden. Das Tool übersetzt deine realen Shop-Inputs – Produktionsreibung, Lohnkosten, Maschinenwert/Abnutzung (als Leasing-/Ersatzwert), Overheads und Verbrauchsmaterial – in präzise Stückkosten.

In diesem Guide gehen wir den Workflow durch, den Branchenprofi Paul White im Video zeigt. Und wir gehen einen Schritt weiter: nicht nur wo du Zahlen einträgst, sondern wie du die Prozesse in der Praxis so aufstellst, dass diese Zahlen auch profitabel werden – mit Fokus auf den oft „unsichtbaren“ Margenkiller: Frame Change Time (Rahmenwechsel/Re-Einspannen).

Title card showing 'EPACC Embroidery Productivity and Cost Calculator With Paul White' on a blue background.
Video introduction.

Was du lernst (und was EPACC im Hintergrund wirklich macht)

EPACC läuft in Microsoft Excel und arbeitet mit geschützten/ausgeblendeten Tabs. So kann dein Front-Office Angebote erstellen, ohne versehentlich deine vertrauliche Kostenstruktur zu sehen oder zu verändern.

Wir behandeln:

  • Variable Eingaben: Menge, Stichzahl, Trims und Farbwechsel sauber erfassen – ohne Bauchgefühl.
  • Die „Effizienz-Lüge“: Warum Maximalgeschwindigkeit nicht deine reale Leistung ist – und wie EPACC das abbildet.
  • Lohnzuordnung: Löhne sinnvoll auf Einkopf- und Mehrkopf-Setup verteilen.
  • Der Sprung von „Garage“ zu Profi: Overheads so eintragen, dass du Wachstum kalkulierst – nicht Stillstand.
  • Der Workflow-Hebel: Von Standardrahmen zu Produktivitäts-Tools wie Magnetrahmen für Stickmaschine – um Marge zu gewinnen.

Goldene Regel: Manipuliere deine Kosten nicht, nur um bei einem „Wunschpreis“ zu landen. Erst die realen Kosten berechnen – dann strategisch bepreisen.

Shop-Setup: Maschinen, Verbrauchsmaterial und Leasing-/Ersatzwerte

Bevor du auch nur einen Stich kalkulierst, braucht EPACC einen „digitalen Zwilling“ deines Betriebs. Genau hier entscheidet sich, ob ein Business stabil wächst oder sich langsam selbst ausblutet.

Overview of the Excel interface showing the bottom tabs: Job Details, Help, Overheads, Machines, Master.
Explaining the software structure.

Machines & Consumables: die Eingaben, die wirklich etwas bewegen

Im Tab „Machines & Consumables“ zeigt Paul das Eintragen monatlicher Leasingkosten – und betont ausdrücklich: niemals 0 eintragen, selbst wenn die Maschine abbezahlt ist.

Warum? Prinzip Ersatzbeschaffung. Maschinen sind Verbrauchsgüter auf Zeit. Jede Laufstunde bedeutet Verschleiß. Wenn du die Maschine intern mit 0 € kalkulierst, baust du kein Budget für die nächste Maschine auf.

Im Video-Beispiel:

  • Monatlicher Leasing-/Ersatzwert Einkopf: $400
  • Monatlicher Leasing-/Ersatzwert 8-Kopf: $1300
The 'Extra Items' section showing fields for Applique fabric size, 3D foam, and Metallic thread.
Explaining how to add costs for special materials.
The 'Machines & Consumables' tab showing columns for Single Head and 8 Head machines.
Comparing machine configurations.

EPACC nimmt die Maximalgeschwindigkeit als Ausgangspunkt, zieht aber Zeiten für Trims, Farbwechsel und Rahmenwechsel ab.

Praxis-Nuance zur Geschwindigkeit: Herstellerangaben wirken verlockend („1000 SPM“/Stiche pro Minute). In der Realität kann „am Limit“ bei einer Einkopf-Stickmaschine mehr Fadenrisse und Unruhe bedeuten.

  • Wichtig: EPACC berücksichtigt das über den Effizienz-Wert (z. B. 82,5% im Video). Den Wert solltest du nicht „schönrechnen“, sondern an deiner realen Produktion ausrichten.

Lohnkosten: wie ein Produktionsleiter aufteilen – nicht wie ein Hobbyist

Paul zeigt einen Bedienerlohn von $26/Stunde, der 50/50 auf zwei Maschinen verteilt wird ($13/Stunde je Maschine). Dahinter steckt ein zentraler Gedanke: Aufteilungslogik nach Aufmerksamkeit.

Entering $400 for the single head machine lease cost.
Inputting fixed machine costs.

Wie du die Aufteilung in der Praxis findest:

  • Wenn eine Maschine ständig Eingriffe braucht (Fadenrisse/Unterfadenwechsel), bindet sie mehr Bedienzeit → höherer Lohnanteil.
  • Wenn die Mehrkopfmaschine stabil läuft, kann der Bediener parallel mehr einspannen und vorbereiten → andere Ratio möglich.

Verbrauchsmaterial: klein, aber nicht optional

Garnkegel, Unterfaden, Vliesrollen – das wirkt pro Teil minimal. Aber über Serien summieren sich diese „Geisterkosten“.

Die versteckten Zeitfresser: Trims, Farbwechsel und Re-Einspannen

Wenn du nur einen Abschnitt mitnimmst, dann diesen: Stichzahl ist nicht der einzige Kostentreiber. EPACC zwingt dich, die „Nicht-Nähzeit“ zu bepreisen.

Warum Trims und Farbwechsel teurer sind als viele denken

Paul erklärt: Bei jedem Trim/Farbwechsel bremst die Maschine ab, schneidet, positioniert neu und beschleunigt wieder.

  • Praxisanker: Diese Sequenzen dauern nicht „0 Sekunden“ – sie sind echte Maschinenzeit.
  • Konsequenz: Designs mit vielen Trims/Farbwechseln treiben die Laufzeit (und damit Lohn + Maschinenkosten) deutlich hoch.

Die im Video gezeigten Default-Zeitwerte

Unten im Maschinen-Tab sind typischerweise hinterlegt:

  • Thread trim: 6 Sekunden
  • Color change: 8 Sekunden
  • Frame change (Rehooping): 8 Sekunden
Bottom of the Machines tab showing default times: Thread trim (6s), Col change (8s), Frame change (8s).
Reviewing critical productivity time losses.

Stopp – genau dieser letzte Wert ist entscheidend: 8 Sekunden für einen Rahmenwechsel. Das setzt voraus, dass du im „Factory Mode“ arbeitest: Ein fertig eingespannter Artikel liegt bereit und wird sofort gewechselt.

Praxis-Insight: Einspannen ist oft der Engpass

In kleinen Betrieben ist die reale Rahmenwechselzeit häufig deutlich höher, weil sie u. a. umfasst:

  1. Fertiges Teil aus dem Rahmen nehmen.
  2. Platzierung am nächsten Teil finden/ausrichten.
  3. Innen-/Außenrahmen sauber zusammenführen.
  4. Schraube nachziehen (Belastung fürs Handgelenk).
  5. Kontrolle auf Rahmenabdrücke.

Wenn das bei dir 2 Minuten dauert, EPACC aber 8 Sekunden annimmt, kalkulierst du massiv zu günstig.

Lösungsweg: Werkzeug/Workflow upgraden Wenn du hier anstehst, gibt es drei Eskalationsstufen:

  • Level 1 (Technik/Standardisierung): Mit einer hooping station for embroidery machine Einspannpositionen reproduzierbar machen.
  • Level 2 (Tempo & Ergonomie): Umstieg auf Magnetrahmen für Stickmaschine.
    • Standardrahmen brauchen Druck und Schraubarbeit. Magnetrahmen schließen schnell, passen sich Materialstärken leichter an und reduzieren Ermüdung durch ständiges Nachziehen.
    • Ziel ist, die reale Einspannzeit näher an den kalkulierten Rahmenwechsel heranzubringen.
  • Level 3 (Kapazität): Mehrkopfproduktion, damit während des Stickens parallel eingespannter Nachschub entsteht.

Warning: Magnet-Sicherheit
Magnetrahmen für Stickmaschinen arbeiten mit starken Magneten.
* Quetschgefahr: Beim Zusammenschnappen können Finger eingeklemmt werden.
* Medizinische Geräte/Elektronik: Abstand zu empfindlichen Geräten einhalten (im Video wird ein Sicherheitsabstand von 12 inches erwähnt).

Upgrade-Entscheidung (wann es sich lohnt)

  • Auslöser: Du fürchtest Serien (z. B. 50+ Polos), weil Einspannen körperlich nervt und Rahmenabdrücke entstehen.
  • Prüfstandard: Wenn die Maschine regelmäßig steht, weil du den nächsten Artikel nicht schnell genug eingespannt bekommst, ist nicht die Nadelgeschwindigkeit dein Problem – sondern der Einspannprozess.
  • Hebel: Magnetrahmen für Stickmaschinen reduzieren Standzeiten, weil das Einspannen schneller und reproduzierbarer wird.

Auftrag kalkulieren: Stiche, Rahmen und Vlies

Wenn das Backend steht, wird Kalkulation von „Kunst“ zu sauberer Dateneingabe.

The Job Details tab with Quantity entered as 25 and Cost of design as $25.00.
Entering initial job parameters.

Schritt-für-Schritt: Job-Details-Tab (Dateneingabe-Drill)

Schritt 1 — Job Details initialisieren

Paul trägt Menge 25 und Digitizing Cost $25 ein.

  • Logik: EPACC verteilt die einmaligen $25 auf 25 Teile (= $1/Teil).
Tipp
Digitalisierung intern immer separat führen – auch wenn du sie dem Kunden als „Rabatt“ erlassen willst.
The Job Details tab with Quantity entered as 25 and Cost of design as $25.00.
Entering initial job parameters.

Schritt 2 — Stichzahl definieren

Paul trägt 7.500 Stiche ein. Da Garnkosten pro Design klein sind, arbeitet EPACC mit einer Faustformel:

  • Oberfaden: ca. 5 Meter / 1.000 Stiche
  • Unterfaden: ca. 3 Meter / 1.000 Stiche
Paul enters '7500' into the 'No. of stitches' field.
Defining the stitch count for the job.

Schritt 3 — Komplexität setzen (Trims & Farben)

Paul nennt ein komplexes Logo (10 Trims, 7 Farben).

  • Checkpoint: Beobachte, wie die kalkulierte Laufzeit steigt. Wenn du das ignorierst, überbuchst du deine Kapazität.

Schritt 4 — Rahmengröße wählen

Paul wählt einen 12 cm Stickrahmen. EPACC berechnet daraus automatisch den Vliesverbrauch (Fläche) und addiert die kleinen Vlieskosten.

Paul enters '12' into the 'Hoop Size (H cms)' field.
Setting the hoop dimensions.

Typische Falle: Wenn du mit 12 cm kalkulierst, in der Produktion aber auf 15 cm wechseln musst, steigen Vliesverbrauch und oft auch die Fahrwege des Pantographen.

Extra Items: die Profit-Lecks

Paul zeigt den Bereich „Extra Items“: Applikationsstoff, 3D-Schaum, Metallic Thread.

  • Metallic in der Praxis: Metallic läuft oft störanfälliger und braucht mehr Aufmerksamkeit. EPACC erlaubt dir, diese Mehrkosten sauber zu erfassen – nutze das.
The 'Extra Items' section showing fields for Applique fabric size, 3D foam, and Metallic thread.
Explaining how to add costs for special materials.

Einkopf vs. Mehrkopf: Marge und Skalierung verstehen

EPACC stellt zwei Zahlen nebeneinander – und genau darin liegt der Skalierungshebel.

The 'Monthly overhead costs' tab highlighting the list of expenses like Rent, Electricity, and Admin.
Setting up business overheads.

Was das Master Sheet zeigt

Im Video:

  • Stückkosten Einkopf: $3.80
  • Stückkosten 8-Kopf: $1.86

Diese Differenz ist dein „Scale Advantage“: In der Mehrkopfproduktion verteilst du Bedienzeit und Fixkosten auf mehrere Teile gleichzeitig.

Regel: „Nicht alles weitergeben“

Nur weil deine Kosten auf $1.86 sinken, heißt das nicht, dass du für $2.50 verkaufen musst. Paul spricht über strategische Preisfindung: Du entscheidest, wie viel du an den Kunden weitergibst – und wie viel du als Marge behältst.

Diese Marge finanziert Wachstum, bessere Prozesse und z. B. eine hoop master Einspannstation.

Entscheidungslogik: Vlieswahl als Produktionsfaktor

Falsches Vlies führt zu Verzug („Puckering“) oder zu mehr Einspannaufwand. Nutze eine klare Logik:

  1. Stabiler Stoff (z. B. Denim, Twill, Caps):
    • Direkt: Tearaway.
  2. Instabiler Stoff (T-Shirts, Polos, Maschenware):
    • Direkt: Cutaway/Mesh.
  3. Florige/strukturierte Ware (Fleece, Handtücher):
    • Direkt: Cutaway + wasserlösliches Topping.
  4. Probleme mit Rahmenabdrücken:

Preis festlegen: Markups, Express/Rush und Modifier

Kosten sind Mathematik. Preis ist Strategie.

Entering $1000 into the Miscellaneous expense/Total field.
Finalizing overhead input.

Markups und Service-Level

Paul zeigt „Urgency Pricing“:

  • Standard (5 Tage): 80% Markup
  • Express (3 Tage): 150% Markup
  • Rush (24 Stunden): 200% Markup
The Master Sheet showing the total cost per unit: $3.80 for 1-head vs $1.86 for 8-head.
Analyzing the final cost breakdown.

Praxis-Hinweis: Rush Fees signalisieren Kapazitätsknappheit und Professionalität. „Schnell“ ohne Aufpreis trainiert Kunden auf falsche Erwartungen.

Angebotsworkflow für Mitarbeitende (Sicherheit)

Paul erklärt, dass nur „Job Details“ für den Alltag sichtbar ist, während die anderen Tabs geschützt bleiben. So können Mitarbeitende Angebote erstellen, ohne deine Overheads zu sehen.

The 'Suggested Sell Prices' section with markup percentages (80%, 150%, 200%).
Determining the sale price for different service levels.

Prep

Gute Angebote basieren auf realistischen Annahmen. Wenn EPACC von hoher Effizienz ausgeht, deine Maschine aber verschmutzt ist und ständig Faden reißt, ist das Ergebnis wertlos.

Versteckte Vorbereitungspunkte (Make-Ready)

  • Rahmenbestand: Hast du die benötigte Rahmengröße in ausreichender Stückzahl verfügbar?
  • Fadenweg: Spannungsscheiben reinigen (Ablagerungen beeinflussen Fadenspannung).
  • Vorrichtung: Wenn exakte Platzierung nötig ist, richte deinen repositionierbarer Stickrahmen bzw. eine Vorrichtung vor Start ein.

Prep-Checkliste:

  • Design: Stichzahl und Farbfolge bestätigt.
  • Physik: Rahmengröße passt (Freigang für Nähfuß beachten).
  • Material: Vlies passend zum Stoff (Entscheidungslogik).
  • Mechanik: Nadel frisch und korrekt eingesetzt.
  • Sicherheit: Scheren/Clips scharf.

Setup

Basis einmal sauber setzen – dann schützen

Im Maschinen-Tab solltest du Parameter nach einem realistischen Alltag setzen, nicht nach deinem Best-Case.

  • Wenn du glaubst, du wechselst in 10 Sekunden, aber real sind es öfter 30 Sekunden: trage 30 Sekunden ein.
  • Overheads ehrlich erfassen (Miete/Strom/Versicherung etc.).

Wenn du später mit Einspannen für Stickmaschine-Standardisierung oder effizienten Magnetrahmen schneller wirst, kannst du die Zeitwerte nach unten korrigieren – und siehst sofort den Margeneffekt.

Setup-Checkliste:

  • Leasing-/Ersatzwerte: eingetragen (nicht 0).
  • Löhne: realistisch (zahlst du dich selbst?).
  • Zeitverluste: Trim/Farbwechsel/Rahmenwechsel mit Stoppuhr validiert.
  • Overheads: monatliche Betriebskosten erfasst.

Operation

Angebot erstellen wie ein Pilot: mit Checkliste

  1. Clean Slate: Alte Jobdaten löschen.
  2. Input: Menge, Stiche, Farben, Trims.
  3. Rahmenwahl: kleinster sicher passender Rahmen (bessere Spannung + weniger Vliesabfall).
  4. Extras: Topping/Metallic/Applikation nicht vergessen.
  5. Review: Master Sheet prüfen. Wirkt der Preis „hoch“? Dann hast du vorher vermutlich zu günstig kalkuliert.

Denke daran: Der Stickrahmen, den du auswählst, beeinflusst die Vliesberechnung. Genauigkeit zahlt sich aus.

Operation-Checkliste:

  • Material: Garnfarben verfügbar?
  • Einspannen: Standardrahmen (langsamer) oder Magnet (schneller) – Erwartung an Frame Change Time anpassen.
  • Preislogik: Rush/Express korrekt angewendet?
  • Dokumentation: Angebotsnummer/Jobdaten speichern.

Qualitätschecks

EPACC-Ausgabe auf Plausibilität prüfen

Bevor du das Angebot verschickst:

  • „1-Dollar-Test“: Wenn ein Patch mit 50 Cent kalkuliert ist, stimmt etwas nicht (außer bei extremen Mengen). Lohn/Overheads prüfen.
  • Trim-Falle: Hat das Design sehr viele Trims? Dann muss die Kalkulation sichtbar steigen – sonst wurden Trims nicht eingetragen.
  • Produktionsrealität: Wenn dein Ablauf chaotisch ist, helfen feste Einspannstation, um die Variable „Frame Change“ zu stabilisieren.

Troubleshooting

Symptom → Ursache → Fix

Symptom Likely Cause Quick Fix Prevention
„Ich bin beschäftigt, aber pleite.“ Overheads oder Leasing-/Ersatzwerte ignoriert. „Machines & Consumables“ auf realistische Werte setzen (nicht 0). Maschinenwert als echte Kostenposition verstehen.
„Produktion dauert länger als kalkuliert.“ Unrealistische „Frame Change Time“. Einspannprozess mit Stoppuhr messen. Magnetrahmen oder Einspannstation einsetzen, um Fummelei zu reduzieren.
„Die Kalkulation ist extrem hoch.“ Effizienz falsch gesetzt. Effizienz auf einen realistischen Wert zurücksetzen (im Video z. B. 82,5%). Wartung/Workflow so stabil halten, dass der Wert erreichbar ist.
„Mitarbeitende kalkulieren uneinheitlich.“ Felder (Trims/Extras) werden übersprungen. Eingabe-Checkliste verpflichtend machen. Standardisiertes Eingabeformular für Angebote.

Results

Mit der EPACC-Methode wechselst du von „Schätzen“ zu „Produzieren“. Du entschuldigst dich nicht mehr für Preise, weil du genau weißt, was sie abdecken: Zeit, Maschinenersatzwert und Gewinn.

Zwei Hebel bringen dir höhere Margen:

  1. Software: EPACC sorgt dafür, dass du jede Sekunde Produktionszeit bepreist.
  2. Hardware/Workflow: Greife die „Frame Change Time“ an. Wenn du die Einspannzeit durch Magnetrahmen für Stickmaschinen deutlich reduzierst, erhöhst du Kapazität – ohne sofort eine neue Maschine zu kaufen.

Starte mit der Tabelle – und verifiziere mit der Stoppuhr. So baust du einen Stickbetrieb, der langfristig trägt.