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Video ansehen: „How To Use Twin Needles“ von Sewing Report
Zwei Nähte, ein Profi-Look – und das auf der ganz normalen Nähmaschine: Diese Anleitung fasst das Video von Jennifer (Sewing Report) für dich zusammen. Du erfährst, wie du die Zwillingsnadel einsetzt, korrekt einfädelst und warum eine kleine Stabilisierung Wunder wirkt.

Worum es geht – kurz & knackig: - So wählst du den passenden Zwillingsnadel-Typ und die Breite für dein Projekt.

- Stoff vorbereiten: vorbügeln, Kante definieren, optional mit Wonder Tape stabilisieren.
- Richtig einfädeln: zwei Oberfäden, eine Spule – und ein kleiner Unterschied bei der zweiten Nadel.
- Nähen auf Strick: glatte Säume ohne Wellen und weniger Tunneln, plus Fußwahl-Tipps.
Hinweis: Das Video konzentriert sich auf Stricksäume und zeigt einen Vergleich mit und ohne Wonder Tape. Spezifische Maschinen-Settings (z. B. Stichlänge, Spannungen) werden nicht detailliert genannt.
Einführung in Zwillingsnadeln
Was sind Zwillingsnadeln? Zwillingsnadeln bestehen aus zwei Nadeln an einem Schaft. So nähst du auf der rechten Stoffseite zwei parallele Geradstichreihen. Auf der linken Seite bildet die Spule ein Zickzack, das beide Reihen verbindet. Im Ergebnis sieht der Saum „gekauft“ aus – ideal z. B. an T-Shirt-Ärmeln und Saumkanten.

Warum Zwillingsnadeln? Die Optik erinnert an Coverstitch. Auf der Rückseite ist die Struktur jedoch einfacher: keine dichten Greifer-Schlingen, sondern Spulen-Zickzack. Für viele Projekte genügt das – und die Lösung ist deutlich budgetfreundlicher als eine Coverstitch-Maschine.

Vergleich mit Coverstitch Vorne zeigen beide zwei parallele Linien; hinten unterscheiden sie sich: Coverstitch hat ein komplexes „Netz“, die Zwillingsnadel den erwähnten Zickzack. Das Video zeigt diese Gegenüberstellung an Stoffproben.

Achtung - Nicht jede sichtbare Rückseite wird identisch aussehen – es liegt an Garnen, Material und Nähtempo. Im Video wird keine exakte Spannungs- oder Längenvorgabe gemacht.

Nadeltypen & Auswahl
Universal vs. Stretch
- Universal-Zwillingsnadel: für gewebte Stoffe wie Baumwoll- oder Leinengewebe.
- Stretch-/Ballpoint-Zwillingsnadel: für dehnbare/strickartige Stoffe. Falscher Typ kann Skip-Stitches begünstigen – die Erstellerin hat das ausdrücklich erwähnt.
Breiten verstehen Im Video wurde u. a. eine 4-mm-Breite genutzt; die Autorin mag breitere Abstände und würde gern auch 6-mm testen. Wichtig: Prüfe, ob deine Maschine die gewählte Breite sicher führt (Stichplatte/Schlitz, Stichbreitenbegrenzung, Fußform).

Shopping – achtsam auswählen Es gibt viele Varianten. Beim Kauf genau auf Typ und Breite achten, um Verwechslungen zu vermeiden. Die Verpackung verrät, für welche Materialien die Nadel ausgelegt ist.

Kurzcheck
- Stoff ist Strick? → Stretch-/Ballpoint-Zwillingsnadel.
- Stoff ist Webware? → Universal-Zwillingsnadel.
- Wunschabstand prüfen (z. B. 4 mm) und Maschinenkompatibilität sicherstellen.

Stoffvorbereitung für Zwillingsnaht
Vorbügeln des Saums Ein definierter Umschlag (z. B. 0,5" oder 1") und Pressen mit dem Bügeleisen machen das Nähen später einfacher und präziser. Im Video kam ein Clover Hot Hemmer zum Einsatz, um die Breite schnell und wiederholgenau zu setzen.
Die Magie von Wonder Tape Die Testprobe im Video besteht aus Interlock-Jersey. Eine Seite wurde nur umgebügelt; die andere bekam zusätzlich Wonder Tape an der Kante. Ergebnis: Die Wonder-Tape-Seite ist sichtbar glatter, mit weniger Wellen und geringerem Tunneln. Das Band ist wasserlöslich und wäscht sich heraus – vor dem Waschen fühlt es sich etwas steifer an.

Profi-Tipp Wenn dein Stoff beim Nähen „wegfließt“ oder der Saum unruhig wird, lohnt sich die zusätzliche Stabilisierung. Genau das hat im Test den Unterschied gemacht.

Zwillingsnadel einsetzen & richtig einfädeln
Nadel einsetzen – in drei Schritten 1) Einzelnadel entfernen. 2) Zwillingsnadel mit flacher Seite nach hinten einsetzen. 3) Schraube sicher anziehen – locker sitzende Nadeln können sich lösen oder Stiche auslassen.

Zwei Oberfäden, eine Spule
- Zusätzlichen Garnhalter (extra Spool Pin) montieren, falls vorhanden.
- Linken Oberfaden wie gewohnt einfädeln.
- Rechten Oberfaden identisch führen, aber: Das letzte kleine Fadenöhr direkt über der Nadel für den rechten Faden auslassen. So vermeiden viele Maschinen ein Verdrillen beider Fäden an derselben Führung.

- Spule wie üblich einsetzen. Im Video gibt es keinen Sonderweg für den Unterfaden.

Achtung Die genaue Fadenführung kann je nach Maschine variieren. Die Videomacherin zeigt den für sie funktionierenden Weg – halte dich im Zweifel zusätzlich an dein Maschinenhandbuch.
Nähen mit Zwillingsnadel: Tipps für schöne Säume
Fußwahl: klar sehen oder sicher führen? Im Video nähte Jennifer teils mit einem transparenten Deko-Stichfuß (gute Sicht). Sie empfiehlt aber, beim nächsten Mal den Walking Foot zu wählen – er führt Lagen gleichmäßiger, besonders bei Strick. Viele Näherinnen nutzen den Walking Foot für die meisten Projekte, außer bei Spezialfüßen wie Reißverschluss- oder Knopflochfuß.

Gleichmäßiges Tempo, weniger Pausen Bei Nähstopps oder Zögern traten bei ihr eher ausgelassene Stiche auf. Besser: kontinuierlich durchnähen. Gerade auf Jersey hilft das, die Oberfäden stabil zu halten und ein sauberes Zickzack der Spule zu bekommen.

Ausrichten: rechts schön, links funktional Genäht wird mit der rechten Stoffseite oben, da dort die parallelen Linien sichtbar sein sollen. Nutze die Markierungen an der Stichplatte zur Ausrichtung, damit die Nähte knapp innerhalb des Umschlags liegen – so sieht es „ready-to-wear“ aus.

Profi-Tipp Wird der Saum wellig oder tunnelt, kombiniere gleichmäßiges Tempo, optionalen Walking Foot und Wonder Tape. Die Videoprobe zeigt: Stabilisiert ist’s deutlich glatter.

Troubleshooting: typische Beobachtungen aus dem Video
- Wellen ohne Stabilisierung: Die unfixierte Seite war spürbar welliger und lief ungleichmäßiger durch.
- Tunneln: Ohne Tape häufiger, mit Tape reduziert.
- Skip-Stitches: Traten eher auf, wenn das Nähen zwischendurch stoppte; gleichmäßiges Durchnähen half.
Achtung Konkrete Spannungs- oder Stichlängen-Tipps nennt das Video nicht. Passe deshalb auf Probestücken an – besonders, wenn du verschiedene Nadeln oder Garnstärken testest.
Ergebnisse beurteilen & weiterlernen
Direkter Vergleich – mit/ohne Wonder Tape Die Bildbeispiele im Video machen es klar: Die stabilisierte Seite ist ruhiger, gleichmäßiger, weniger „wellig“. Für Alltags-T-Shirts kann die Zwillingsnadel damit eine preiswerte und effektive Lösung sein.
Coverstitch vs. Zwillingsnadel – Fazit Wer viel Bekleidung aus Strick näht, kann eine Coverstitch schätzen. Für gelegentliche Projekte liefert die Zwillingsnadel einen überzeugenden Look auf der rechten Seite – mit einfacherer Rückseite. Die Videomacherin hat beide genutzt, setzt aktuell aber auf die Zwillingsnadel als praktikablen Kompromiss.
Weiter testen: Breite & Typ Sie nutzt 4 mm gern, möchte auch 6 mm probieren. Außerdem hat sie Universal- und Stretch-Zwillingsnadeln parat – Universal für Webware, Stretch für Strick. Das deckt die meisten Einsätze ab.
Kurzcheck „Dein nächster Saum“
- Stoff ist Strick? → Stretch-Zwillingsnadel, Vorbügeln, optional Wonder Tape.
- Sichtlinie planen: Wo sollen die parallelen Nähte landen? Stichplatten-Markierungen nutzen.
- Fußwahl: Transparenter Fuß für Sicht, Walking Foot für Transport.
- Möglichst in einem Rutsch nähen.
Aus den Kommentaren – kompakt zusammengefasst
- Walking Foot mit Zwillingsnadel? Ja, wurde bestätigt und empfohlen – verbessert den Stofftransport.
- Tunneln: Oberfadenspannung testen; Wonder Tape half im Video sehr. Einige raten zusätzlich zu reduzierter Unterfadenspannung (Erfahrungswert aus Kommentaren; nicht im Video).
- Stichplatte: Für Zwillingsnadeln braucht es die breitere Öffnung (Zickzack-/Deko-Loch) – Hinweis aus den Kommentaren.
- Jeans/Denim: Eine Zuschauerin berichtet von Mühe mit dickem Ziergarn; mit Standardgarn und Dreifach-/Stretchstich lief es bei ihr besser (Erfahrungsbericht, nicht Videoinhalt).
Profi-Tipp Lege Farbgarne wie im Video (links/lila, rechts/rot, Spule/grün) fest, wenn du testest. So erkennst du schnell, welcher Faden was bewirkt.
Nicht Bestandteil dieses Videos, aber häufig gefragt Dieser Beitrag behandelt Zwillingsnadeln auf der Nähmaschine. Themen aus der Stickwelt wie magnetisch Stickrahmen, bernina magnetisch Stickrahmen oder magnetisch Stickrahmen for brother gehören in eigene Anleitungen. Hier geht es ausschließlich ums Säumen mit Zwillingsnadel auf Jersey.
Marken & Modelle – so viel zeigt das Video
- Maschine im Einsatz: EverSewn Sparrow 25. Erwähnt werden außerdem eine Brother SE400 (frühere Erfahrung) sowie Janome 1000 CPX (Coverstitch, als Leihgerät) und Janome 7700 (integrierter AccuFeed-Fuß, generelle Vorliebe für „Walking Foot“-Prinzip).
- Hilfsmittel: Clover Hot Hemmer, Wonder Tape (wasserlöslich), verschiedene Füße (Deko-Stichfuß, Walking Foot, Reißverschluss- und Knopflochfuß wurden allgemein genannt).
Achtung
- Preise, Bezugsquellen oder genaue Einstellungen werden nicht genannt. Die Autorin erwähnt, dass es auch generische, günstigere Bänder gibt, diese aber nicht getestet sind.
Weiterführende Hinweise (allgemein, nicht videobasiert) Dieser Artikel grenzt sich bewusst ab: Für Stickmaschinen gelten eigene Regeln und Zubehör. Wenn du z. B. eine brother Stickmaschine oder eine janome Stickmaschine nutzt, orientiere dich an den jeweiligen Stick-Anleitungen. Auch Begriffe wie Näh- und Stickmaschine oder brother sewing machine tauchen in anderen Kontexten auf – sie sind hier rein der Einordnung halber genannt, das Nähen mit Zwillingsnadel bleibt eine Funktion der normalen Nähmaschine.
Fragen & Antworten aus dem Video-Kontext
- „Muss ich den Unterfaden hochholen?“ – Im Video: Spule normal einsetzen, dann nähen.
- „Welche Fußwahl ist ideal?“ – Transparenter Fuß gibt Sicht, Walking Foot beruhigt den Transport; die Erstellerin würde künftig den Walking Foot bevorzugen.
- „Warum reißt mein Faden?“ – Nicht konkret behandelt; im Clip fallen Skip-Stitches besonders bei Pausen auf. Konstantes Nähen, korrekter Nadeltyp und eine gerade Fadenführung helfen erfahrungsgemäß.
Abschluss Mit korrekter Nadelwahl, sauberer Vorbereitung und dem kleinen Kniff beim rechten Faden (letzte Führung auslassen) ist die Zwillingsnaht auf Strick überraschend unkompliziert. Der Praxistest zeigt: Ein bisschen Stabilisierung (Wonder Tape) kann aus „geht so“ schnell „wow“ machen – und dein T-Shirt-Saum sieht aus wie gekauft.
Hinweis zu angrenzenden Themen Dieser Leitfaden deckt keine Stickrahmen- oder Maschinenstick-Themen ab. Begriffe wie magnetisch Stickrahmen tauchen hier nur der Vollständigkeit halber auf und werden nicht inhaltlich behandelt.
