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Materialliste für dein ITH-Feltie
Dieses Projekt ist ein klassischer „kleiner Erfolg“ im ITH (In-The-Hoop)-Bereich: schnell, niedlich und ideal für Geschenkanhänger, Tags und als kinderfreundlicher Einstieg in die Maschinenstickerei. Weil Filz jedoch ein nicht gewebtes Material ist und du hier ein freistehendes Objekt aufbaust, geht es bei der Materialwahl weniger um „sieht hübsch aus“ – sondern um Stabilität, saubere Kanten und eine Rückseite ohne unschöne Reste.

Was du herstellst (und warum es sich anders anfühlt)
Du stickst das Enten-Feltie komplett im Stickrahmen und schneidest es anschließend als eigenständiges Teil aus. Der entscheidende Kniff ist die Volumenschicht (Batting), die du mitten im Prozess auf der Rückseite des Stickrahmens platzierst. Dadurch entsteht ein weiches, leicht „puffiges“ Gefühl – ohne dass du Spezial-Schaum oder aufwendige Trapunto-Techniken brauchst.

Im Video gezeigte/benötigte Materialien
Aus dem Tutorial brauchst du diese konkreten Dinge. Dazu jeweils praxisnahe Hinweise, die sich direkt aus dem gezeigten Ablauf ableiten:
- Ein Standard-Stickrahmen 5x7: Der Klassiker für kleine Motive.
- Wasserlösliches Stickvlies (faserig/mesh-artig): Im Video „Wet n Gone“. Praxis-Hinweis: Verwende hier kein klares Folienmaterial als Topper (Solvy-ähnlich) – das ist als Träger zu schwach für die dichte Satinkante. Nimm ein faseriges wasserlösliches Vlies, das eher wie Stoff aussieht.
- Gelber Filz (2 Stück): Du brauchst eine Lage oben und eine Lage als Rückseite.
- Batting/Volumenvlies: Eine dünne Volumenschicht sorgt für den „puffy“ Effekt.
- Malerkrepp (Painter’s Tape): Zum Fixieren auf der Rückseite des Rahmens.
- Vorgewundene Unterfadenspulen: Eine weiße (Standard) und eine farblich passende zur Oberfadfarbe (gelb/orange), damit die Rückseite sauber aussieht.
- 6" Doppelklingen-Schere: Zum kontrollierten Zurückschneiden (Applikationsschnitt).

Praxis-Checks vorab (kleine Handgriffe, die viele Fehler verhindern)
Nicht alles davon wird im Video ausführlich „ausgesprochen“, aber es passt zum gezeigten Workflow und hilft dir, den Ablauf stabil zu reproduzieren:
- Fussel-Management: Filz staubt. Plane nach dem Projekt eine kurze Reinigung im Greifer-/Spulenbereich ein.
- Saubere Schneid-Organisation: Lege Schere und Fadenschere so ab, dass du beim Umdrehen des Rahmens nichts vom Tisch fegst oder unter den Rahmen gerät.
Warnhinweis – Sicherheit beim Schneiden: In diesem Projekt wird mehrfach im/nah am eingespannten Bereich geschnitten. Schneide langsam, halte die nicht schneidende Hand sichtbar außerhalb der Schneidlinie und arbeite möglichst mit flacher Auflage.
Schritt 1: Einspannen und Stickvlies vorbereiten
Zu Beginn wird das wasserlösliche Stickvlies („Wet n Gone“) in einen Standard-5x7-Rahmen eingespannt und so fest angezogen, dass es „trommelfest“ sitzt.

Warum „trommelfest“ hier wirklich entscheidend ist
Bei wasserlöslichem Stickvlies ist die Spannung der Schlüssel. Anders als bei Gewebe gibt es keine Fadenlaufrichtung, die Stabilität „mitbringt“. Ist das Vlies zu locker, kann es unter der dichten Satinkante wellen – die Passung driftet, und die Abschlusskante trifft später nicht sauber die Filzkante.
Schneller Praxis-Test (Trommeltest):
- Tasten: In die Mitte drücken – es sollte nur minimal nachgeben und sofort zurückspringen.
- Klopfen: Mit dem Fingernagel antippen – eher ein klares „Thrum“ als ein dumpfes „Plopp“.
- Optik: Keine verzogenen Fasern an den Rahmenecken.
Typischer Engpass: Wasserlösliches Vlies ist rutschig. Viele kennen das: Schraube festziehen – und beim Eindrücken des Innenrahmens wandert das Vlies wieder. Wenn du regelmäßig Einspannen für Stickmaschine mit glatten Vliesen machst, merkst du das auch körperlich (Handgelenke/Griffkraft). Für dieses Projekt ist es nicht verhandelbar, dass Innen- und Außenrahmen sauber sitzen und das Vlies wirklich straff bleibt.
Setup-Checkliste (Checkliste #1)
- Hardware: 5x7-Rahmen bereit, Schraube ausreichend gelöst.
- Spannung: Wet n Gone einspannen und Trommeltest machen.
- Unterfaden: Weiße vorgewickelte Unterfadenspule einsetzen (wird später gewechselt).
- Arbeitsplatz: Freie Fläche zum Umdrehen/Abstützen des Rahmens.
Schritt 2–3: Volumen aufbauen (puffiger Effekt)
Schritt 2 — Ersten Filz „floaten“ und die Platzierungs-/Heftnaht sticken
Setze den eingespannten Rahmen an die Maschine. Lege das erste Stück gelben Filz oben auf das Vlies (also „floating“) und achte darauf, dass der komplette Motivbereich abgedeckt ist.

Warum „Floating“ hier Sinn ergibt: Filz lässt sich zwar einspannen, aber je nach Filzqualität kann das Einspannen Druckstellen verursachen. Beim Floating bleibt die Oberfläche unkomprimiert.
Kontrollpunkt: Nach der Platzierungsnaht muss die Kontur vollständig auf dem Filz liegen. Wenn der Filz während der Naht wandert, stimmt später die Kante nicht.
Erwartetes Ergebnis: Die Enten-Umrisslinie ist als Platzierungslinie auf dem oberen Filz markiert.
Schritt 3 — Rahmen abnehmen, umdrehen und Batting auf der Rückseite fixieren
Nimm den Rahmen von der Maschine und drehe ihn um, sodass die Rückseite nach oben zeigt. Zentriere das Batting über dem Motivbereich auf der Rückseite des Rahmens und fixiere es mit zwei Streifen Malerkrepp oben und unten.


Warum das Batting auf die Rückseite kommt (und wie es nicht verrutscht)
Das ist der zentrale ITH-Konstruktionsschritt: Du baust eine „Sandwich“-Struktur, bei der das Vlies zwischen den Lagen liegt. Die Satinkante bekommt dadurch eine weiche, leicht gerundete Basis.
Damit das Batting beim Zurückdrehen nicht wandert:
- Klebeband-Strategie: Lange Streifen verwenden und so fixieren, dass das Batting stabil liegt.
- Griff beim Aufsetzen: Beim erneuten Aufschieben auf den Maschinenarm kurz mit der Hand von unten gegenhalten, damit sich nichts hochklappt.
Typischer Anfängerfehler: Batting nicht mittig – später siehst du nach dem Zurückschneiden eine „flache Stelle“, weil die Volumenschicht die Kontur nicht komplett abdeckt.
Praxis-Upgrade: Wenn das Umdrehen/Einspannen zum Zeitfresser wird
Dieses Design verlangt mehrere Zyklen: abnehmen → umdrehen → fixieren → wieder ansetzen. Für ein einzelnes Feltie ist ein Standardrahmen okay. Wenn du aber viele Stücke in Serie machst, wird der Schraubrahmen zum Engpass – und jedes häufige Abnehmen/Ansetzen erhöht das Risiko, dass sich das Vlies minimal lockert.
Hier schauen viele Anwender nach Stickrahmen für Stickmaschine mit Magnetkraft. Ein Magnetrahmen reduziert das „Innen-/Außenrahmen“-Gefummel: Material anheben, wenden, wieder schließen. Gerade auf Mehrnadelstickmaschinen und bei wiederholtem „Back-of-hoop“-Zugriff kann das den Ablauf deutlich ruhiger machen. Wer auf Baby Lock arbeitet, findet unter Magnetrahmen für babylock Stickmaschinen passende Optionen für wiederholintensive Workflows.
Warnhinweis – Magnet-Sicherheit: Magnetrahmen sind stark. Abstand zu Implantaten (z. B. Herzschrittmacher) einhalten, Finger nicht zwischen Magnet und Rahmen geraten lassen und empfindliche Karten/Telefone fernhalten.
Schritt 4–8: Applikationsschnitt & saubere Kanten
Schritt 4 — Rahmen wieder ansetzen und Detail-/Umrissnähte sticken
Setze den Rahmen vorsichtig wieder an. Kontrolliere beim Aufschieben, dass das aufgeklebte Batting unten nicht umknickt. Sticke dann die Detailnähte (Gesicht/Schnabel) und die Umrissnaht, die das Batting fixiert.


Schnelle Maschinen-/Material-Kontrolle:
- Geräusch: Gleichmäßiger Lauf ist gut. Klingt es „gequält“, sind die Lagen zu dick oder es stört etwas (z. B. Klebeband zu nah am Stichbereich).
- Bewegung: Das Vlies sollte flach bleiben. Wenn es sichtbar „pumpt“, war die Einspannung zu locker.
Schritt 5 — Wieder umdrehen und Batting knapp an der Naht zurückschneiden
Nimm den Rahmen ab, drehe ihn um und schneide das Batting außerhalb der Nahtlinie weg – so nah wie möglich an der Naht, ohne Vlies zu verletzen.

Sauber schneiden (kontrolliert statt hektisch):
- Batting leicht anheben, damit du nicht ins Vlies schneidest.
- Möglichst in längeren, ruhigen Schnitten arbeiten.
Schritt 6 — Rückseiten-Filz auflegen (auf der Rückseite) und festkleben
Auf der Rückseite des Rahmens legst du nun das zweite Stück gelben Filz über das zurückgeschnittene Batting und fixierst es wieder oben und unten mit Malerkrepp.

Kontrollpunkt: Der Filz muss die komplette Entenform plus Rand abdecken. Wenn eine Ecke fehlt, kann später Batting sichtbar bleiben.
Erwartetes Ergebnis: Die spätere Rückseite ist nun sauber mit Filz abgedeckt.
Schritt 7 — Heftnaht sticken, um den Rückseiten-Filz zu sichern
Rahmen wieder an die Maschine setzen und die Heft-/Fixiernaht sticken, die den Rückseiten-Filz fest mit dem Aufbau verbindet.
Schritt 8 — Oberen Filz knapp an der Umrissnaht zurückschneiden
Schneide jetzt den überschüssigen Filz der oberen Lage knapp an der Umrissnaht zurück.

Trimm-Kontrolle: So vermeidest du Schnitte ins wasserlösliche Vlies
Im Video wird genau dieser Fehler angesprochen: aus Versehen das Vlies anschneiden. Das ist bei ITH-Felties einer der häufigsten Abbrüche.
Bewährte Vorgehensweise:
- Auflage: Rahmen flach auf den Tisch legen.
- Scherenwinkel: Klinge leicht nach oben führen (weg vom Vlies).
- Rahmen drehen: Nicht das Handgelenk verrenken – den Rahmen in die Schere „hineindrehen“.
Wenn du das gewerblich oder in Serie machst, ist das Zurückschneiden oft der größte Zeit- und Fehlerfaktor. Viele arbeiten dafür auf einer stabilen Einspannstation für Stickmaschinen oder zumindest auf einer rutschfesten Unterlage, damit der Rahmen beim Schneiden nicht wandert.
Schritt 9–10: Finish, Satinkante und Unterfaden passend wählen
Schritt 9 — Unterfaden zur Oberfadfarbe passend wechseln, dann die Satinkante sticken
Entscheidender Schritt: Tausche die weiße Unterfadenspule gegen eine farblich passende (gelb/orange passend zum Oberfaden), bevor du die Abschlusskante stickst.


Warum das so viel ausmacht: Ein Feltie ist beidseitig sichtbar. Bei der Satinkante wird Oberfaden immer ein Stück nach unten gezogen. Wenn unten weiß bleibt, siehst du auf der Rückseite eine helle Linie entlang der Kante. Mit passendem Unterfaden wirkt die Rückseite deutlich professioneller.
Aktion: Abschluss-Satinstich sticken. Beobachtung: Wenn Filz „Härchen“ durch die Satinkante drücken, war der Schnitt in Schritt 8 nicht nah genug. Dann kannst du nach dem Sticken sehr vorsichtig einzelne Fasern mit feiner Schere entfernen.
Schritt 10 — Ausspannen und final ausschneiden
Nimm das Projekt aus dem Rahmen. Schneide das Feltie aus, indem du durch wasserlösliches Vlies und Rückseitenfilz schneidest.


Kontrollpunkt: Schneide knapp an der Satinkante, aber lass ca. 1–2 mm stehen, damit du die Verriegelungsstiche nicht anschneidest.
Erwartetes Ergebnis: Ein sauberes, freistehendes Feltie. Überstehende Reste des wasserlöslichen Vlieses kannst du später mit einem leicht feuchten Wattestäbchen anlösen.
Primer
Dieses Enten-Feltie ist ein anfängerfreundliches ITH-Projekt, das dir drei Grundlagen vermittelt, die du ständig wieder brauchst: Material „floaten“, Lagen auf der Rückseite des Stickrahmens aufbauen und sicher/sauber zurückschneiden.
Wenn du Kinder an die Maschinenstickerei heranführst, ist das ein gutes erstes ITH-Projekt, weil der Ablauf in kurze, überschaubare Schritte zerfällt.
Ein großer Qualitätshebel ist, wie zuverlässig du „gefloatete“ Materialien in Position hältst. Beim Floating verlässt du dich auf Reibung – rutscht der Filz, verfehlt die Kontur. Viele erfahrene Stickerinnen und Sticker beschäftigen sich deshalb mit Floating-Stickrahmen-Methoden oder magnetischen Lösungen, um Material sicher zu fixieren, ohne zu viel Sprühkleber zu nutzen (der wiederum Nadeln und Fadenlauf beeinträchtigen kann).
Prep
Vor dem Sticken: kurzer Realitätscheck zur Vlieswahl
In den Kommentaren kam die Frage auf, warum überhaupt wasserlösliches Vlies verwendet wird. Die Antwort liegt in der Kante: Bei Abreißvlies können dauerhaft helle, fusselige Papierreste in der Kante „eingeschlossen“ bleiben – gerade bei gelbem Filz sieht man das schnell. Wasserlösliches Vlies lässt sich später entfernen und sorgt für eine sauberere Optik.
Entscheidungslogik: Vlies & Aufbau für Felties
Nutze diese Logik, bevor du einspannst:
- Willst du eine Kante ohne sichtbare Vliesreste?
- Ja: Faseriges wasserlösliches Stickvlies (Wet n Gone).
- Nein (oder das Teil wird später aufgenäht): Abreißvlies ist möglich.
- Willst du den 3D-/„Plush“-Effekt?
- Ja: Batting auf die Rückseite (Schritt 3).
- Nein: Batting weglassen – das Feltie wird flacher.
- Ist dein Engpass Handling-/Einspannzeit (Serienproduktion)?
- Ja: Bei vielen Wiederholungen kann ein Standardrahmen (Schraube) zur Belastung werden. Dann schauen viele nach Magnetrahmen für baby lock oder vergleichbaren Lösungen, um den „abnehmen–umdrehen–ansetzen“-Zyklus zu beschleunigen.
- Nein: Standard-Einspannen reicht – investiere deine Aufmerksamkeit in sauberes Trimmen.
Prep-Checkliste (Checkliste #2)
- Filz: Zwei Stücke gelb, jeweils deutlich größer als das Motiv.
- Batting: Ein Stück etwas größer als das Motiv.
- Klebeband: Mehrere Streifen Malerkrepp vorab abreißen, damit du beim Umdrehen nicht suchen musst.
- Garn: Oberfaden + passende Unterfadenspule für Schritt 9 bereitlegen.
- Arbeitsfläche: Platz zum Umdrehen und flach Auflegen des Rahmens schaffen.
Setup
Maschinen- und Rahmen-Handling
Im Video wird eine Baby Lock Enterprise Mehrnadelstickmaschine genutzt, das Projekt funktioniert aber grundsätzlich auch auf einer Einnadelmaschine mit 5x7-Rahmen. Entscheidend ist die Zugänglichkeit, weil du den Rahmen mehrfach abnimmst, umdrehst und wieder aufsetzt.

Du schiebst dabei einen Rahmen mit Klebeband auf der Unterseite wieder auf den Maschinenarm.
- Arbeitsbereich freihalten: Nichts auf dem Maschinenbett liegen lassen, was das Klebeband unten am Rahmen abziehen könnte.
- Orientierung: Den Rahmen konsequent „oben/unten“ drehen, damit du dich nicht in der Ausrichtung verlierst.
Für Studios, die Felties in Serie fertigen, spielt die Mechanik des Rahmens eine große Rolle: Ein Schraubrahmen braucht Kraft, um wasserlösliches Vlies wirklich trommelfest einzuspannen. Ein Magnetrahmen braucht praktisch keine Kraft – nur saubere Ausrichtung. Wenn Handkraft ein Thema ist, ist dieser Unterschied auch eine Sicherheits- und Ergonomiefrage.
Operation
Kompakter Ablauf (mit Kontrollpunkten)
- Einspannen: Wet n Gone einspannen. Check: Trommelfest.
- Floating: Filz #1 auflegen, Platzierungsnaht sticken.
- Rückseite aufbauen: Rahmen abnehmen → umdrehen → Batting zentrieren → festkleben. Check: Kontur abgedeckt.
- Fixieren: Rahmen wieder ansetzen, Detail-/Umrissnähte sticken.
- Batting trimmen: Rahmen abnehmen → umdrehen → Batting knapp zurückschneiden.
- Rückseitenfilz: Filz #2 auflegen → festkleben.
- Rückseite sichern: Rahmen ansetzen → Heftnaht sticken.
- Oberseite trimmen: Filz #1 knapp zurückschneiden. Check: Vlies nicht anschneiden.
- Kante: Unterfaden passend wechseln → Satinkante sticken.
- Freistellen: Ausspannen → Feltie ausschneiden.
Ablauf-Checkliste (Checkliste #3)
- Schritt 2: Filz deckt den kompletten Platzierungsbereich ab.
- Schritt 4: Rahmen aufgesetzt, ohne dass unten das Klebeband abzieht.
- Schritt 5: Batting sauber zurückgeschnitten, keine „Brocken“ außerhalb der Linie.
- Schritt 6: Rückseitenfilz vollständig abdeckend fixiert.
- Schritt 9: Unterfadenfarbe geprüft (nicht mehr weiß), bevor du startest.
Qualitätskontrolle
Woran du ein gutes Ergebnis erkennst
- Form: Die Ente ist nicht verzogen (Verzug deutet auf zu lockeres Vlies hin).
- Kante: Kein Batting drückt sichtbar durch die Satinkante.
- Rückseite: Unterfaden fällt farblich kaum auf – keine weißen Linien.

Kurze Maschinen-Checks während der dichten Satinkante
Die Abschluss-Satinkante ist der „Stresstest“.
- Geräusch: Ein plötzliches hartes „Knack“ kann auf eine dichte Stelle oder Störung hindeuten – sofort pausieren.
- Vibration: Wenn der Tisch stark vibriert, ist das Setup für die Geschwindigkeit zu instabil – dann langsamer sticken.
Troubleshooting
Symptom: Du hast das wasserlösliche Vlies angeschnitten
Wahrscheinliche Ursache: Scherenwinkel zu steil oder zu spitze Schere.
Vorbeugung: Beim Schneiden den Rahmen flach auflegen und die Klinge leicht nach oben führen.
Symptom: Auf der Rückseite sieht man weißen Faden und es wirkt „unfertig“
Wahrscheinliche Ursache: Unterfaden in Schritt 9 nicht gewechselt.
Symptom: Fadennest („Birdnesting“) auf der Rückseite
Wahrscheinliche Ursache: Oberfaden nicht sauber eingefädelt oder Unterfaden sitzt nicht korrekt.
Symptom: Welligkeit an der Kante nach dem Satinstich
Wahrscheinliche Ursache: Vlies nicht trommelfest oder unter der Dichte gedehnt.
Ergebnis
Du hast jetzt ein ITH-Enten-Feltie mit Volumenlage, sauberer Satinkante und einer Rückseite, die dank passendem Unterfaden deutlich professioneller wirkt. Dieses Projekt bringt dich vom „Motiv auf Stoff“ hin zu „Objekt fertigen“ – eine Kernkompetenz in moderner Maschinenstickerei.
Wenn du solche Teile häufiger machst (Geburtstags-Tags, Sets für Kinder, kleine Bündel für Märkte), kommt der nächste Produktivitätssprung oft über die Hardware und Standardisierung. Viele Profis schauen dafür in Kompatibilitätsübersichten zu Magnetrahmen Größen für babylock, um Rahmen zu finden, die sowohl 5x7-Projekte als auch größere Formate abdecken und den Workflow vereinheitlichen.
