Janome Continental M17 einfädeln & Stichplatte wechseln: Das „Ohne-Kraft“-Setup gegen Fehlstiche

· EmbroideryHoop
Diese praxisnahe Anleitung bildet den Ablauf aus dem Video 1:1 nach – mit zusätzlichen Profi-Checkpoints für einen sauberen Start an der Janome Continental M17 (CM17): Deckel korrekt öffnen, Spulenstifte ausklappen, Unterfaden mit dem unabhängigen Spulmotor aufspulen, Oberfaden exakt einfädeln (inkl. dem entscheidenden „Zug“ am Fadenhebel, der über saubere Stichbildung entscheidet), automatischen Nadeleinfädler nutzen, Drop-in-Spule korrekt einlegen und anschließend die Stichplatte sicher per Bildschirm-Freigabe über die Magnetverriegelung auf die Stick-/Geradstichplatte wechseln. Dazu bekommst du typische Fehlerstellen, schnelle Diagnose-Checks und praxisnahe Hinweise, wie du deinen Stick-Workflow effizienter und materialschonender aufstellst.
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Inhaltsverzeichnis

Janome Continental M17 im Griff: „Ohne Widerstand“-Setup für neue Besitzer:innen

Wenn du deine Janome Continental M17 (CM17) gerade ausgepackt hast, ist das Gefühl oft eine Mischung aus Begeisterung und Respekt. Die Maschine wirkt wie ein technisches „Raumschiff“ – und genau diese große Bedienoberfläche führt schnell zu dem Gedanken: „Die Maschine ist schlauer als ich. Was, wenn ich etwas kaputt mache?“

Einmal tief durchatmen. Aus der Praxis (und genau so wird es im Video betont): An der CM17 muss im oberen Fach und beim Stichplattensystem nichts mit Kraft erzwungen werden.

Die Maschine arbeitet mit elektronischen Sperren, Sensoren und definierten Entriegelungen – nicht mit Muskelkraft. Wer Deckel aufhebelt, Spulenstifte hochzieht oder Platten ohne Freigabe herausreißt, produziert im schlimmsten Fall Fehlfunktionen (und im besten Fall unnötigen Frust).

In dieser Anleitung baust du den Workflow aus dem Tutorial nach – ergänzt um „Sensorik-Checkpoints“: kleine Hör-/Fühl-Signale, die dir bestätigen, dass alles korrekt sitzt. Wir gehen durch: Deckel öffnen, Spule mit unabhängigem Motor aufspulen, Oberfaden korrekt „setzen“, automatischen Nadeleinfädler, Spule einlegen und den magnetischen Stichplattenwechsel.

Close-up of the finger pressing the 'OPEN' button on the top right of the machine head.
Opening the top cover

Die „Ohne-Kraft“-Regel: Der wichtigste Perspektivwechsel

Der zentrale Grundsatz an der Janome Continental M17 lautet: Wenn du deutlich mehr als einen sanften Tastendruck brauchst, kämpfst du sehr wahrscheinlich gegen eine Sperre.

Denk eher an ein präzises Kamerasystem als an ein Schraubglas. Widerstand bedeutet hier meist: falscher Knopf, falsche Reihenfolge oder noch aktivierte Verriegelung.

Hand sliding the internal lever to the right, causing the two spool pins to flip upright.
Raising spool pins

Schritt 1: Deckel öffnen & Spulenstifte ausklappen

Ziel: Den Fadenständer sauber ausfahren – ohne Stress für Mechanik und Sensorik.

So ist die Reihenfolge im Video:

  1. „OPEN“-Taste finden (rechts am Maschinenkopf) und einmal drücken.
  2. Hören/Fühlen: Ein leises Surren/„Pop“ – der Deckel hebt sich selbst. Nicht mit Fingernägeln anheben oder hebeln.
  3. Im geöffneten Fach den grauen Schiebeschalter suchen und nach rechts schieben.
  4. Beobachten: Die teleskopische Fadenführung fährt automatisch hoch.
Detailed view of thread path guide #2 for bobbin winding, clicking the thread in.
Threading for bobbin

Erfolgs-Check (Sensorik):

  • Optisch: Die Spulenstifte stehen sauber senkrecht (90°).
  • Haptisch: Die Teleskopführung fährt ohne Handhilfe gleichmäßig aus.

Wenn etwas „klemmt“: zurücksetzen und erneut über Taste/Schieber arbeiten – nicht ziehen.

Schritt 2: Der „unsichtbare“ Profi-Check vor dem Einfädeln

Ziel: Variablen eliminieren, bevor der Faden überhaupt in die Maschine läuft.

Erfahrene Anwender:innen machen vor dem Aufspulen/Einfädeln einen kurzen „Silent Sweep“: Alles, was du gleich brauchst, liegt griffbereit – sonst unterbrichst du den Ablauf genau dann, wenn Fadenenden kritisch sind.

Kurz-Checkliste (vor dem Fadenlauf):

  • Richtiger Spulenstift: Fürs Aufspulen der rechte Stift; fürs Oberfaden-Einfädeln der mittlere Stift.
  • Schere/Clipper bereit: Du musst den Spulenfaden kurz abschneiden.
  • Nadelzustand: Gerade und sauber – eine beschädigte Nadel kann den automatischen Einfädler unnötig „zickig“ machen.
  • Fadenlogik für Stickbetrieb: Im Video wird erwähnt: Bobbin Fill in der Spule (feiner, mehr Meter), oben typischerweise Stickgarn.
Threading the blue thread from the inside hole to the outside of the bobbin.
Attaching thread to bobbin

Schritt 3: Spule aufspulen – mit unabhängigem Spulmotor

Ziel: Eine fest gewickelte Spule für stabile Unterfadenspannung.

Die CM17 hat einen unabhängigen Spulmotor: Du kannst Spulen sogar aufspulen, während die Maschine näht. Praktisch – aber nur, wenn die Spule wirklich fest wird. Eine „schwammige“ Wicklung ist ein Klassiker für Unterseitenknäuel.

Fadenweg beim Aufspulen (mit Fokus auf den entscheidenden Punkt)

  1. Garn auf den rechten Spulenstift setzen.
  2. Durch Führung #1 (oben an der teleskopischen Führung).
  3. Der kritische Punkt (Führung #2): Faden in Führung #2 einlegen und kräftig hineindrücken/ziehen, bis er hörbar „klickt“.
    • Warum? Ohne diesen Sitz greift die Vorspannung nicht – die Spule wird weich.
  4. Um die Spannscheibe legen.
  5. Leere Spule von innen nach außen einfädeln.
User pressing the physical button with bobbin icon located inside the top compartment to start winding.
Starting independent bobbin motor
The LCD screen showing the 'Bobbin winding' popup animation.
Monitoring winding status

Spulmotor starten

  1. Spule auf die Spulerwelle setzen.
  2. Den weißen Anschlag gegen die Spule drücken, bis sie sauber „einrastet“.
  3. Den physischen Knopf mit Spulensymbol drücken (nicht das Pedal).
Placing the red thread spool on the secondary spool pin for upper threading.
Upper threading setup

Am Bildschirm erscheint das Aufspul-Popup.

Touching the Lock icon on the large right-hand screen.
Locking machine for safety

Fadenende sicher abschneiden

Sobald die Spule ein paar Sekunden läuft und der Faden „gegriffen“ hat:

  1. Spulmotor kurz stoppen.
  2. Fadenende bündig an der Spule abschneiden.
  3. Weiter aufspulen.

Warnhinweis (Sicherheit): Hände, Haare und lose Kleidung vom rotierenden Spuler fernhalten. Nicht bei voller Drehzahl schneiden – kurz stoppen ist die sichere Routine.

Checkliste (Aufspulen):

  • War der „Klick“ an Führung #2 eindeutig?
  • Fühlt sich die Wicklung unter dem Fingernagel hart/kompakt an (nicht nachgiebig)?
  • Ist das Fadenende bündig, damit nichts „peitscht“?

Schritt 4: Oberfaden einfädeln – inklusive „Zug“ am Fadenhebel

Ziel: Oberfadenspannung wirklich aktivieren, damit Stiche sauber entstehen.

Das Einfädeln einer janome Stickmaschine wie der CM17 ist nicht nur „Faden durch Ösen führen“. Entscheidend ist, dass der Faden in den Spannungsscheiben und im Fadenhebel korrekt sitzt.

Demonstration of the 'tug' technique: holding thread taut near spool while pulling down at the take-up lever.
Ensuring proper tension

Der Fadenweg

  1. Stickgarn auf den mittleren Spulenstift setzen.
  2. Durch Führung #1 und Führung #2 (auch hier: sauber einklicken).
  3. Führung #3: Unter dem silbernen Metallclip entlang.
  4. Den markierten Kanal nach unten und wieder nach oben führen (Pfeilen folgen).
  5. Stopp vor dem Fadenhebel: Am Bildschirm die LOCK-Funktion aktivieren.
    • Warum? Im Video wird gezeigt: Verriegeln = sicherer Zustand; außerdem wird der Nähfuß automatisch positioniert, damit der Faden korrekt aufgenommen werden kann.
Finger pressing the automatic needle threader button above the needle area.
Activating auto-threader

Die „Flossing“-Technik (der häufigste Anfängerfehler)

Hier entscheidet sich, ob die Maschine sauber näht/stickt oder ob Stiche ausbleiben.

  1. Hand 1: Faden nahe der Garnrolle festhalten (leichter Widerstand).
  2. Hand 2: Faden im Bereich des Fadenhebels greifen.
  3. Aktion: Den Faden bewusst kräftig in das Auge des Fadenhebels ziehen, bis er spürbar „einrastet“.
    • Sensorik: Wie Zahnseide durch eine enge Stelle – kein „locker drüberlegen“.
The needle area after the automatic threader has operated, showing the thread loop through the eye.
Threading complete

Kontrollblick: Sitzt der Faden wirklich im Metallauge des Fadenhebels? Wenn er nur am Rand läuft, sind Fadenrisse und Fehlstiche vorprogrammiert.

Schritt 5: Automatischer Nadeleinfädler

Ziel: Nadel schnell und reproduzierbar einfädeln.

  1. Faden bis zur Führung an der Nadelstange routen.
  2. Den Knopf mit Pfeil/Nadel-Symbol drücken.
  3. Beobachten, wie der Mechanismus die Schlaufe durch das Nadelöhr zieht.
Inserting the blue bobbin into the case, holding the thread in a 'P' configuration.
Loading bobbin
Attaching the clear plastic bobbin cover plate.
Closing bobbin case

Wichtig: Nach dem automatischen Einfädeln bleibt hinten oft eine Schlaufe. Diese musst du nach hinten vollständig durchziehen, damit ein einzelnes Fadenende entsteht. Startest du mit Schlaufe, kann der erste Stich blockieren.

Schritt 6: Spule einsetzen – die „P-Form“-Regel

Ziel: Unterfadenlauf korrekt, gleichmäßiger Widerstand.

  1. Transparente Abdeckung abnehmen.
  2. Spule so halten, dass der Faden links herunterhängt und ein „P“ bildet. Sieht es aus wie ein „Q“: umdrehen.
  3. Spule einlegen.
  4. Faden in die vordere Kerbe (1) und um den linken Federweg (2) führen.
  5. Abschneiden: Mit dem integrierten Cutter rechts am Maschinenbett.
Pressing the specific icon (arrow opening a book) on the screen to release the needle plate.
Releasing needle plate
The metal needle plate physically popping upwards as the magnets disengage.
Removing needle plate

Schritt 7: Stichplatte wechseln – magnetische Entriegelung

Ziel: Sicher von Standardbetrieb auf Stick-/Geradstichplatte wechseln.

Die CM17 erkennt die Stichplatte über Sensorik. Im Video wird gezeigt: Die Entriegelung erfolgt über den Bildschirm, danach „springt“ die Platte durch die Magnetfreigabe hoch.

  1. Am Bildschirm verriegeln und dann das Symbol zur Stichplattenfreigabe drücken (Icon wie ein aufklappendes Buch).
  2. Aktion: Die Platte löst sich mit einem hörbaren „Klack“ und hebt sich.
  3. Platte entnehmen.
  4. Neue (Stick-/Geradstich-)Platte von rechts nach links einschieben.
  5. Sensorik: Die Magnete ziehen die Platte spürbar an und sie liegt plan an.
Holding up the standard needle plate, showing the wide opening for zigzag stitches.
Comparing plates
Sliding the needle plate back into position from the right side.
Reinstalling needle plate
Sharon holding a spool of bobbin fill thread to explain the difference for embroidery.
Explaining embroidery supplies

Warnhinweis (Magnet-Sicherheit): Im Video wird ausdrücklich auf den starken Magneten hingewiesen.
1. Quetschgefahr: Finger nicht zwischen Kante und Auflagefläche.
2. Medizinische Geräte: Bei Implantaten/medizinischen Geräten die ärztlich empfohlene Distanz beachten.
3. Elektronik/Karten: Keine Karten/Telefone direkt auf dem Bereich ablegen.

Praxis-Hinweis: Wenn du die Geschwindigkeit der magnetischen Stichplatte schätzt, lohnt sich ein Blick auf Magnetrahmen für Stickmaschine. Das Prinzip ist ähnlich: Stoff wird ohne Schrauben und ohne „Zerren“ fixiert – das spart Zeit und schont Material.

Stickmodus: Faden- und Vlies-Logik

Ziel: Weniger Falten, stabilere Stickerei.

Beim Umstieg auf Stickbetrieb ändert sich vor allem die Verbrauchsmaterial-Logik:

  1. Unterfaden: Im Video wird erwähnt, dass man für Stickerei Bobbin Fill nutzt – feiner, leichter, mehr Laufmeter pro Spule (nicht für belastete Nähte gedacht).
  2. Oberfaden: Typisch ist Stickgarn (glänzender, „siliky“ Look).
  3. Stickvlies: Fundament der Stabilität.

Entscheidungslogik: Material -> Vliesstrategie

  • Dehnbar? (Shirts, Polos, Jersey)
    • Stickvlies: Cut-Away.
  • Stabil? (Denim, Canvas, Twill)
    • Stickvlies: Tear-Away oft ausreichend.
  • Flauschig? (Frottee, Fleece)
    • Stickvlies: Tear-Away unten + wasserlöslicher Topper oben.

Praxis-Pain-Point: Viele merken bei empfindlichen Materialien schnell Rahmenspuren/Rahmenabdrücke. Wer nach Einspannen für Stickmaschine sucht, landet häufig bei Magnetrahmen, weil sie gleichmäßig klemmen, ohne den Stoff „zu zerquetschen“.

Troubleshooting: Symptome -> Ursache -> Sofortmaßnahme

Ziel: Schnelle Diagnose statt Rätselraten.

Symptom Wahrscheinliche Ursache Quick Fix
Deckel geht nicht auf Es wird gezogen statt entriegelt. Stoppen. „OPEN“ drücken und den Deckel selbst heben lassen.
Unterseite knäuelt („Bird Nesting“) Oberfaden sitzt nicht korrekt im Fadenhebel/Spannung. Neu einfädeln und den kräftigen Zug am Fadenhebel wiederholen.
Spule ist „schwammig“ Führung #2 nicht korrekt eingeklickt. Neu aufspulen – Klick an Führung #2 sicherstellen.
Nadel fädelt aus / Start klemmt Schlaufe nach Auto-Einfädeln nicht durchgezogen. Schlaufe hinten komplett durchziehen.
„Check Needle Plate“ Falsche Platte für den gewählten Stichmodus. Standardplatte für Zickzack; Einloch-/Stickplatte für Stickbetrieb.

Der „Profi“-Upgrade-Pfad (wenn du schneller werden willst)

Ziel: Engpässe erkennen, bevor sie dich ausbremsen.

Die CM17 ist leistungsstark – aber sobald du von „ab und zu“ zu „regelmäßig/kleine Aufträge“ gehst, tauchen typische Engpässe auf.

1) Engpass: „Meine Hände sind schneller müde als die Maschine.“

  • Trigger: Einspannen kostet Zeit/Kraft, besonders bei dickeren Teilen.
  • Ansatz: janome Magnet-Klemmrahmen setzen auf Magnetkraft statt Schraubdruck – weniger Handstress, oft weniger Rahmenspuren.

2) Engpass: „Ich muss viele Teile in kurzer Zeit sticken.“

  • Trigger: Häufige Stopps durch Farbwechsel.
  • Ansatz: Wer nach Einspannstation für Stickmaschinen sucht, optimiert meist den Workflow insgesamt – und schaut perspektivisch auch auf Mehrnadelstickmaschine, weil mehrere Farben parallel bereitstehen.

Hinweis zur Kompatibilität: Modellkupplungen sind nicht automatisch identisch. Begriffe wie janome 500e Stickrahmen oder janome 300e Stickrahmen bedeuten nicht, dass sie zur CM17 passen – immer Modellnummer und Aufnahme prüfen.

Finaler Go/No-Go-Check (10 Sekunden)

Ziel: Letzte Sicherheits- und Qualitätskontrolle vor Start.

Operations-Checkliste:

  1. [ ] Führung #2: Faden sitzt sauber eingeklickt.
  2. [ ] Fadenhebel: Faden ist tief im Auge (Zug bestätigt).
  3. [ ] Fadenenden: Nadel-Fadenende durchgezogen; Spulenfaden kurz abgeschnitten.
  4. [ ] „P“-Form: Spule läuft in korrekter Richtung.
  5. [ ] Stichplatte: Richtige Platte eingesetzt und Maschine am Bildschirm wieder entsperrt.
  6. [ ] Freigängigkeit: Rahmen/Projekt kann frei laufen (keine Kollision mit Tischkante/Becher).

Du bist bereit. Die CM17 ist stark – aber du bist die Pilotin/der Pilot: auf Klicks hören, Sperren respektieren, sauber einfädeln.

FAQ

  • Q: Wie öffne ich den oberen Deckel der Janome Continental M17 und klappe die Spulenstifte aus, ohne den Deckel zu erzwingen?
    A: Nutze die elektronische OPEN-Taste und lass den Deckel selbst hochfahren – nicht hebeln oder ziehen.
    • Drücke die OPEN-Taste rechts am Maschinenkopf einmal.
    • Warte auf das leise Surren/„Pop“ und lass den Deckel selbst anheben.
    • Schiebe den internen grauen Hebel nach rechts, damit Spulenstifte und Teleskopführung ausfahren.
    • Stoppe sofort, wenn du starken Widerstand spürst, und beginne wieder bei der OPEN-Taste.
    • Erfolgscheck: Spulenstifte stehen sauber bei 90° und die Teleskopführung fährt ohne Handhilfe hoch.
    • Wenn es weiterhin nicht klappt: Maschine aus-/einschalten und erneut versuchen; nicht mit Kraft arbeiten, da ggf. noch eine elektronische Sperre aktiv ist.
  • Q: Welche „Pre-Flight“-Punkte sollte ich vor dem Einfädeln oder Aufspulen an der Janome Continental M17 prüfen?
    A: Prüfe Spulenstift, Schneidwerkzeug, Nadelzustand und passende Fäden, bevor der Faden in die Maschine läuft.
    • Fürs Aufspulen den rechten Spulenstift nutzen, fürs Oberfaden-Einfädeln den mittleren.
    • Schere/Clipper griffbereit legen, damit das Spulen-Fadenende sicher gekürzt werden kann.
    • Eine fragliche Nadel ersetzen (eine beschädigte Nadel kann Auto-Einfädeln und Stichqualität beeinträchtigen).
    • Faden passend zum Zweck wählen: Bobbin Fill in der Spule, oben Stickgarn.
    • Erfolgscheck: Keine Unterbrechung mitten im Prozess und kein plötzliches Haken/Schreddern beim Einfädeln.
    • Wenn es weiterhin nicht klappt: Prüfe, ob der Faden wirklich am richtigen Spulenstift geführt ist und die Nadel gerade/neu ist.
  • Q: Warum wird die Spule an der Janome Continental M17 „schwammig“ aufgewickelt, und wie korrigiere ich die Aufspulspannung?
    A: Spule neu aufspulen und sicherstellen, dass der Faden in Führung #2 hörbar einrastet, damit die Vorspannung greift.
    • Fadenweg fürs Aufspulen legen und den Faden kräftig in Führung #2 ziehen/drücken, bis ein deutliches „KLICK“ zu hören ist.
    • Den weißen Anschlag gegen die Spule drücken und mit dem Spulensymbol-Knopf starten (nicht mit dem Pedal).
    • Nach 3–5 Sekunden kurz stoppen, Fadenende bündig abschneiden, dann weiter aufspulen.
    • Erfolgscheck: Die Wicklung fühlt sich unter dem Fingernagel „trommelfest“ an (nicht nachgiebig).
    • Wenn es weiterhin nicht klappt: Fadenweg erneut komplett neu legen und den Fokus auf den Klick an Führung #2 legen.
  • Q: Wie verhindere ich „Bird Nesting“ (Fadenknäuel unten) an der Janome Continental M17 durch falsches Oberfaden-Einfädeln?
    A: Oberfaden komplett neu einfädeln und den Faden mit einem kräftigen „Flossing“-Zug korrekt in den Fadenhebel setzen.
    • Vor dem Einfädeln des Fadenhebels am Bildschirm LOCK aktivieren (Sicherheitszustand; im Tutorial wird das Verriegeln beim Einfädeln betont).
    • „Flossing“-Bewegung: Widerstand an der Garnrolle halten und den Faden kräftig ins Fadenhebelauge ziehen, bis er spürbar sitzt.
    • Sichtprüfung: Faden muss vollständig im Auge liegen, nicht nur am Rand.
    • Erfolgscheck: Die ersten Stiche bilden sich sauber, ohne dass unten sofort ein Knoten entsteht.
    • Wenn es weiterhin nicht klappt: Oberfaden von der Rolle an komplett neu einfädeln und zusätzlich prüfen, ob Führung #2 korrekt eingeklickt ist.
  • Q: Warum bleibt nach dem automatischen Nadeleinfädler der Janome Continental M17 eine Schlaufe hinter der Nadel, und was muss ich vor dem Start tun?
    A: Nach dem Auto-Einfädeln die Schlaufe hinten vollständig durchziehen, damit nur ein einzelnes Fadenende bleibt.
    • Auto-Einfädeln auslösen und beobachten, wie die Schlaufe durchs Öhr gezogen wird.
    • Hinter der Nadel die Schlaufe greifen und gerade nach hinten komplett durchziehen.
    • Das Fadenende beim Start kurz festhalten, um einen Start-Jam zu vermeiden.
    • Erfolgscheck: Es ist nur ein Fadenende sichtbar (keine Schlaufe) und die Maschine startet ohne sofortige Blockade.
    • Wenn es weiterhin nicht klappt: Auto-Einfädeln wiederholen und vorher prüfen, ob der Faden korrekt an der Führung an der Nadelstange liegt.
  • Q: Wie setze ich die Spule in der Janome Continental M17 korrekt ein (P-Form-Regel), um Spannungsprobleme zu vermeiden?
    A: Spule so einlegen, dass der Faden links herunterläuft wie ein „P“, dann durch Kerbe und Federweg führen.
    • Spule so halten, dass der Faden links herunterhängt und ein „P“ bildet; bei „Q“ die Spule umdrehen.
    • Spule einlegen, Faden in die vordere Kerbe (1) und um den linken Federweg (2) führen.
    • Mit dem integrierten Cutter rechts am Maschinenbett abschneiden.
    • Erfolgscheck: Der Unterfaden lässt sich gleichmäßig mit konstantem Widerstand herausziehen (ohne ruckartiges Haken).
    • Wenn es weiterhin nicht klappt: Spule herausnehmen und erneut einsetzen – zuerst die „P“-Ausrichtung prüfen, dann erst einfädeln.
  • Q: Wie wechsle ich die Stichplatte der Janome Continental M17 sicher über die magnetische Entriegelung, und welche Sicherheitsaspekte sind wichtig?
    A: Die Stichplatte am Bildschirm entriegeln, die Platte hochspringen lassen und die neue Platte von rechts nach links einschieben – Finger von den Kanten fernhalten.
    • Am Bildschirm die Stichplattenfreigabe über das „aufklappendes Buch“-Symbol auslösen, damit die Platte mit „Klack“ hochkommt.
    • Platte entnehmen und die passende Platte von rechts nach links einschieben; die Magnete ziehen sie in Position.
    • Finger nicht zwischen Platte und Auflagefläche halten (Quetschgefahr).
    • Erfolgscheck: Platte liegt plan an und die Maschine erkennt sie ohne „Check Needle Plate“-Meldung.
    • Wenn es weiterhin nicht klappt: Platte erneut vollständig einsetzen und prüfen, ob die richtige Platte zum gewünschten Modus passt (Standard vs. Geradstich/Stickplatte).