Table of Contents
- Einführung: Besticken kniffliger Kleidungsstücke
- Wichtige Vorbereitungen vor dem ersten Stich
- Schritt-für-Schritt: Eine Jacke mit Tasche besticken
- Button-up-Hemden meistern
- Profi-Tipps für die Ricoma
- Kurzcheck: Vor dem Start
- Achtung: Sicherheit und saubere Ergebnisse
- Aus den Kommentaren: Häufige Fragen geklärt
- Fazit: Sauber platziert, funktional geblieben
Video ansehen: „How to Embroider Jackets with Pockets & Button-Up Shirts“ von MikeyDesignsSilkScreen
Taschen, Knopfleisten, Reißverschlüsse – genau dort, wo sich Stoff gerne sperrig zeigt und Rahmen verrutschen. In diesem Guide begleiten wir dich Schritt für Schritt durch das Besticken von Jacken mit Taschen und Button-up-Hemden – sauber platziert, funktional geblieben.
Was du lernst:
- Wie du Hoops und Stabilisator so setzt, dass Taschen weiterhin nutzbar bleiben.
- Wie du per Trace-Funktion die Platzierung prüfst und bei Bedarf korrigierst.
- Welche Einstellungen (Rahmenwahl, Fadentöne, Geschwindigkeit) im Beispiel genutzt werden.
- Wie du professionell ausputzt: Fäden entfernen, Stabilisator schneiden.
Einführung: Besticken kniffliger Kleidungsstücke Jacken und Hemden mit Taschen sind dank Nähte, Kanten und mehrlagigen Partien anspruchsvoll. Der Presenter führt durch den kompletten Ablauf – von der Vorbereitung an der Ricoma bis zum sauberen Finish, inklusive eines Praxishinweises: Niemals über eine Tasche sticken, sonst ist sie unbrauchbar.

Warum Taschen und Knöpfe eine Herausforderung sind Taschenklappen, Knopfleisten und Reißverschlüsse erzeugen Unebenheiten und „No-Go-Zonen“ für Rahmensitz und Stickbahn. Entscheidend ist, den zu bestickenden Bereich oberhalb der Tasche zu wählen und den Stoff so zu spannen, dass er nicht wandert. Wer häufig an solchen Stellen arbeitet, schaut sich ergänzend Optionen wie magnetisch Stickrahmen an – nicht im Video gezeigt, aber oft hilfreich, um Material nicht zu quetschen.

Was dich in diesem Leitfaden erwartet Wir starten mit einem Sew-out zur Motivkontrolle, rahmen eine Jacke über der Tasche ein, richten auf der Maschine aus, sticken mit zwei Farben und putzen professionell aus. Danach folgt das identische Vorgehen für ein Button-up-Hemd, inklusive Ausrichtung parallel zu bestehenden Nähten.

Wichtige Vorbereitungen vor dem ersten Stich Maschinensetup & Rahmenwahl Vor dem ersten Stich wird geprüft: Rahmenhalterungen montiert, C-Rahmen gewählt, Maschine geölt, Fadenspannung im grünen Bereich. Der Presenter empfiehlt einen Sew-out auf Testmaterial, um die Digitalisierung zu verifizieren und ggf. dem Kunden freizugeben. So vermeidest du Überraschungen am Original.

Profi-Tipp Mach den Sew-out mit denselben Fäden und möglichst ähnlichem Stoffaufbau. So erkennst du, ob die gewählte Stickdichte sauber läuft oder ob du Anpassungen brauchst.
Die Bedeutung des Sew-out Der Sew-out bestätigt, dass Digitalisierung und Maschine harmonieren. Passt der Look, können Farben final festgelegt werden; im Beispiel sind Weiß (Nadel 1) und Orange (Nadel 14) im Einsatz. Falls du regelmäßig wechselnde Garment-Zonen bestickst, kann ein Zubehör wie ricoma 8 in 1 device deine Platzierungsoptionen erweitern – ein Community-Hinweis aus den Kommentaren.
Schritt-für-Schritt: Eine Jacke mit Tasche besticken Hooping-Techniken für Jacken Die Jacke wird leicht geöffnet, damit Stabilisator und Innenring des Rahmens in Position gebracht werden können. Platziert wird oberhalb der Tasche, damit die Funktion erhalten bleibt. Mit den Markierungen (12/3/6/9 Uhr) wird die Ausrichtung gecheckt, dann der Rahmen „gesetzt“, bis der Stoff trommelfest sitzt. Der Presenter achtet darauf, die Spannschraube so auszurichten, dass sie während des Arbeitens gut erreichbar bleibt.
Achtung Niemals über eine Tasche sticken – sonst vernähst du Vorder- und Taschenlage. Achte darauf, dass der Stabilisator wirklich unter dem Stickbereich liegt und nichts eingeklemmt ist.

Maschinenbedienung und Platzierung Der gerahmte Stoff wird mit dem Tab nach vorn auf den Maschinenarm geschoben, sodass der Rahmen sicher einrastet. Die Jacke und der Stabilisator liegen frei über Arm und Grundplatte, nichts darf unter der Spulenkapsel eingeklemmt sein. Auf der Maschine wird der C-Rahmen gewählt, die Farben (Weiß auf 1, Orange auf 14) kontrolliert und die Geschwindigkeit auf 800 U/min gesetzt. Anschließend folgt der Trace: Die Maschine fährt die Stickkontur vorab ab – ein entscheidender Check, ob die Platzierung exakt passt.

Profi-Tipp Wenn die Trace nicht perfekt sitzt, nutze die Pfeiltasten zur Feinjustierung, bis die Kontur exakt dort liegt, wo dein Motiv erscheinen soll. Wer häufig fein positioniert, greift gern zu stark haftenden Lösungen; im Ricoma-Umfeld liest man oft von mighty hoops for ricoma als Ergänzung – im Video selbst kommen Standardrahmen zum Einsatz.

Sticken der Jacke Ist die Platzierung bestätigt, startet die Sticksequenz. Der Presenter überwacht Fadenspannung und Stichbild und lässt die Maschine die Farbwechsel wie vorgesehen ausführen. Erst werden weiße Initialen gestickt, danach erfolgt der Wechsel auf Orange für die Zeile darunter. Das Ergebnis wirkt scharfkantig und sauber platziert.

Kurzcheck
- Rahmen sitzt sicher, Stoff ist glatt.
- Trace verläuft im Zielbereich, keine Kollisionen.
- Fadenspannung stabil, Stichbild sauber.
- Farben stimmen mit dem Design überein.

Ausputzen: Professionelles Finish an der Jacke Nach dem Stopp wird die Jacke abgenommen und aus dem Rahmen gelöst. Überstehende Fäden werden entfernt. Der Presenter nutzt ein Feuerzeug, um einzelne Fadenenden vorsichtig abzusingen – mit Bedacht, um das Textil nicht zu beschädigen. Anschließend schneidet er den Stabilisator von innen, dabei zeigt er die sichere Technik: den Stabilisator vom Stoff wegführen, damit die Schere nicht in die Jacke schneidet.

Achtung Mit offener Flamme ist Sorgfalt Pflicht. Nähe der Stickerei und Faserzusammensetzung beachten. Wenn du unsicher bist, bleib beim reinen Schneiden und Zupfen loser Fäden. Ein diskreter Hinweis: Einige Anwender bevorzugen Rahmenlösungen mit hoher Haltekraft, z. B. ricoma mighty hoops, um weniger Nacharbeit zu haben – das ist optional und wurde im Video nicht gezeigt.

Button-up-Hemden meistern Richtiges Hooping fürs Hemd Das Hemd wird oben teilweise aufgeknöpft, damit Rahmen und Stabilisator hineinpassen. Wie bei der Jacke gilt: Der Stickbereich liegt oberhalb der Tasche. Achte darauf, schräge Nähte nicht mit der Taschennaht zu verwechseln. Die Markierungen am Rahmen helfen erneut beim Zentrieren, danach wird der Rahmen gesetzt und die Spannung bei Bedarf nachjustiert.

Ausrichten ohne Kollisionen Beim Tracen kontrolliert der Presenter die Parallelität zur vorhandenen Nahtlinie und achtet darauf, bestehende Stickereien am Hemd nicht zu übersticken. Das ist vor allem in Brusthöhe wichtig, wo Markenlogos oder Ziernähte sitzen können. Sollte etwas im Weg sein (z. B. Knopf/Logo), gilt: Platzierung zart verschieben oder die Größe des Motivs prüfen.

Profi-Tipp Sind Knöpfe oder Reißverschlussköpfe im Spiel, hilft oft ein kleinerer Rahmen oder – falls das Motiv zu groß ist – ein kurzes Gespräch mit dem Kunden über Alternativen. Manche setzen in solchen Fällen ergänzend auf Spezialrahmen; in Nutzerforen liest man etwa von 8 in 1 Stickrahmen für heikle Zonen, was die Flexibilität erhöht.
Finale Schritte am Hemd Wie bei der Jacke wird nach dem Sticken ausgerahmt, Fäden sauber entfernt und der Stabilisator vorsichtig abgeschnitten. Arbeite langsam und führe die Schnittkante vom Stoff weg – das verhindert versehentliche Einschnitte.
Profi-Tipps für die Ricoma
- Trace konsequent nutzen: Vor allem bei linken Brustmotiven ist der Vorlauf unabdingbar, um Nähte und Taschenkanten zu respektieren.
- Wartung im Blick: Geölte, sauber eingestellte Maschinen liefern das verlässlichere Stichbild. Der Presenter erwähnt, dass die Maschine geölt wurde und die Spannung passt – der beste Start in jedes Projekt.
- Farb- und Geschwindigkeitswahl: 800 U/min ist im Beispiel ein sicherer Wert, wenn Qualität vor Tempo geht.
- Ergänzendes Zubehör: Aus der Community kam der Hinweis auf ein 8-in-1-Zubehör für spezielle Partien. Zudem schwören einige auf Systeme wie mighty hoop oder mighty hoops (nicht im Video verwendet), wenn es um schnelles, reproduzierbares Einspannen geht.
Kurzcheck: Vor dem Start
- Sew-out erfolgreich? Digitizing okay? Kunde einverstanden?
- Richtigen Rahmen gewählt und korrekt auf der Maschine eingestellt?
- Stoff trommelfest im Rahmen, Stabilisator sauber platziert?
- Trace gefahren, Kollisionsgefahr ausgeschlossen?
Achtung: Sicherheit und saubere Ergebnisse
- Taschen nicht zunähen: Platzierung stets darüber wählen.
- Beim Abflämmen von Fäden äußerste Vorsicht. Alternative: Fäden abschneiden, Stabilisator kantenrein trimmen.
- Schere weg vom Stoff führen, um Einschnitte zu vermeiden.
Aus den Kommentaren: Häufige Fragen geklärt
- Texthöhe? Der Presenter antwortet: „Das hängt von dir und deinem Kunden ab.“ Praxis: Anprobieren/Sehprobe und ggf. Mock-up abstimmen.
- Nadeln für die Jacke? „Die gleichen wie beim Maschinenlieferumfang.“ Heißt: Es wurde nichts Spezielles genannt.
- Knöpfe/Reißverschluss im Weg? Empfehlung: Kleineren Rahmen nutzen oder mit dem Kunden Limitierungen besprechen.
- Nadelwechsel-Tutorial? Eine Serie ist angekündigt (Wechsel von Nadeln, Spulen, u. a.).
- Heimmachine für Namen? Ja, grundsätzlich möglich; es gibt laut Presenter auch Ricoma-Modelle für Einsteiger.
- Fäden abflämmen? Eine Nutzerfrage blieb ohne direkte Erklärung. Der Presenter zeigt das Abflämmen – wenn du unsicher bist, nutze nur Schere/Entferner. Als alternative Einspannhilfe nennen viele Anwender magnetisch Stickrahmen for embroidery für rutschige Partien (nicht im Video demonstriert).
Fazit: Sauber platziert, funktional geblieben Mit Sew-out, klarer Platzierung oberhalb der Tasche, Trace-Kontrolle und ruhiger Geschwindigkeit lassen sich Jacken und Hemden mit Taschen sicher besticken. Das Ergebnis: zentrierte Motive, parallele Ausrichtung zu Nähten und weiterhin nutzbare Taschen. Falls besondere Kollisionen drohen, prüfe kleinere Motive oder abweichende Positionen – und setze bei Bedarf auf bewährte Hilfen wie mighty hoops for ricoma für eine reproduzierbare Einspannung. Für ähnliche Projekte und wiederholbare Qualität lohnt es sich, dein eigenes Set-up zu standardisieren – vom Rahmen über Stabilisator bis zur Endkontrolle.
