Table of Contents
- Primer: Was wir machen und wann es sinnvoll ist
- Vorbereitung (Prep): Werkzeuge, Material, Checks
- Setup: Rahmen, Maschine und warum diese Einstellungen zählen
- Ablauf: Vom Einspannen bis zum Start
- Qualitätskontrolle: Saubere Stickstruktur, saubere Kanten
- Ergebnis & Weiterverwendung: Vom Sashiko-Stoff zum LeMoyne-Star
- Troubleshooting & Fehlerbehebung
- Aus den Kommentaren
1 Primer: Was wir machen und wann es sinnvoll ist
Der Plan: Aus einfachem Stoff wird im Stickrahmen ein eigenständiger Sashiko-Strukturstoff. Daraus schneidest du vier Diamanten für die blauen Raute-Segmente im LeMoyne-Star und nähst sie mit den restlichen Segmenten zusammen. Das Ergebnis wirkt wie ein aufwendiges Quilten – nur dass die Struktur einheitlich und sauber per Maschinenstickerei entsteht.

Warum diese Technik? Sie macht einen vorhandenen Blockentwurf „persönlich“, ohne den Nähablauf des Blocks grundsätzlich zu ändern. Insbesondere bei klaren Flächen – wie den Diamanten im LeMoyne-Star – bringt eine regelmäßige Sashiko-Textur einen ruhigen, hochwertigen Look.

Geeignet ist die Methode, wenn du Zugriff auf eine Stickmaschine mit großem Rahmen hast und die Textur bewusst als Gestaltungselement einsetzen möchtest. Nicht geeignet ist sie, wenn du die drei Lagen (Top, Vlies, Rückseite) gleichzeitig quilten willst – in dieser Anleitung wird nur eine Stofflage bestickt; das finale Quilten des Quilts bleibt ein separater Arbeitsschritt.
1.1 Ergebnis im Blick
Am Ende hast du ein Sashiko-besticktes Stoffstück, aus dem du vier identische Diamanten zuschneidest. Danach nähst du sie rechts auf rechts mit den übrigen Block-Teilen zusammen – so, wie du bereits einen klassischen LeMoyne-Star genäht hast. In der Vorführung entsteht ein deutlich strukturierter, aber nicht schwerer Look, der besonders mit einem Magnetrahmen für janome 550e stabil und korrekt einspannbar bleibt.
1.2 Wann es sich lohnt
- Wenn deine Stoffwahl eher schlicht ist und ein grafisches Upgrade verträgt.
- Wenn du Wiederholgenauigkeit in der Textur willst (Maschinenstickerei liefert identische Stichlängen und Muster).
- Wenn du große Flächen in einem Zug besticken möchtest (RE36b: 7,9 × 14,2 Zoll).
2 Vorbereitung (Prep): Werkzeuge, Material, Checks
Für den Ablauf brauchst du:
- Stickmaschine (Janome Memory Craft 550E)
- RE36b-Rahmen (7,9 × 14,2 Zoll)
- Stoff (wie im Vergleichsblock verwendet)
- aufbügelbare Einlage/Stabilisator (im Video aufgebügelt, Typ nicht spezifiziert)
- ggf. Stylus für den Touchscreen
- Nähmaschine zum Zusammennähen der Blockteile
Wesentliche Vorleistung: Der Stabilisator wird vor dem Einspannen aufgebügelt. Das verhindert, dass die Sashiko-Stiche den Grundstoff verziehen. Der genaue Einlagentyp wird in der Quelle nicht genannt; wichtig ist, dass er sauber haftet und den Stoff spürbar stabiler macht.

Profi-Tipp: Wer gerne reproduzierbare Positionen einhält, nutzt beim Auflegen des Stoffes eine Markierungslinie am Rahmen oder eine Einspannhilfe. Eine hoop master Einspannstation kann helfen, Stofflagen gleichmäßig und wiederholbar zu platzieren, besonders bei Serien.
Kurzcheck
- Stabilisator: aufgebügelt, blasenfrei
- Stoff: glatt, fusselfrei
- Rahmen und Klemmen: sauber, funktionsfähig
3 Setup: Rahmen, Maschine und warum diese Einstellungen zählen
Der RE36b-Rahmen des 550E besitzt eine Zwischenrastung der Klemmen. Du legst den stabilisierten Stoff über den Außenrahmen, führst den Innenrahmen von oben ein und lässt die Klemmen zunächst in der mittleren Position einrasten. So kannst du die Stoffspannung korrigieren, ohne dass die Lage verrutscht. Vermeide Dehnung – der Stoff soll straff (taut), aber nicht gestreckt sein.

Sobald die Fläche faltenfrei ist, verriegelst du die Klemmen vollständig. Zusätzlich gibt es Drehregler nahe der Klemmen, mit denen du die Schließkraft feinjustierst – wichtig, wenn leichte Stoffe sonst nachgeben würden.



Warum das wichtig ist: Gleichmäßige Spannung verhindert, dass die Sashiko-Stiche den Stoff zusammenziehen. Das sichert ein ebenes, plausibles Stichbild, erleichtert später das exakte Zuschneiden der Diamanten und reduziert Verzug beim Zusammennähen.
Achtung Dehnen statt Straffen führt zu schiefen Mustern und schrumpfendem Stoff nach dem Sticken. Halte die Oberfläche glatt, aber ohne Zug.
Entscheidung: Wenn dein Stoff besonders rutschig ist, lohnt ein Testeinspannen auf einem Reststück. Wer regelmäßig mit sehr glatten Materialien arbeitet, profitiert häufig von einem Magnetrahmen für Stickmaschine, weil die Magnethalterung die Presskraft gleichmäßig verteilt.
Checkliste Setup
- Stoff liegt mittig; Musterbereich ist vollständig im Rahmen
- Klemmen in Endposition verriegelt
- Spannung per Drehregler fein abgestimmt
4 Ablauf: Vom Einspannen bis zum Start
Wähle auf dem 550E zunächst die Rahmengröße RE36b (7,9 × 14,2 Zoll). Dies stellt sicher, dass das Design innerhalb des verfügbaren Stickfeldes platziert wird.

Danach öffnen sich die Designs: Über Home-Icon und die Blumen-Kachel gelangst du zu den großformatigen Mustern. Für die gezeigte Struktur nutze das Sashiko-Design mit der Stichnummer 11. Es ist in der Maschine hinterlegt und eignet sich durch die gleichmäßige Flächenstruktur ideal, um später geometrische Teile – hier: Diamanten – daraus zu schneiden.

Sobald das Design gewählt ist, setzt du den eingerahmten Stoff in den Stickarm, senkst den Nähfuß und drückst Start. Die Maschine beginnt sofort mit dem Sticken; zusätzliche Anpassungen der Stichparameter werden in der Quelle nicht erwähnt.


Erwartetes Zwischenresultat: Ein regelmäßiges Sashiko-Raster breitflächig über deinem Stoff. Die 550E arbeitet den Rapport in einem Zug ab; die große Rahmenfläche vermeidet Umspannen im Muster.

Profi-Tipp Wenn du häufig flächige Strukturstoffe produzierst, lohnt es, die Maschine und deinen Arbeitsplatz so zu organisieren, dass Einspannen und Ablage ohne Verzug funktionieren. Wer oft verschiedene Stoffarten verwendet, findet für heikle Materialien mit einem Magnetrahmen oft schneller reproduzierbare Bedingungen als mit Schraubrahmen.
Checkliste Ablauf
- RE36b korrekt am Display gewählt
- Sashiko-Design Nr. 11 aktiv
- Rahmen sicher im Stickarm verriegelt, Nähfuß unten
- Maschine startet ohne Fehlermeldung
5 Qualitätskontrolle: Saubere Stickstruktur, saubere Kanten
So erkennst du ein gutes Resultat:
- Oberfläche: glatt und gleichmäßig, keine „Wellen“ neben dichten Stellen
- Stichbild: gleich lange Stiche, keine ausgelassenen Bereiche
- Kantenbereich: keine Verzüge am Rand des Stickfelds
Frühe Warnzeichen:
- Stoff hat sichtbare Schiebefalten im Muster → Spannung prüfen, ggf. neu einspannen
- Stiche wirken locker → Oberfadenspannung oder Stabilisierung unzureichend (Typ wurde im Video nicht spezifiziert, aber der Stabilisator muss zuverlässig haften)
Kurzcheck
- Stoff bleibt plan auf dem Tisch liegen, rollt nicht
- Muster deckt den geplanten Zuschnittbereich vollständig ab
Wenn du wiederholt leichte Verzerrungen siehst, teste ein alternatives Einspann-Setup. Einige Nutzer bevorzugen bei heiklen Stoffen die Kombination aus Einspannen für Stickmaschine mit Klebehilfe; andere erzielen mit einem janome Magnetrahmen eine gleichmäßigere Pressung. Beachte: Der konkrete Rahmen im Video ist der RE36b Klemmenrahmen – zusätzliche Zubehörrahmen werden dort nicht demonstriert.
6 Ergebnis & Weiterverwendung: Vom Sashiko-Stoff zum LeMoyne-Star
Nach dem Sticken nimmst du den Rahmen ab und löst den Stoff heraus. Lege das Stück plan auf den Tisch – die Struktur ist nun über die Fläche verteilt und bereit für den Zuschnitt.

Zuschneiden: Aus der bestickten Fläche schneidest du vier identische Diamanten. Die Quelle zeigt keine Maße oder Schablonen; orientiere dich an deinem Blockentwurf und arbeite mit einem präzisen Lineal. Achte darauf, dass das Sashiko-Muster gleichmäßig über alle vier Teile verläuft, damit der Block harmonisch wirkt.
Zusammennähen: Lege die bestickten Diamanten rechts auf rechts an die restlichen Teile des LeMoyne-Star und nähe wie bei deiner ersten, unbestickten Version. Die Quelle verweist auf dein vorhandenes Wissen im Blockaufbau; detaillierte Maßangaben sind nicht enthalten.

Achtung Ungenaue Schnitte verderben die Symmetrie des Sterns. Nimm dir Zeit beim Anlegen des Lineals, besonders entlang der Sashiko-Linien, die als optische Führung dienen können.
Profi-Tipp Wer viele Blöcke mit gleicher Struktur plant, kann Stoffbahnen am Stück besticken und erst dann in Diamanten zerlegen. Mit einer hoopmaster oder einer anderen Einspannhilfe bleibt die Position im Rahmen reproduzierbar, wodurch die Textur über mehrere Zuschnitte konsistent wirkt.
7 Troubleshooting & Fehlerbehebung
Symptom: Wellen im Stoff nach dem Sticken
- Mögliche Ursache: Stoff wurde beim Einspannen gedehnt oder der Stabilisator hält nicht fest genug.
- Lösung: Stoff nur straffen, nicht dehnen; Stabilisator gründlich aufbügeln. Ggf. neu einspannen und die Zwischenrastung der Klemmen nutzen.
Symptom: Design läuft an den Rahmenrand
- Mögliche Ursache: Falscher Rahmen am Display gewählt.
- Lösung: Vor Start prüfen, dass RE36b (7,9 × 14,2 Zoll) aktiv ist; bei Unsicherheit Auswahl neu bestätigen.
Symptom: Maschine startet nicht oder sticht in der Luft
- Mögliche Ursache: Nähfuß nicht gesenkt.
- Lösung: Nähfuß vor Start nach unten. Dieser Schritt ist sicherheitskritisch.
Symptom: Unregelmäßige Stichlänge sichtbar
- Mögliche Ursache: Stoff rutscht im Rahmen, Presskraft der Klemmen zu gering.
- Lösung: Klemmen fest verriegeln, Drehregler stärker anziehen. Bei wiederkehrenden Problemen kann ein Magnetrahmen für Stickmaschinen (Zubehör, maschinenspezifisch) eine gleichmäßigere Haltekraft liefern; im gezeigten Ablauf kommt jedoch der serienmäßige RE36b zum Einsatz.
Kurzcheck nach Korrekturen
- Stoff erneut plan? – Ja → Testfeld sticken, dann Projekt fortsetzen.
- Muster sitzt vollständig im Stickfeld? – Ja → Enddurchlauf starten.
8 Aus den Kommentaren
- Frage: „Kann man die drei Lagen (Top, Vlies, Rückseite) gemeinsam einspannen?“ – In der Quelle nicht beantwortet; der gezeigte Ablauf bezieht sich ausschließlich auf das Besticken einer Stofflage, nicht auf das Quilten eines Sandwiches.
- Frage: „Gibt es größere Quiltmotive?“ – Gezeigt werden integrierte Sashiko-Designs in großem Format; der 550E nutzt den RE36b-Rahmen (7,9 × 14,2 Zoll), wodurch große Muster in einem Durchlauf möglich sind. Weitere Motivkategorien werden nicht ausdrücklich genannt.
Zum Schluss: Die Kraft dieser Methode liegt in der Stoffveredelung vor dem Zuschnitt – so werden aus Standardflächen individuelle Struktur-Highlights. Mit sauberer Stabilisierung, korrekter Rahmenwahl und einem zuverlässigen Einspannvorgang erhältst du einen präzisen, plan liegenden Sashiko-Stoff für deinen nächsten LeMoyne-Star.
