Table of Contents
- Primer: Was dieses Projekt leistet und wann es passt
- Vorbereitung: Dateien, Werkzeuge, Ordnungsstruktur
- Einrichtung in SewWhat-Pro: Größe, Ausrichtung, Farben
- Ablauf: Buchstaben mergen, positionieren und Reihung optimieren
- Qualitätskontrolle: Zwischenergebnisse sicher prüfen
- Ergebnis, Speichern & Übergabe
- Troubleshooting & Fehlerbehebung
- Aus den Kommentaren
1 Primer: Was dieses Projekt leistet und wann es passt
Diese Anleitung zeigt, wie du in SWP eine vorhandene PES-Datei („Vintage Truck Tree“) öffnest, drehst, auf 115 % skalierst, Farben anpasst und personalisierte Buchstaben als Einzeldateien zusammenfügst, bevor du die Stichfolge optimierst und die Dichte erhöhst.
- Geeignet, wenn du eine fertige PES-Datei leicht anpassen willst.
- Besonders hilfreich für Einnadel-Maschinen, um Farbwechsel zu reduzieren.
- Nicht abgedeckt: Neudigitalisieren von Motiven – hier arbeiten wir mit einem vorliegenden Design.
Hinweis zur Erwartung: In der Quelle wird mit einem 5x7-Rahmen gearbeitet; konkrete Maschinendetails werden nicht genannt. Wenn du häufig mit schwer einspannbaren Textilien arbeitest, kann ein stabiler Rahmen das Handling vereinfachen, und zwar unabhängig von der Software – beispielsweise ein Magnetrahmen für Stickmaschine für feste Materialien.

1.1 Was du am Ende in der Hand hast
- Ein angepasstes Design mit deinen Wunschfarben.
- Ein Name, sauber ausgerichtet und zentriert.
- Zusammengelegte gleichfarbige Schritte für weniger Stopps.
- Sattere Satinstiche (Dichtefaktor 1,26) für optisch volle Kanten.
1.2 Wann du es lieber lässt
- Wenn deine Datei bereits exakt in Größe, Farben und Reihenfolge passt.
- Wenn du unterschiedliche Farben für jeden Buchstaben brauchst und keine Schritte kombinieren willst.
**Profi-Tipp:** In der Community wird SWP als leicht erlernbar beschrieben. Wer allerdings noch am Einspannen verzweifelt, profitiert zusätzlich von einer **Einspannhilfe**; beim Positionieren von linken Brustlogos hilft eine stationäre Lösung wie eine hoop master Einspannstation für reproduzierbare Ergebnisse.
2 Vorbereitung: Dateien, Werkzeuge, Ordnungsstruktur
Bevor du startest:
- Computer einschalten, SWP öffnen.
- Benötigte Dateien bereitstellen: die PES-Designdatei „Vintage Truck Tree“ sowie deine „Thread Fonts“ (einzeln vor-digitisierte Buchstaben als PES – im Beispiel A, L, E, X, jeweils 1 inch). In der Quelle heißen sie „thread“/„true fonts“.
- Überschaubare Ordnerstruktur: Lege einen Projektordner an, in dem du Ausgangsdatei, Zwischenschritte und finale Version speicherst.


**Achtung:** In den Kommentaren wird „Heat n Bond Lite“ als „Interfacing“ kategorisiert; einige Filialen begrenzen den Kauf auf 5 Yards. Für dieses Software-Tutorial ist das nicht relevant, aber wenn du Materialien hamstern willst, plane entsprechend.
**Kurzcheck**
- PES-Datei vorhanden und auffindbar?
- Buchstaben-PES verfügbar (Größe 1 inch)?
- SWP startet mit leerer Arbeitsfläche?
Als Grundausstattung am Stickplatz können dich magnetische Rahmen beim Materialhandling entlasten; wenn du z. B. an kleineren Haushaltsmaschinen arbeitest, sind passende Magnetrahmen für brother für dehnbares Material oft praktischer als klassische Schraubrahmen.
3 Einrichtung in SewWhat-Pro: Größe, Ausrichtung, Farben
3.1 Design laden und ausrichten
1) Datei öffnen: File > Open und „SAA-VintageTruckTree-5x7.pes“ laden. Du siehst das Design auf der Leinwand, rechts die Stichliste.



2) Ausrichtung anpassen: Das Motiv wirkt „breiter als hoch“. Drehe es in die Querformat-Ausrichtung, sodass es stimmig in 5x7 passt.

3) Größe anpassen: Tools > Resize Pattern, Breite und Höhe jeweils 115 %. Damit gewinnt das Motiv optisch etwas Volumen.

Erwartetes Ergebnis: Das Design liegt quer im 5x7-Format und ist leicht vergrößert; in der Stichliste sind die ursprünglichen Sequenzen sichtbar.
**Profi-Tipp:** Wenn du Serienproduktionen planst, beschleunigen Hardware-Hilfen das Einspannen noch mehr als Software-Optimierungen – zum Beispiel ein leichter dime Snap Hoop Magnetrahmen, der das Repositionieren auf dem Stoff vereinfacht.
3.2 Farben systematisch ändern
Die Quelle ändert zuerst die Farben, um wichtige Stiche visuell zu unterscheiden:
- Outline-Stiche: Preußischblau
- Tackdown-Stiche: Warmgrau (statt Weiß; besser sichtbar auf dem Maschinendisplay)
- Tanne/Weihnachtsbaum: Leaf Green
- Truck: Rot
- Reifen & Stoßstangen: Schwarz
- Scheinwerfer: Gelb
- Radmitten: Weiß

Klicke die jeweiligen Schritte in der Liste an und weise die Farben zu. Ziel ist ein klarer Bildschirm-Kontrast, nicht die finale Garnmarke.

**Kurzcheck**
- Tackdown-Schritte sind nicht Weiß, sondern gut erkennbar?
- Baum ist Leaf Green, Truck Rot, Reifen/Stoßstangen Schwarz?
Wenn du mit kleineren Einstiegsmaschinen arbeitest, kann das Einspannen filigraner Teile herausfordern; ein kleiner, kräftiger Rahmen wie ein mighty hoop Magnetrahmen 5.5 kann die Stofflage stabilisieren, ohne die Software-Arbeit zu beeinflussen.
4 Ablauf: Buchstaben mergen, positionieren und Reihung optimieren
4.1 Buchstaben als Dateien mergen
In der Quelle werden Buchstaben als eigenständige PES-Dateien nacheinander eingefügt und an einer Rasterlinie ausgerichtet:
1) File > Merge und in den Ordner „true fonts/thread“ wechseln. 2) A, L, E, X (je 1 inch, Kleinbuchstaben bzw. ein Groß-A) einzeln einfügen. 3) An der horizontalen Rasterlinie parken, so bleiben die Unterkanten bündig.

Fehlerkorrektur: Falschen Buchstaben markieren und Delete – neu mergen. Undo (Edit > Undo) hilft bei Ausrutschern.
4.2 Ausrichten, drehen, zentrieren
- Alle Buchstaben markieren.
- Flip-Werkzeug verwenden, damit die Leserichtung zum Truck passt.
- Mit Pfeiltasten zentriert über dem Motiv positionieren; die schwarzen Begrenzungsboxen helfen bei der Mitte.

Erwartetes Ergebnis: „Alex“ steht sauber an einer Linie, ist gedreht und mittig platziert.
**Achtung:** Wer pro Buchstabe unterschiedliche Farben plant (z. B. Regenbogen), sollte das spätere „Join Threads“ für die Buchstaben überspringen – sonst gehen die Farbwechsel verloren.
Ein ergänzender Hardware-Gedanke: Bei dickeren Stofflagen, bei denen das Einspannen zum Nadelbruch führen kann, greifen Anwender gern zu magnetischen Lösungen speziell für bestimmte Marken; für Babylock-Modelle gibt es passende Optionen wie Magnetrahmen für babylock Stickmaschinen, die das Material schonend halten.
4.3 Stichreihenfolge für weniger Farbwechsel ordnen
Ziel: Gleichfarbige Schwarz-Schritte (Reifen/ Stoßstangen) zusammenziehen, damit Einnadel-Maschinen nicht unnötig zwischen Schwarz und Gelb pendeln.
- Edit > Order Threads
- Im Dialog die spätere schwarze Sequenz (z. B. Schritt 11) auf die frühere (z. B. Schritt 9) ziehen, damit beide hintereinander liegen.
- Bestätigen und in der Liste gegenprüfen.

Erwartetes Ergebnis: Beide Schwarz-Passagen sind direkt nacheinander und erzeugen nur einen Wechsel auf Schwarz.
**Profi-Tipp:** Die Software spart dir Stopps, aber die physische Stabilität deines Projekts bestimmt die Stichqualität. Für kleine Brother-Heimmaschinen existieren alternative Rahmenlösungen wie Stickrahmen für brother se600, die je nach Stoffdicke das Einspannen vereinfachen können.
4.4 Gleichfarbige Buchstaben zusammenfassen (Join Threads)
Wenn alle Buchstaben die gleiche Farbe behalten:
- Buchstaben-Schritte (z. B. 12–15) markieren.
- Edit > Join Threads.
- „Join all adjacent threads of same color“ wählen, Start bei 12.
- Bestätigen.

Erwartetes Ergebnis: Aus vier Buchstaben-Schritten wird ein kontinuierlicher Farbblock – weniger Stopps, sauberes Durchlaufen.
**Achtung:** Funktioniert nur sinnvoll, wenn die Buchstaben dieselbe Farbe haben und direkt aneinander angrenzen.
Wer viel mit Taschenklappen oder dicken Lagen arbeitet, profitiert beim Einspannen gelegentlich von einem starken Magnetrahmen, der die Lage fest hält; für Brother-Modelle sind Varianten wie Magnetrahmen 5x7 für brother gängig und decken den hier gezeigten 5x7-Bereich ab.
4.5 Satinstiche fülliger machen: Dichtefaktor 1,26
- Tools > Adjust Density.
- Density Factor auf 1,26 setzen.
- Bestätigen: Satinstiche werden sichtbar voller und verzeihen Schnittkanten leichter.

**Kurzcheck**
- Buchstaben in der richtigen Reihenfolge und bündig?
- Schwarze Teile nacheinander?
- Buchstaben zu einem Schritt verbunden (falls geplant)?
- Dichte sichtbar erhöht, ohne Überfütterung?
Wenn du häufig Ärmel oder enge Bereiche bestickst, kann ein passender Magnet- oder Klemmrahmen die Platzierung vereinfachen; wer mit Markengeräten arbeitet, findet z. B. dedizierte Optionen wie Magnetrahmen für brother in verschiedenen Größen.
5 Qualitätskontrolle: Zwischenergebnisse sicher prüfen
Visuelle Checks in SWP vor dem Export:
- Vorschau: Entspricht das Farb-Mockup deinen Garnfarben? (Anzeige dient der Orientierung, nicht der exakten Garntöne.)
- Stichliste: Gleichfarbige Gruppen sind gebündelt, keine überflüssigen Wechsel.
- Ausrichtung: Name sitzt mittig über dem Truck, Kanten sind auf dem Raster.
Haptik-Überlegung (vor dem echten Sticken):
- Dichte 1,26 ist moderat; zu hohe Werte können je nach Stoff zu Puckern führen. Prüfe bei heiklen Stoffen erst auf Reststücken.
**Profi-Tipp:** Plane einen kurzen Probelauf auf Reststoff. Das kostet Minuten, spart aber Garn, Zeit und Nerven.
6 Ergebnis, Speichern & Übergabe
Speichern: Der genaue Speicherort ist Geschmackssache. Lege dir eine klare Struktur an („Originale“ / „Arbeitsstände“ / „Finale PES“). In der Quelle wird betont, dass jede Person ihr eigenes Ordnungsprinzip hat.
- Projektname sinnvoll benennen (z. B. VintageTruckTree_Alex_115pct_v1.pes).
- Wenn du mehrere Varianten (andere Namen/Farben) vorbereitest, mit Endungen systematisch versionieren.
Community-Hinweis: In einem Kommentar wurde nach dem „Follow“ auf Facebook gefragt; die Rückmeldung war, dass man die Seite „liken“ muss, um zu folgen.
Wenn du Serien mit wechselnden Namen planst, kann eine stabile Rahmenlösung das wiederholte Einspannen beschleunigen; für viele Setups sind Lösungen wie Magnetrahmen für brother oder markenspezifische Alternativen verfügbar.
7 Troubleshooting & Fehlerbehebung
Symptom: Buchstabe falsch platziert oder verzogen
- Mögliche Ursache: Beim Ausrichten versehentlich skaliert/rotiert.
- Lösung: Undo (Edit > Undo) oder den falschen Buchstaben löschen (Delete) und neu mergen; erneut am Raster ausrichten.
Symptom: Zu viele Farbwechsel bei Schwarz
- Mögliche Ursache: Schritte nicht korrekt „reordered“.
- Lösung: Edit > Order Threads, spätere schwarze Sequenz zur früheren ziehen, bis beide direkt nacheinander liegen.
Symptom: „Join Threads“ hat nicht alle Buchstaben zusammengefasst
- Mögliche Ursache: Nicht alle Buchstaben markiert; Zwischenschritt mit anderer Farbe; nicht adjazent.
- Lösung: Sicherstellen, dass die Buchstaben direkt aufeinander folgen und dieselbe Farbe tragen; erneut „Join all adjacent threads of same color“ starten.
Symptom: Satinstiche zu steif oder puckern
- Mögliche Ursache: Dichte zu hoch für den Stoff.
- Lösung: Density Factor moderat reduzieren; auf Reststück testen.
Symptom: Unklar, ob SWP mit der eigenen Maschine harmoniert
- Mögliche Ursache: Maschinenformat/Workflow unklar.
- Lösung: In den Kommentaren wurde empfohlen, im Zweifel beim Händler nachzufragen. Exportiere in ein Format, das deine Maschine liest (im Tutorial wurde mit PES gearbeitet; andere Formate sind in SWP möglich, aber hier nicht gezeigt).
**Profi-Tipp:** Wer oft an Haushaltsmaschinen stickt, kann mit einem markengerechten Magnetrahmen die Stabilität beim Einspannen erhöhen; für Brother-Modelle gibt es u. a. Magnetrahmen für brother, während für andere Marken wiederum eigene Varianten existieren.
8 Aus den Kommentaren
- „Eines meiner meistgenutzten Programme“ – mehrere Stimmen betonen, dass SWP leicht zugänglich ist und beim Einstieg hilft.
- Materialfrage: „Heat n Bond Lite“ wird im Handel als „Interfacing“ geführt; teils auf 5 Yards limitiert.
- Maschinenwahl: Eine Person überlegt noch bezüglich Maschine/Software; die Rückmeldung des Hosts: SWP sei leicht zu lernen, allerdings ohne direkten Vergleich zu anderen Programmen.
- Kompatibilität: Für eine Singer Futura wurde empfohlen, den Händler zu kontaktieren, um sicher zu sein.
Für wiederkehrende Projekte, bei denen Einspannen der Flaschenhals ist, lohnt sich neben der Software-Optimierung eine robuste Rahmenlösung; je nach Maschine kommen z. B. Magnetrahmen für Stickmaschine oder spezifische Systeme für Marken in Frage.
