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Wenn du gerade eine Singer SE9180 ausgepackt hast, kennst du dieses Gefühl: Vorfreude – und gleichzeitig ein bisschen Respekt, weil sich die Maschine wie ein Cockpit anfühlt. Diese Sorge, „etwas kaputt zu machen“, ist absolut nachvollziehbar. Beim Sticken entscheiden Millimeter über sauber oder Ausschuss. Und bei einer Kombi-Maschine läuft es nur dann „smooth“, wenn die Basics stimmen: Spulen, Nadelgeometrie, sauberer Fadenweg – und ein aufgeräumtes Werkzeug-Setup.
Aus der Praxis (und nach vielen Jahren „defekte“ Maschinen, die in Wahrheit nur falsch eingefädelt waren) gilt: Die meisten Stickprobleme entstehen, bevor du überhaupt auf Start drückst.
Diese Anleitung baut die klassische Zubehör-Übersicht aus dem Video zu einem arbeitsfähigen Workflow um. Du bekommst nicht nur die Schritte, sondern auch die „Sensorik-Checks“: Was du sehen, fühlen und prüfen solltest, damit du nicht rätst. Und wir sprechen über die Variablen, die im Alltag wirklich den Unterschied machen – z. B. Einspannstress und Stickvlies-Auswahl.

Zubehörfach der Singer SE9180: Lagerung so einrichten, dass du das eine Teil um 22 Uhr nicht suchst
Die SE9180 hat vorne ein Zubehörfach, das nach vorn aufrollt/aufklappt. Im Video sieht man, wie die Abdeckung nach vorn rotiert und Platz für Füße und Tools schafft. Das ist nicht nur „Ordnung“ – das ist Produktivität.

Wenn mitten im Projekt eine Nadel bricht (passiert), kostet dich das Suchen nach dem Schraubendreher Zeit und Nerven. Denk wie in der Werkstatt: Alles hat seinen festen Platz, immer.
So organisierst du das Fach (Werkbank-Methode):
- Fach öffnen: Abdeckung vorne nach vorn rollen/klappen.
- Trennen: „Täglich“ (für jeden Lauf) vs. „Spezial“ (z. B. Reißverschluss/Knopfloch).
- Crash-Kit: Schraubendreher, Ersatznadeln, Schere/Schneidwerkzeug so lagern, dass du es blind findest.
Was ins Fach gehört (nach Wichtigkeit):
- Stufe 1 (Sofortzugriff): Haupt-Schraubendreher (für Nadel/Fußwechsel), Stickfuß (muss verschraubt werden), Stylus.
- Stufe 2 (Pflege/Support): Nahttrenner (mit Kappe), Spulenkäppchen, Fadennetz, Reinigungsbürstchen.
- Stufe 3 (Workflow): Kleiner Vorrat Universal- und Sticknadeln.
Sinnvolle Ergänzungen (nicht im Set, aber im Alltag Gold wert):
- Kleine Fadenschere/Stickschere (Fäden sauber kappen, ohne Stoff zu verletzen).
- Pinzette (Fadenenden greifen, Fussel entfernen).
- Genug Ersatznadeln (Nadeln sind Verschleißteile – lieber zu viele als zu wenige).
Vorbereitung (Checkliste „reibungslos starten“):
- Fach öffnet sauber; nichts klappert (Klappern = Vibrationen beim Nähen/Sticken).
- Stickfuß und kurzer „stubbiger“ Schraubendreher liegen zusammen (du brauchst beides beim Umbau).
- Nahttrenner-Kappe sitzt fest.
- Ein „Abfallbecher“ steht daneben (Fadenreste, abgebrochene Nadeln).
- Wenn du einen festen Arbeitsplatz einrichtest: Begriffe wie Einspannstation für Stickmaschine meinen in der Praxis eine Zone, in der Stickrahmen, Stickvlies und Hilfsmittel so liegen, dass sie den Stickarm nicht behindern.
Warnung: Der Nahttrenner ist extrem scharf. Nie ungekapselt ins Fach legen – ein Griff „blind“ kann eine tiefe Schnittverletzung verursachen. Und: Füße nie bei eingeschalteter Maschine wechseln. Ein versehentlicher Start kann die Nadel in den Finger treiben.
Singer SE9180 Spulen (Class 15, transparent): Der „Sieht doch ähnlich aus“-Fehler, der sofort Spannungsdrama macht
Im Video wird korrekt gezeigt, dass die Maschine mit transparenten Kunststoffspulen geliefert wird. Technisch entscheidend: Die Singer SE9180 benötigt typischerweise Class 15 (transparent). Nicht mit Class 15J verwechseln (die sind leicht anders geformt/gewölbt).

Eine Spule, die „fast passt“, ist einer der schnellsten Wege zu Schlaufen, Fadenrissen und unruhigem Lauf. Ist sie minimal zu niedrig, kann sie „tanzen“; ist sie zu hoch, kann sie klemmen.
Praxisregeln für Spulen:
- Transparenz-Regel: Für die Erkennung/Überwachung (und sauberes Handling) sind transparente Kunststoffspulen die sichere Wahl.
- Finger-Check: Mit dem Finger über beide Ränder fahren. Spürst du Grate/Nahtstellen vom Spritzguss: aussortieren – das hakt den Unterfaden.
- Mengen-Strategie: Im Video wird empfohlen, direkt deutlich aufzustocken (typisch 20–30 Stück). Sinnvoll ist z. B. ein Vorrat getrennt für Nähen und Sticken.
Sensorik-Check – „Trommeltest“: Eine sauber gewickelte Spule fühlt sich fest an, nicht schwammig. Wenn du den Faden wie einen Schwamm eindrücken kannst, war die Wickelspannung zu gering: abwickeln und neu spulen.
Typische Fragen aus der Praxis (aus den Kommentaren):
- „Welche Husqvarna-Spulen sind kompatibel?“ / „Bist du sicher, dass es Class 15 und nicht 15J ist?“
- Praxisregel: Nicht nach „Marke“, sondern nach exaktem Spulentyp gehen. Wenn du unsicher bist, vergleiche eine Originalspule aus dem Lieferumfang 1:1 (Form/Höhe/Rand) und bleib bei Class 15 transparent.
Wenn du Richtung Output denkst: Bobbins nebenbei zu spulen ist okay – aber Konsistenz kommt über Routine und saubere Vorbereitung. Viele trennen Vorbereitung und Stickzeit über eine feste Einspannstation-Ecke (Material, Vlies, Rahmen, Spulen).
Nadelauswahl an der Singer SE9180: Universal vs. Jersey/Ballpoint vs. Sticknadeln (und warum Fehlstiche selten „schlechtes Garn“ sind)
Im Video werden Ballpoint (für Maschenware) und Universal (für Gewebe) gezeigt – und es wird klar empfohlen, Sticknadeln zu besorgen (z. B. Schmetz). Das ist nicht „nice to have“, sondern physikalisch sinnvoll.

Sticken bedeutet viele Einstiche auf engem Raum und bei Tempo. Dabei entsteht Reibung/Hitze.
- Universalnadeln: Fürs Nähen super, aber beim dichten Sticken kann das kleinere Öhr schneller zu Fadenstress führen.
- Sticknadeln: Größeres Öhr und passende Form (Scarf/Ausnehmung), damit die Fadenschlinge sauber gebildet wird – weniger Fadenrisse/Fehlstiche.
„Fingernagel-Test“ (vor jedem Projekt): Mit dem Fingernagel über die Nadelspitze streichen. Spürst du ein „Klicken“/eine Kerbe: Nadel sofort wechseln. Eine beschädigte Spitze schneidet Faden an oder zieht Fäden im Stoff.
Kommentar-Thema: „Kann ich mit der Maschine eine Baseballcap besticken?“
- Technisch: Möglich, aber mit Standard-Flachrahmen ist es bei Caps oft umständlich, weil Caps gewölbt und steif sind.
- Praxislösung: Häufig wird auf spezielle Lösungen ausgewichen (z. B. Applikation/„auf Stoff sticken und aufnähen“) – oder du arbeitest mit einem Kappenrahmen für Stickmaschine, wenn du das regelmäßig machen willst.
Stickfuß (Hüpffuß) der Singer SE9180: Der eine Umbau, den du langsam und korrekt machen musst
Der Stickfuß ist kein „Snap-on“-Fuß. Er wird strukturell am Halter befestigt, weil er beim Sticken vertikale Bewegungen abfangen muss.

Sicheres Montage-Protokoll:
- Maschine AUS.
- Mit dem Schraubendreher den Nähfuß-/Halterbereich lösen (wie im Video gezeigt: nicht schnappen, sondern verschrauben).
- Stickfuß so positionieren, dass der Arm oberhalb der Nadelschraube/Nadelklemmschraube sitzt.
- Sensorik-Check: Schraube festziehen, aber kontrolliert. Danach am Fuß leicht wackeln: Er muss „wie aus einem Stück“ sitzen.
Pro-Tipp: Vor dem Einschalten das Handrad zu dir drehen und die Nadel einmal manuell absenken. Beobachte, ob die Nadel sauber durch die Öffnung läuft. Wenn sie Metall berührt: sofort stoppen (Nadel krumm oder Fuß falsch ausgerichtet).
Knopflochfuß + Reißverschlussfuß: Zwei „komische“ Füße, die dir schiefe Ergebnisse ersparen
Auch wenn das Nähen ist: Bei einer Kombi-Maschine musst du die Füße verstehen, weil du ständig zwischen Nähen und Sticken wechselst.

- Knopflochfuß: Hinten aufschieben, Knopf einlegen – die Maschine nimmt diese Länge als Referenz für das Knopfloch.
- Reißverschlussfuß: Zwei Einhängeseiten (links/rechts). Du setzt ihn je nach Reißverschlussseite so, dass du dicht an die Zähnchen kommst. Achtung: Nadelposition prüfen, damit die Nadel nicht auf Metall trifft.
Spulenkäppchen: Der Mini-Spalt, der zu Fadenhaken wird
Fadenhaken entstehen oft nicht „im Inneren“, sondern am Spulenrand/Spulenkäppchen.

No-Gap-Regel:
- Garnrolle aufstecken.
- Spulenkäppchen wählen, das möglichst bündig anliegt.
- Sensorik-Check: Käppchen ganz aufschieben, sodass kein Spalt bleibt. Rolle drehen: gleichmäßig, ohne seitliches Spiel.
Kommentar-Thema: „Kann man einen Garnständer für große Polyester-Konusse nutzen?“ Ja – und das passt auch zur Empfehlung im Text: Große Konen (z. B. 1000 m/5000 m) laufen oft besser über einen externen Garnständer hinter der Maschine, statt improvisiert auf dem Horizontalstift.
Kontext: Bei einer Näh- und Stickmaschine ist Platzmanagement Teil des Workflows: Mal brauchst du freie Fläche fürs Nähen, mal Platz für Stickarm, Rahmen und ggf. Garnständer.
Vertikaler Garnstift + Filzscheibe: Wenn das Loch hinter dem Spuler plötzlich wichtig wird
Manche Garne (z. B. Spezialgarne) reagieren empfindlich auf die horizontale Abzugsrichtung.

Grundprinzip:
- Kreuzgewickelte Spulen laufen oft gut horizontal.
- Parallel/„gestapelt“ gewickelte Spulen laufen häufig besser vertikal.
Schritt-für-Schritt:
- Vertikalen Garnstift in das Loch oben hinter dem Spuler einsetzen.
- Wichtig: Filzscheibe zuerst auflegen, dann die Garnrolle. Das bremst kontrolliert und verhindert, dass die Rolle „durchdreht“ und Fadennester produziert.
Schraubendreher + Nadelschraube: Die „sanfte Drehung“, die teure Schäden verhindert
Im Video wird ausdrücklich davor gewarnt, Schrauben zu überdrehen. Das gilt besonders für die Nadelschraube.

Zwei-Finger-Regel: Schraubendreher nur mit Daumen und Zeigefinger halten. Drehen bis zum Anschlag – dann stoppen. Nicht „mit der Faust“ anknallen.
- Kontroll-Check: Leicht an der Nadel tippen – sie darf nicht nach unten rutschen.
Nahtführung (Seam Guide): Kleines Teil, großer Effekt bei gleichmäßigen Säumen
Die Draht-Nahtführung wird hinten in den Halter eingeschoben (im Video gezeigt). Sie hilft, Abstände konstant zu halten.

Montage: In die Öffnung hinten am Halter einschieben. Pro-Tipp: Abstand vom Nadelpunkt zur Führung mit Lineal einstellen (nicht nach Augenmaß). Dann bekommst du wiederholbar gleiche Säume.
Fuß A vs. Fuß B vs. Fuß D: Die On-Screen-Empfehlung spart dir Zeit
Die Maschine zeigt oft an, welcher Fuß empfohlen ist.

- Fuß B (Satin-/Zierstichfuß): Unterseite mit Rille/Tunnel – damit dichte Stiche durchlaufen, ohne plattgedrückt zu werden.
- Fuß D (Blindstich): Für Blindsaum – die Führung ist für andere Stiche eher störend.
Stylus + Touchscreen: Wenn „reagiert nicht“, ist es oft der Finger
Viele Näh-/Stickmaschinen nutzen druckbasierte Touchscreens.

Lösung: Stylus oder Fingernagelspitze nutzen. Mit dem Fingerballen musst du oft stärker drücken – das fühlt sich dann „unpräzise“ an. Gerade beim Platzieren (Feinjustage) ist Präzision wichtiger als Kraft.
Fadennetz: Selten genutzt – aber bei „pudelndem“ Garn ein Retter
Im Video wird gezeigt, dass das Netz über die Garnrolle gezogen wird. Es verhindert, dass Garnschlingen von der Rolle rutschen.

Wann einsetzen: Wenn du siehst, dass der Faden von der Rolle „abfällt“, Schlaufen bildet oder sich am Stift sammelt. Anpassung: Wenn das Netz zu stramm ist, erhöht es die Reibung und kann Fadenrisse fördern. Dann das Netz kürzen (z. B. nur unteren Bereich abdecken), wie im Video beschrieben.
Der „unsichtbare“ Teil der Vorbereitung: Stoff + Stickvlies, damit nichts wellt oder neu eingespannt werden muss
Jetzt zu dem Teil, den viele unterschätzen: der Stoff. Viele schlechte Stickbilder sind Stabilisierungsthemen.
Entscheidungshilfe: Stoff → Stickvlies (Rückseite)
- Szenario A: T-Shirts/Polos (dehnbare Maschenware)
- Stickvlies: Cutaway (Pflicht, damit es nicht ausreißt/zieht).
- Nadel: Ballpoint-Sticknadel (75/11).
- Szenario B: Handtücher (Frottee)
- Stickvlies: Tearaway hinten + wasserlösliche Folie/Topping oben, damit Stiche nicht im Flor versinken.
- Nadel: Sticknadel (90/14).
- Szenario C: Webware/Baumwolle/Denim (kaum Stretch)
- Stickvlies: Tearaway oder mittleres Cutaway.
Einspannen – der schmerzhafte Teil: Die Standard-Kunststoffrahmen arbeiten über Reibung und Schraube. Du musst den Stoff straff einspannen.
- Problem: Rahmenspuren auf empfindlichen Stoffen und Belastung für Hände/Handgelenke bei Stückzahlen.
- Praxislösung: Wenn Einspannen dich ausbremst oder der Innenrahmen bei dicken Materialien schwer schließt, sind Magnetrahmen eine Option.
Warum Magnetrahmen? Begriffe wie Magnetrahmen für Stickmaschine sind nicht ohne Grund so präsent: Sie klemmen Material über Magnete statt über Reibung.
- Vorteil 1: Weniger Rahmenspuren.
- Vorteil 2: Schnelleres Einspannen.
- Vorteil 3: Dicke Lagen/Nahtkreuzungen lassen sich oft leichter fixieren.
Warnung: Magnet-Sicherheit. Starke Magnetrahmen können Finger einklemmen. Abstand zu Herzschrittmachern, Kreditkarten und empfindlichen Screens halten.
Setup-Checkliste (Pre-Flight)
- Spulen-Check: Class 15 transparent? Fest gewickelt (Trommeltest)?
- Nadel-Check: Neu? Fingernagel-Test bestanden?
- Fuß-Check: Stickfuß korrekt montiert, Schraube kontrolliert fest?
- Fadenweg: Spulenkäppchen bündig (kein Spalt)?
- Freigang: Stickarm hat Platz (keine Wand/Becher im Weg)?
- Notfall-Tools: Schere und Pinzette griffbereit?
Ablauf-Checkliste („Start“-Ritual)
- Rahmen-Check: Stoff straff eingespannt (kurzer „Trommel“-Tap)?
- Freigang prüfen: On-Screen „Trace“ laufen lassen, damit die Nadel nicht den Rahmen trifft.
- Oberfaden: Nähfuß unten? (Nur dann greifen die Spannungsscheiben korrekt.)
- Tempo: Beim ersten Motiv Geschwindigkeit reduzieren und Stichbildung beobachten.
Upgrade-Pfad: Von „neu“ zu schnellerem Einspannen und echtem Output
Wenn du die SE9180 beherrschst, kommt der nächste Engpass: Effizienz.
Wenn dir die Vorbereitung mehr Energie zieht als das Sticken selbst, lohnt sich ein Blick auf die Tools.
- Level 1: Gutes Stickgarn und saubere Spulenroutine.
- Level 2: Stickrahmen für Stickmaschine-Zubehör – insbesondere Magnetrahmen, um das Einspannen zu beschleunigen.
- Level 3: Wenn Farbwechselzeit bei einer Ein-Nadel-Maschine deine Lieferzeiten bestimmt, ist das der Punkt, an dem viele über Mehrnadel nachdenken.



FAQ
- Q: Welche Spulen sollte ich für die Singer SE9180 verwenden, um Spannungsprobleme und Sensor-Themen zu vermeiden?
A: Verwende transparente Kunststoffspulen Class 15 und ersetze sie nicht durch „ähnlich aussehende“ Typen.- Prüfen: Transparente Spulen nutzen, damit die Erkennung korrekt funktioniert.
- Inspizieren: Mit dem Finger über beide Ränder fahren; Spulen mit Graten/Nahtstellen aussortieren.
- Neu spulen: Fühlt sich die Wicklung „schwammig“ an, abwickeln und mit straffer Wickelspannung neu spulen.
- Erfolgskontrolle: Eine korrekt gewickelte Spule fühlt sich fest an („Trommel“), und es entstehen keine Schlaufen auf der Rückseite.
- Wenn es trotzdem hakt… Spule gegen eine sichere, neue Class-15-Transparent-Spule tauschen und den Fadenweg vor dem Start erneut prüfen.
- Q: Woran erkenne ich, ob die Einspannspannung am Stoff stimmt, damit nichts wellt und ich nicht neu einspannen muss?
A: Spanne den Stoff straff ein („wie eine Trommel“), denn zu lockeres Einspannen ist eine häufige Ursache für Verzug.- Anziehen: Stoff gleichmäßig straffen, während du die Rahmenschraube anziehst, damit der Innenrahmen sauber sitzt.
- Tap-Test: Vor dem Sticken auf den eingespannten Stoff tippen und die Festigkeit prüfen.
- Trace: Den On-Screen-Trace laufen lassen, um sicherzustellen, dass die Nadelbahn den Rahmen nicht berührt.
- Erfolgskontrolle: Der Stoff klingt beim Antippen „trommelig“, und der Trace läuft ohne Rahmenkontakt.
- Wenn es trotzdem scheitert… Stickvlies-Auswahl zum Stoff prüfen; viele „schlechte Stiche“ sind Stabilisierungsthemen, nicht die Maschine.
- Q: Welche Nadel sollte ich an der Singer SE9180 nutzen, um Fehlstiche und Fadenaufspleißen beim Sticken zu reduzieren?
A: Für Stickarbeiten Sticknadeln verwenden; Fehlstiche sind oft nadelbedingt und nicht „schlechtes Garn“.- Auswahl: Ballpoint für Maschenware und Universal fürs Nähen – fürs dichte, schnelle Sticken auf Sticknadeln wechseln.
- Prüfen: Fingernagel-Test vor jedem Projekt; bei Kratzer/Klick sofort wechseln.
- Wechseln: Bei neuem Motiv oder nach Fadenriss eine frische Nadel einsetzen.
- Erfolgskontrolle: Der Faden läuft ohne Aufsplissung, und das Stichbild ist gleichmäßig ohne Aussetzer.
- Wenn es trotzdem scheitert… Spulentyp und Wickelfestigkeit prüfen und sicherstellen, dass beim Einfädeln der Nähfuß unten ist, damit die Spannungsscheiben greifen.
- Q: Wie montiere ich den Stickfuß (Hüpffuß) an der Singer SE9180 sicher, damit die Nadel nicht auf Metall trifft?
A: Maschine ausschalten und den Stickfuß langsam montieren; der Fußarm muss oberhalb der Nadelschraube sitzen.- Ausschalten: Singer SE9180 vor dem Fußwechsel ausschalten.
- Positionieren: Stickfuß so ansetzen, dass der Arm über der Nadelschraube liegt, dann die Schraube kontrolliert festziehen.
- Handrad-Test: Handrad zu dir drehen und die Nadel absenken; prüfen, ob sie mittig durch die Öffnung läuft.
- Erfolgskontrolle: Der Fuß sitzt ohne Spiel, und die Nadel läuft frei ohne Kontakt.
- Wenn es trotzdem scheitert… Sofort stoppen und auf verbogene Nadel oder falsche Ausrichtung prüfen, bevor du wieder einschaltest.
- Q: Wie fest darf die Nadelschraube angezogen werden, ohne dass ich sie überdrehe?
A: Nutze die „Zwei-Finger“-Regel: nur mit Daumen und Zeigefinger bis zum Anschlag anziehen – dann stoppen.- Halten: Schraubendreher nur leicht mit zwei Fingern greifen.
- Anziehen: Drehen bis zum Anschlag; nicht mit der ganzen Hand „anknallen“.
- Prüfen: Nadel leicht antippen – sie darf nicht rutschen.
- Erfolgskontrolle: Nadel sitzt fest, Schraubenkopf ist nicht beschädigt.
- Wenn es trotzdem nicht hält… Nadel neu einsetzen (bis zum Anschlag hoch) und erneut sanft festziehen; nicht mit Gewalt arbeiten.
- Q: Wann sollte ich den vertikalen Garnstift und die Filzscheibe nutzen, um Fadennester bei Spezialgarnen zu vermeiden?
A: Nutze den vertikalen Garnstift (Filzscheibe zuerst), wenn sich der Faden beim Abzug verdreht, Schlaufen bildet oder „puddelt“.- Einsetzen: Vertikalen Stift in das Loch hinter dem Spuler einsetzen.
- Filz zuerst: Filzscheibe auflegen, dann die Garnrolle.
- Beobachten: In den ersten Stichen prüfen, ob sich Schlaufen am Garnstift bilden.
- Erfolgskontrolle: Der Faden läuft gleichmäßig ohne Nestbildung am Stift.
- Wenn es trotzdem scheitert… Fadennetz ergänzen und die Netz-Abdeckung reduzieren, falls es zu viel Reibung erzeugt.
- Q: Wann lohnt sich der Umstieg von den Kunststoffrahmen auf Magnetrahmen – und wann ist eine Mehrnadelmaschine der nächste Schritt?
A: Upgrade nach Engpass: erst Technik stabilisieren, dann Einspannen beschleunigen (Magnetrahmen), Mehrnadel erst bei Output-Limit durch Farbwechsel.- Level 1 (Technik): Stickvlies passend wählen und mit sauberer Spulen-/Nadelroutine Ausfälle reduzieren.
- Level 2 (Tool): Magnetrahmen, wenn Rahmenspuren, Handgelenkbelastung oder dicke Lagen das Einspannen langsam/unsicher machen.
- Level 3 (Kapazität): Mehrnadel, wenn Farbwechsel bei Ein-Nadel deine Lieferzeiten bestimmt.
- Erfolgskontrolle: Einspannzeit sinkt deutlich, Material liegt flach und verzieht weniger.
- Wenn es trotzdem scheitert… Trace-Freigang und Stickvlies-Auswahl erneut prüfen; Rahmen helfen beim Klemmen, das Vlies kontrolliert den Verzug.
- Q: Welche Sicherheitsregeln gelten bei Magnetrahmen, um Verletzungen und Schäden zu vermeiden?
A: Magnetrahmen wie Industriemagnete behandeln: langsam arbeiten und Abstand zu empfindlichen Dingen halten.- Finger schützen: Magnete kontrolliert trennen/schließen, nicht „zuschnappen“ lassen.
- Abstand halten: Fern von Herzschrittmachern, Kreditkarten und empfindlichen Screens lagern.
- Arbeitsplatz kontrollieren: Rahmen auf eine stabile Fläche legen, bevor du Magnete zusammenführst.
- Erfolgskontrolle: Magnete schließen kontrolliert, Hände bleiben aus der Klemmzone.
- Wenn es trotzdem riskant wird… Mit zwei Händen langsamer ansetzen und Stoff zuerst flach auf dem Tisch positionieren, dann Magnete schließen.
