Butterfly BF-1500 Unboxing & Montage: Vom Versandkarton zum Garnständer (15-Nadel-Industrie-Setup)

· EmbroideryHoop
Diese praxisnahe Anleitung führt dich durch das Auspacken, die Vollständigkeitskontrolle, das sichere Anheben, den Aufbau des Garnständers, die Montage am Maschinenkörper und die grundlegende Vorbereitung des Fadenwegs für die Butterfly BF-1500 15-Nadel-Industrie-Stickmaschine. Zusätzlich bekommst du Profi-Checkpoints, typische Montagefehler (und wie du sie vermeidest) sowie einen sinnvollen Upgrade-Pfad für schnelleres Einspannen und einen ruhigeren Produktionsablauf, sobald die Maschine mechanisch fertig aufgebaut ist.
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Inhaltsverzeichnis

Unboxing der Butterfly BF-1500

Wenn eine neue Mehrnadelstickmaschine ankommt, ist das ein guter Moment – aber die ersten 20 Minuten entscheiden oft, ob dein Start sauber läuft oder ob du dir mit Kleinigkeiten Tage an Fehlersuche einhandelst. In der Praxis behandeln erfolgreiche Betriebe das Unboxing nicht als „Auspacken“, sondern als systematische Vollständigkeits- und Zustandskontrolle.

In diesem stillen, visuellen Tutorial siehst du, wie die Butterfly BF-1500 (15 Nadeln) ausgepackt und mechanisch aufgebaut wird: Zubehör identifizieren (inklusive der wichtigen Kappen-Anbauteile), das schwere Maschinenchassis sicher zu zweit ausheben und den Garnständer so montieren, dass er als stabile Basis für einen gleichmäßigen Fadenlauf dient.

Wenn du Optionen im Bereich Industrie-Stickmaschinen vergleichst, ist dieser Ablauf ein guter „Baseline-Standard“: erst inventarisieren, dann sicher heben, dann den Fadenweg mechanisch sauber vorbereiten – und erst danach einschalten.

Cutting open the cardboard shipping box
Cut the tape on the main shipping carton to begin unboxing.

Zubehörkarton prüfen

Was im Video zu sehen ist (Teile entnehmen & sichten):

Zu Beginn wird das Klebeband aufgeschnitten und der Karton oben geöffnet. Danach werden die Schaumstofflagen entfernt – und damit das komplette Zubehör sichtbar. Im Video werden u. a. folgende Teile entnommen:

  • Tischplatte / Table board (für eine plane Auflagefläche)
  • Kappen-Set: Cap driver, Cap station und Cap rings (komplettes Kappen-System)
  • Unterfadenspuler / Bobbin winder (separate Einheit)
  • Stützarme und Frame connect plate(s)
  • Garnständer-Komponenten (Turm-/Ständeraufbau)
  • Werkzeugbox (u. a. Schlüssel/Werkzeuge)
  • Hardware-Beutel (Schrauben, Coil bolt, Unterlegscheiben)

Warum Profis vor dem Ausheben inventarisieren:

Bei Industrie-/Mehrnadelmaschinen verschwinden kleine Beutel mit Schrauben gern in tiefen Schaumstofftaschen oder kleben durch statische Aufladung an Folie. Wenn du das Chassis zuerst aushebst und erst danach merkst, dass ein entscheidender Befestigungsbolzen fehlt, stehst du mit einer schweren Maschine auf dem Tisch – und kannst den Aufbau nicht sauber abschließen.

Checkpoint (Soll-Zustand):

Nicht einfach alles auf einen Haufen legen. Sortiere direkt:

  • „Kappen-Teile“ zusammen
  • „Garnständer-Teile“ zusammen
  • „Schrauben/Hardware“ separat und sichtbar

Am Ende dieses Abschnitts solltest du sagen können: „Der Hardware-Beutel ist gefunden, und im Schaumstoff ist nichts mehr lose.“

Removing the table board accessory
Remove the optional table board included in the top foam packing.

Kappen-Anbauteile und Rahmen identifizieren

Im Video werden die Kappen-Komponenten klar gezeigt.

  • Cap Driver: wird an der Maschine montiert und ist die Antriebseinheit für Kappenstickerei.
  • Cap Station: die Einspann-/Aufnahmestation für Kappen.
  • Cap Rings: die Ringe, die die Kappe halten.

Das ist wichtig, weil Kappenstickerei sehr empfindlich auf verbogene/angeschlagene Teile reagiert. Ein Sturz kann einen Ring minimal verziehen – und später zu Flagging, schlechter Passung oder Nadelbruch führen.

Wenn du später einen Kappenrahmen für Stickmaschine Workflow aufbauen willst, behandle diese Teile wie Präzisionsteile: bis zum fertigen Aufbau in der Schutzverpackung lassen und nichts Schweres (z. B. die Tischplatte) darauf ablegen.

Unpacking the cap driver unit
Take out the cap driver attachment used for hat embroidery.
Displaying cap rings
Check for the included cap rings necessary for hooping hats.

Maschine sicher ausheben

Was im Video zu sehen ist:

Zwei Personen stehen links und rechts am Karton, greifen das Chassis stabil, heben es senkrecht aus der Kartonbasis und setzen es auf einen stabilen Arbeitstisch.

Warnung: QUETSCH- & RÜCKENVERLETZUNGSGEFAHR.
Das Maschinenchassis ist deutlich schwerer als eine Haushaltsmaschine.
* Nicht allein heben. Zwei Personen sind Pflicht.
* Nicht an empfindlichen Baugruppen greifen (z. B. an Stangen/Leisten, die sich verbiegen können).
* Quetschstellen beachten: Beim Absetzen Finger von der Tischkante fernhalten.

Profi-Methode („Freie Landefläche“):

Auch wenn das Video ohne Ton ist: Was du unbedingt umsetzen solltest, ist eine komplett freie Tischfläche. Ein einzelner Schraubendreher oder eine lose Schraube unter dem Maschinenfuß reicht, um Kratzer, Schiefstand oder Wackeln zu verursachen.

Checkpoint (Soll-Zustand):

Das Chassis muss plan und stabil stehen. Drücke nacheinander auf die Ecken der Basis. Wenn es wippt: sofort prüfen, ob Verpackungsreste/Schmutz unter einem Fuß liegen.

Bag of assembly screws
Locate the bag of screws required for assembling the stand.
BF-1500 machine box label
Verify the machine model BF-1500 on the packaging.
Two people lifting the embroidery machine
Two people carefully lift the heavy machine chassis out of the box.

Garnständer aufbauen

Der Garnständer ist nicht nur „ein Halter für Konen“. Bei einer 15-Nadel-Maschine ist er die erste Stufe deines Fadenlaufs und der gleichmäßigen Fadenzufuhr. Wenn der Ständer schief steht oder vibriert, kann das später als „unerklärliche“ Fadenrisse oder unruhiger Lauf wirken.

Wenn du neu im Setup einer 15-Nadel-Stickmaschine bist: behandle den Aufbau wie eine Ausricht-/Montagearbeit. Der Ständer muss gerade, fest und verwindungssteif sein.

Assembling thread stand silver posts
Connect the metal upright posts for the thread stand.

Upright-Posts verbinden

Was im Video zu sehen ist:

  • Die vertikalen Metallrohre/Posts werden zusammengeschraubt, um die volle Höhe zu erreichen.
  • Die Teile werden grob vorsortiert.

Checkpoint (Soll-Zustand):

Die Gewinde sollten sauber bis zum Anschlag greifen – ohne sichtbaren Spalt. Wenn sich das Gewinde „hakelig“ anfühlt oder schief ansetzt: wieder lösen und neu ansetzen (Kreuzgewinde vermeiden).

Achtung (klassischer Fehler: „verkehrt herum“):

Im Video wird als typischer Stolperstein gezeigt, dass Platten/Teile falsch herum montiert werden können. Viele Führungsplatten haben eine definierte Orientierung (leichte Neigung, Senkungen, Kanten). Falsch montiert kann der Faden später an Kanten scheuern statt sauber zu laufen.

Attaching white thread rack plate
Slide the thread rack plate onto the assembled posts.

Führungs-/Rack-Platten montieren

Was im Video zu sehen ist:

  • Die Rack-Platten werden an den Posts verschraubt.
  • Die Schrauben werden mit dem beiliegenden Inbusschlüssel angezogen.
  • Schwarze Führungs-/Knopf-Teile und die lange horizontale Führungsstange werden montiert.
  • Fadenführungsröhrchen (die weißen „Strohhalme“) werden oben eingesetzt.

Praxis-Check („fest, aber nicht überdreht“):

Mit dem Inbus anziehen, bis du einen klaren Widerstand spürst. Nicht „mit Gewalt“ überdrehen (Gewinde beschädigen), aber auch nicht locker lassen: Ein klappernder Ständer überträgt Vibrationen auf die Konen und kann den Fadenlauf unruhig machen.

Warnung: Werkzeugkontrolle.
Beim Arbeiten nahe der Fadenführungsröhrchen nicht abrutschen – Kratzer am Lack oder beschädigte Kunststoffteile sind schnell passiert.

Checkpoint (Soll-Zustand):

  • Platten sitzen gerade und ohne Verspannung.
  • Fadenführungsröhrchen sind vollständig eingesetzt und sitzen stramm (nicht „frei drehend“).
Tightening thread stand screws
Secure the rack plates using an Allen wrench.
Installing thread guide tubes
Insert the thread guide tubes into the top bracket of the stand.
Placing rubber mounting cushions
Place the rubber cushions on the machine chassis mounts.

Garnständer am Maschinenkörper montieren

Was im Video zu sehen ist:

  • Schaum-/Gummi-Puffer werden auf die Montagepunkte gelegt.
  • Die aufgebauten Posts werden in die Aufnahmen am Maschinenkörper eingesetzt.
  • Die Arretier-/Klemmschrauben unten werden mit einem Schlüssel festgezogen.

Wichtig: Diese Gummi-/Schaum-Puffer sind keine Verpackungsreste. Sie gehören zur Montage und wirken als Schwingungsdämpfer. Ohne sie kann Metall auf Metall vibrieren – das führt zu Geräuschen und kann sich über Zeit auf die Stabilität der Montage auswirken.

Checkpoint (Soll-Zustand):

Oben am Garnständer kräftig wackeln: Idealerweise bewegt sich die ganze Maschine minimal mit. Wenn der Ständer unabhängig „arbeitet“ oder klappert, sind die unteren Klemmschrauben nicht fest genug oder die Posts sitzen nicht vollständig in den Aufnahmen.

Inserting stand posts into machine
Insert the assembled posts into the rear mounting holes.
Loading thread cones
Place the thread cones onto the spool pins.

Letzte Setup-Schritte

Das Video endet nach der mechanischen Montage. Die Maschine ist aufgebaut – aber noch nicht „produktionsbereit eingeschaltet“. Genau hier passieren viele Anfängerfehler: zu früh Strom drauf, obwohl noch Verpackungsreste/lose Teile im Arbeitsbereich sind.

Wenn du eine butterfly Stickmaschine im Betrieb einsetzt, sorgt diese letzte Disziplin dafür, dass Tag 1 nicht zur Fehlersuche wird.

Tischplatte montieren

Die Tischplatte wird eingesetzt, um eine plane Auflagefläche zu schaffen.

Praxis-Hinweis zur Reihenfolge:

Montiere die Tischplatte erst, wenn die Maschine an ihrem endgültigen Platz steht. Sie macht die Einheit breiter und unhandlicher zum Verschieben.

Threading the overhead tubes
Feed the thread ends through the overhead guide tubes.

Garnkonen & Fadenführungsröhrchen bestücken

Was im Video zu sehen ist:

  • Das Rack wird auf die Posts gesetzt.
  • Garnkonen werden auf die Konenhalter/Spool Pins gesteckt.
  • Die Fadenenden werden durch die oberen Führungsröhrchen geführt.

Das ist der erste Moment, in dem du die Grundlage für sauberen Lauf legst.

Profi-Tipp (gegen Verheddern):

Bei 15 Konen verheddern sich Fadenenden extrem schnell.

  1. Kone 1 aufstecken.
  2. Fadenende sofort durch das zugehörige Röhrchen führen und kurz sichern (z. B. festhalten).
  3. Erst dann Kone 2.

Wenn viele Fadenenden frei hängen, entstehen Knoten. Ein Knoten im Röhrchen fühlt sich später wie „zu hohe Spannung“ an und führt zu Fadenrissen, die dich in der Fehlersuche in die falsche Richtung schicken.

Für einen sauberen Einspannen für Stickmaschine Produktionsworkflow gilt: Der Fadenweg muss frei laufen – ohne Reibung, ohne Kreuzungen, ohne Knoten.

Vorbereitung vor dem ersten Einschalten

Pre-Flight-Check, bevor du den Schalter betätigst:

  • Innenraum prüfen: Steckt noch Styropor/Schaumstoff im Bereich beweglicher Teile?
  • Spannung prüfen: Passt die Maschinen-Spannung (110V/220V) zur Steckdose?
  • Ablage prüfen: Liegt irgendwo ein Werkzeug lose auf/nahe beweglichen Baugruppen?

Empfohlene Zubehör-Erweiterungen

Nach dem Aufbau verschiebt sich der Engpass: Die Maschine kann schnell sticken – aber die reale Taktzeit hängt oft davon ab, wie schnell und reproduzierbar du Textilien einspannst, ohne Schiefstand oder Rahmenspuren.

Unten ist ein sinnvoller „Phase 2“-Pfad, um den Bediener-Engpass zu reduzieren.

Magnetrahmen für schnelleres Einspannen

Wenn du aktuell mit strammen Kunststoffrahmen kämpfst, dicke Hoodies „reinwürgst“ oder auf empfindlichen Polos Rahmenspuren/Rahmenabdrücke bekommst, sind Magnetrahmen eine gängige Lösung im professionellen Alltag.

Typische Situation:

  • 50× Linke-Brust-Logos.
  • Handgelenke müde vom ständigen Nachziehen.
  • Zwei Shirts ruiniert, weil der Rahmen verrutscht ist.

Orientierung:

  • Standardrahmen: Gut zum Starten, meist im Lieferumfang – aber langsamer. Auf Rahmenspuren achten.
  • Magnetrahmen (Upgrade): Wenn Geschwindigkeit und Wiederholgenauigkeit zählen. Schnelles Einspannen ohne Schrauben-Nachstellen.

Optionaler Upgrade-Pfad (SEWTECH Ecosystem): Im Draft wird SEWTECH als Magnetrahmen-Option genannt. Wenn du diesen Weg gehst, achte in jedem Fall darauf, dass der Rahmen zur Maschinenaufnahme und zu deinem Einsatz (z. B. Jacken, Handtücher) passt.

Das kann deinen Ablauf in Richtung Einspannstation für Stickmaschine bringen, bei der die Passung reproduzierbarer wird.

Warnung: MAGNET-SICHERHEIT.
Magnetrahmen nutzen starke Neodym-Magnete.
* Quetschgefahr: Finger nicht zwischen die Magnetflächen bringen.
* Medizinische Geräte: Abstand zu z. B. Herzschrittmachern einhalten.
* Elektronik: Nicht auf Handy/Laptop ablegen.

Stickvliese und Garne

Du kannst keine saubere Produktion fahren, wenn Verbrauchsmaterialien nicht passen. Checkliste „versteckte Verbrauchsmaterialien“:

  • Nadeln: DBxK5 (Industrie, Rundkolben). Übliche Größen: 75/11 und 90/14.
  • Stickvlies: Cutaway (für Bekleidung) und Tearaway (für Kappen/Handtücher).
  • Garn: Polyester 40 wt ist Standard. Altes/ungeeignetes Garn reißt bei höheren Geschwindigkeiten schneller.

Primer (Was du lernst – und warum es zählt)

Diese Anleitung übersetzt das stille Unboxing-Video in einen strukturierten, werkstatt-tauglichen Ablauf.

Du wirst:

  • die BF-1500 vollständig inventarisieren (inkl. „versteckter“ Hardware)
  • das Chassis sicher zu zweit ausheben und korrekt absetzen
  • den Garnständer stabil und vibrationsarm montieren
  • den Fadenweg oben sauber vorbereiten, um spätere „Phantom“-Probleme zu vermeiden

Zusätzlich bekommst du die „Profi-Ebene“:

  • warum Wackeln/Vibration der Feind von sauberem Lauf ist
  • wie du Montagefehler von echten Maschinenproblemen unterscheidest
  • wann ein Upgrade auf Magnetrahmen sinnvoll ist, um die Taktzeit zu verbessern

Vorbereitung

Öffne den Karton erst, wenn du alles vorbereitet hast.

Anforderungen an den Arbeitsplatz

  • Boden: eben, sauber.
  • Tisch/Untergestell: stabil und ausreichend tragfähig.
  • Hebeteam: du + eine zweite Person.

Versteckte Helfer & Checks (Praxis-Ergänzungen)

Im Video sind Basiswerkzeuge zu sehen. In der Praxis helfen zusätzlich:

  • Taschenlampe: um tiefe Ecken im Karton/Schaumstoff zu kontrollieren.
  • Magnet-Schraubenschale: damit kleine Schrauben nicht „verschwinden“.

Vorbereitung-Checkliste

  • Platz: rundum genug Bewegungsraum.
  • Zweite Person: ist da, bevor du hebst.
  • Schneidwerkzeug: Schere/Cutter (sicher ablegen).
  • Organisation: Bereich für Verpackung vs. Bereich für Teile.
  • Sicherheit: festes Schuhwerk.

Aufbau

Halte dich an die Reihenfolge – nicht springen.

Schritt-für-Schritt mit Checkpoints

1) Karton öffnen und Schichten abtragen

  • Aktion: Klebeband schneiden, Karton öffnen, Schaumstoff abnehmen.
  • Checkpoint: Bedienungsanleitung/Manual direkt sichern.

2) Inventarisieren & sortieren

  • Aktion: Cap driver/Cap rings, Tischplatte, Werkzeugbox und Hardware-Beutel entnehmen.
  • Checkpoint: Schaumstoffteile kontrollieren, ob Hardware-Beutel darin stecken.

3) Ausheben & absetzen

  • Aktion: Chassis zu zweit senkrecht ausheben und auf den Tisch setzen.
  • Checkpoint: Basis an allen Ecken prüfen – kein Wippen.

4) Garnständer montieren

  • Aktion: Posts verbinden, Rack-Platten korrekt ausrichten, Führungsröhrchen einsetzen.
Kurzcheck
Schrauben laufen erst leicht von Hand an, dann mit Inbus festziehen.

5) Ständer am Chassis befestigen

  • Aktion: Gummi-/Schaum-Puffer auflegen, Posts einsetzen, Klemmschrauben festziehen.
  • Checkpoint: Oben am Ständer rütteln – wenn der Ständer allein wackelt, nachziehen.

Aufbau-Checkliste (vor dem Fadenweg)

  • Zubehör vollständig (insbesondere Kappen-Set).
  • Chassis steht stabil.
  • Rack-Platten korrekt herum montiert.
  • Gummi-/Schaum-Puffer unter den Posts eingesetzt.
  • Keine losen Schrauben/Teile mehr im Karton.

Betrieb (mechanische Bereitschaft)

„Betrieb“ bedeutet hier: mechanisch fertig, Fadenweg oben vorbereitet.

Schritt-für-Schritt: Der Faden-Highway (oben)

1) Rack aufsetzen: Rack auf die vertikalen Posts setzen.

Kurzcheck
sitzt gerade und passend zur Maschine.

2) Konen bestücken: Konen auf die Spool Pins.

Hinweis
Bei kleinen Spulen kann es je nach Zubehör nötig sein, die Spule zu stabilisieren, damit der Faden sauber abläuft.

3) Oben einfädeln: Jedes Fadenende durch sein weißes Führungsröhrchen.

Kurzcheck
Faden sollte ohne spürbare Reibung durchlaufen. Wenn es hakt: Röhrchen prüfen (Knick/Grat).

Checkpoints (Qualitätssignale)

  • Trennung: Fäden kreuzen sich oben nicht unnötig.
  • Stabilität: Der Garnständer verwindet sich nicht beim Ziehen.
  • Freigängigkeit: Tischplatte kollidiert nicht mit beweglichen Teilen.

Checkliste (vor dem Einschalten)

  • Konen sitzen korrekt.
  • Jeder Faden hat sein eigenes Führungsröhrchen.
  • Keine gekreuzten Fäden am Rack.
  • Spannung/Netz passt zur Maschine.

Troubleshooting

Wenn sich etwas „komisch“ anfühlt, prüfe zuerst die Mechanik und Montage.

Symptom: „Ich habe Teile übrig.“

  • Wahrscheinliche Ursache: Ersatzteile/Unterlegscheiben aus dem Zubehör.
  • Aktion: Packing List/Manual prüfen und als „Spares“ in der Werkzeugbox lagern.

Symptom: Der Garnständer steht schief oder kippt.

  • Wahrscheinliche Ursache: Posts nicht vollständig in den Aufnahmen oder Klemmschrauben nicht fest.
Korrektur
Klemmschrauben lösen, Posts vollständig einsetzen, dann wieder festziehen.

Symptom: Die weißen Führungsröhrchen lassen sich schwer einsetzen.

  • Wahrscheinliche Ursache: stramme Passung/steifer Kunststoff.
Korrektur
Nicht schlagen. Mit leichtem Drehen und gleichmäßigem Druck einsetzen.

Symptom: Die Maschine rutscht auf dem Tisch.

  • Wahrscheinliche Ursache: Staub/Verpackungsabrieb an den Maschinenfüßen oder auf der Tischfläche.
Korrektur
Füße und Tischfläche reinigen, dann erneut Stand prüfen.

Ergebnis

Wenn du diese Schritte umgesetzt hast, hast du den Weg von „Karton auf dem Boden“ zu „mechanisch sauber aufgebaut“ abgeschlossen.

Status:

  • BF-1500: ausgepackt, geprüft, sicher platziert.
  • Garnsystem: aufgebaut, ausgerichtet, gedämpft montiert.
  • Kappen-System: identifiziert und für später geschützt.

Was als Nächstes kommt: Als nächste physische Schritte folgen das vollständige Einfädeln an der Maschine (nach dem Schema am Kopf) und ein erster Testlauf mit einem einfachen Muster.

Entscheidungsbaum: Was zuerst upgraden?

  • Bremst dich das Einspannen (schief, langsam, inkonsistent)?
    • JA: Standardrahmen funktionieren, sind aber langsamer. Upgrade auf Magnetrahmen kann die Taktzeit reduzieren.
    • NEIN: Fokus auf Verbrauchsmaterialien.
  • Hast du beim ersten Testlauf Fadenrisse?
    • JA: Stickvlies und Fadenweg prüfen (Reibung/Knoten vermeiden).
    • NEIN: Mechanischer Aufbau ist sehr wahrscheinlich in Ordnung.
  • Willst du sofort Kappen sticken?
    • JA: Cap driver/Cap station/Cap rings bereitlegen und Montage laut Manual planen.
    • NEIN: Kappen-Teile staubfrei und stoßgeschützt lagern.

Hinweise zu Rahmen & Begriffen (Terminologie)

Gerade am Anfang wird das oft verwechselt:

  • „Rahmen/Stickrahmen“: halten das Textil (Tubular-Rahmen, Magnetrahmen, Sash Frames).
  • „Kappen-Anbauteile“: Driver + Station + Ring speziell für Headwear.

Beim Kauf von Stickrahmen für Stickmaschine or embroidery frames prüfe immer die Kompatibilität zur Maschine. Haushaltsrahmen passen nicht auf diese Klasse von Mehrnadelstickmaschinen.


Kurzer Zubehör-Hinweis (Praxis)

Du hast in eine ernsthafte Maschine investiert – lass sie nicht durch langsames Einspannen ausbremsen.

Wenn du dich fragst: „Wie verdiene ich schneller Geld?“, ist die Antwort selten „schneller sticken“, sondern fast immer „schneller und reproduzierbarer einspannen“. Ein Magnetrahmen-System kann dir helfen, das nächste Teil vorzubereiten, während die Maschine noch stickt.

(Falls du gerade noch am Kaufen bist – ob neu oder gebraucht, z. B. eine Industrie-Stickmaschine zum Verkauf : Die Maschine ist der Motor, aber Rahmen und Stickvlies sind die Basis für saubere Produktion.)