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Der Tag, an dem eine neue Industriemaschine ankommt, ist emotional immer ein Mix aus Vorfreude und Respekt: Da steht ein schweres, teures System in einer Holzkiste – und ein falscher Schnitt oder ein falscher Hebepunkt kann aus „neu“ sofort „Servicefall“ machen. Wenn du gerade vor einer brandneuen HappyJapan HCU-1501 stehst: einmal durchatmen. Deine erste Aufgabe ist nicht „lossticken“, sondern kontrolliert auskisten.
In Werkstätten sieht man leider immer wieder die gleichen Erststunden-Schäden: mit dem Cuttermesser zu tief geschnitten (Kabel/Abdeckungen), oder beim Anheben an „bequemen“ Stellen gezogen (Rahmen/Chassis verspannt). Das ist kein Kraftspiel – es ist ein Spiel aus Hebel, Kontrolle und Reihenfolge.
Dieser Guide rekonstruiert die Auskist-Sequenz aus dem Texmac-Setup-Video und ergänzt sie um Techniker-Checks, die dir sofort zeigen, ob du sauber arbeitest: worauf du hörst, was du fühlst, und welche Sichtkontrollen du nach jedem Schritt machst. Außerdem: was du beim Zubehör wirklich zuerst sichern solltest und welche kleinen Vorbereitungen dir den Start in den Produktionsalltag erleichtern.

Die richtigen Stecknüsse für die HappyJapan HCU-1501 Kiste – weil rundgedrehte Schrauben Stunden kosten
Eine Transportkiste ist dafür gebaut, einen Gabelstapler-Krieg zu überleben – nicht dafür, „nett“ geöffnet zu werden. In diesem Setup sind die Kistenverschraubungen typischerweise 10 mm, während die Transportanker (Stahlwinkel/L-Winkel), die die Maschinenfüße am Palettenboden halten, 17 mm benötigen. Mit verstellbarem Schraubenschlüssel zu arbeiten endet oft in rundgedrehten Köpfen und blauen Knöcheln.
Wenn du zum ersten Mal eine Einkopf-Stickmaschine aufstellst, brauchst du kontrolliertes Drehmoment. Ein Schlagschrauber/Impact Driver ist okay – aber mit Gefühl am Abzug. Du willst hören, wie sich Holzfasern lösen, nicht das hohe „Durchdrehen“, wenn der Kopf bereits leidet.
Werkzeuge (wirklich „nicht verhandelbar“):
- Impact Driver oder Ratsche: Für Tempo und sauberes Lösen.
- 10-mm-Stecknuss: Für die Holzkisten-Panels.
- 17-mm-Stecknuss: Für die schweren L-Winkel an den Maschinenfüßen.
- Cuttermesser/Universalmesser: Mit neuer Klinge. Scharf = kontrolliert; stumpf = Kraft = Abrutschen.
- Schutzbrille: Beim Herausziehen von Holzschrauben können Splitter fliegen.
- Arbeitshandschuhe: Kistenholz ist rau; schütze die Hände, damit du später feinfühlig an der Maschine arbeiten kannst.

Checkliste vor dem ersten Bolzen
- Stecknuss-Test: 10 mm und 17 mm einmal trocken auf die Köpfe setzen, bevor du den Driver ansetzt (Verwechslungen metrisch/imperial passieren).
- „Drop Zone“ freiräumen: Plane ca. 6×6 ft freie Fläche, um Panels flach abzulegen. Anlehnen ist Kippgefahr.
- Weg prüfen: Lauf den Weg von Palette zum finalen Standort ab (Kabel, Kartons, Engstellen).
- Team fixieren: Nicht anfangen, bevor alle 4 Personen zum Heben wirklich da sind.
Warnung: Schnittgefahr & Ersttag-Schäden.
Cuttermesser sind eine der häufigsten Ursachen für „Tag-1“-Beschädigungen. Immer vom Körper weg und von der Maschine weg schneiden. Nicht „einstechen“ – lieber flach und kontrolliert schneiden, damit du weder Lack noch verdeckte Kabel triffst.
Die Kiste Panel für Panel abnehmen – der schnelle Weg, der sich 5 Minuten langsam anfühlt
Im Video wird die Panel-by-Panel-Methode gezeigt – und genau so solltest du es machen. Wer versucht, die komplette „Haube“ am Stück abzuziehen, riskiert, dass sich die Kiste verwindet, irgendwo hängen bleibt und an Baugruppen scheuert.
Reihenfolge:
- Zuerst das Dach: Mit 10-mm-Stecknuss die umlaufenden Schrauben lösen.
- Techniker-Check: Beim letzten Bolzen lässt die Spannung im Holz oft sichtbar nach. Halte das Panel kontrolliert, damit es nicht nach innen rutscht.

Wenn das Dach ab ist, siehst du innen eine Holzstrebe/Querträger über der Maschine.
Innenliegende Querstrebe nicht fallen lassen – eine Hand am Balken, eine Hand am Bolzen
Das ist der klassische „Aha“-Moment: Diese Querstrebe ist schwer. Wenn du sie auf beiden Seiten löst, übernimmt die Schwerkraft sofort. Ein fallender Balken kann Abdeckungen treffen oder Führungen verbiegen – und aus „neu“ wird „Reparaturauftrag“.
Saubere Vorgehensweise (wie im Video-Prinzip, mit mehr Kontrolle):
- Links die Schrauben lösen, eine Schraube leicht eingedreht lassen.
- Rechts positionieren und den Balken mit der nicht-dominanten Hand fest halten.
- Rechts die Schrauben herausnehmen.
- Zurück nach links: Gewicht abfangen, letzte Schraube lösen und den Balken kontrolliert herausheben.

Ist die Strebe raus, nimmst du die vier Seitenwände systematisch ab und legst sie flach in deiner Drop Zone ab.

Schrumpffolie an der Basis schneiden – damit du nichts zerkratzt, was du gerade gekauft hast
Die Maschine ist in silberner Schrumpffolie verpackt. Das Material ist zäh – und genau deshalb passieren hier die meisten Ausrutscher.
Der „chirurgische“ Schnitt: Nicht an der Seite der Maschine entlangschneiden. Im Video wird korrekt gezeigt: rundum an der Basis (Palettenhöhe) schneiden.
- Auf Palettenhöhe gehen (knien).
- Klinge flach/horizontal entlang der Holzfläche führen.
- Folie anschließend nach oben abziehen – wie eine Socke. So kommt die Klinge nicht in die Nähe von Kopfbereich oder Bedienpanel.

Praxis-Realitätscheck: Wenn die Maschine frei wird, siehst du die Standardarme/Standardaufnahme. Für viele Betriebe ist das der Moment, in dem klar wird: Nicht die Stichgeschwindigkeit ist der Engpass – sondern das Einspannen. Klassische Schraub-/Klemmrahmen können schnell zu Rahmenabdrücken (glänzende Ringe) und zu Einspannfehlern führen.
Während du auspackst, schau dir die mitgelieferten happy japan Stickrahmen an. Sie funktionieren – aber die Klemmkraft hängt stark von Handkraft und Gefühl ab. Wenn du später Serien (z. B. 50+ Shirts) oder empfindliche Funktionsware stickst, ist genau diese mechanische Klemmung oft die Ursache für Faltenbildung/Puckern und Rahmenabdrücke. Deshalb wechseln viele Profis später auf magnetische Lösungen, um die Klemmung zu standardisieren, ohne Fasern zu „quetschen“.
Die drei Zubehörkartons sofort identifizieren – bevor etwas im Kistenholz verschwindet
Lass die Kartons nicht im Kistenchaos untergehen. Stell sie direkt auf einen sauberen Tisch.
Inventar (wie im Video gezeigt):
- Allgemeiner Zubehörkarton: Enthält u. a. Standardrahmen, Teile/Tools und weiteres Montagezubehör.
- Großer flacher Karton: Typischerweise mit den großen 16 × 24 inch Stickrahmen.
- Kappen-Kit-Karton: Enthält den Treiber (schwerer Metallzylinder), eine Lehre/Gauge fürs Einspannen und die Kappenrahmen.


Sofort-Check (damit du später nicht suchen musst): Wenn du Kappen sticken willst, nimm die Kappenrahmen für Stickmaschine-Teile jetzt einmal in die Hand und prüfe, ob alles vollständig ist und sich mechanisch frei bewegen lässt – bevor die Maschine endgültig auf dem Ständer steht.
Die Transportwinkel (L-Winkel) an allen vier Füßen entfernen – ein vergessener Winkel kann die Basis verkanten
Die HCU-1501 ist über Stahlwinkel (L-Winkel/Angle Irons) an den Palettenboden geschraubt. Dafür brauchst du Drehmoment: Wechsel auf 17 mm.


Löse-Reihenfolge:
- Zuerst die Schrauben lösen, die in das Holz gehen – du spürst, wie der Winkel „frei“ wird.
- Dann die Schrauben/Bolzen lösen, die den Winkel mit dem blauen Maschinenfuß verbinden.
- Sichtkontrolle: Den Winkel wirklich wegnehmen und aus dem Arbeitsbereich legen (nicht lose am Fuß liegen lassen).
- 4× wiederholen: Vorne links, vorne rechts, hinten links, hinten rechts.
Warum das wichtig ist: Wenn hinten noch ein Winkel hängt und du hebst an, kippt die Maschine auf diesen Fixpunkt. Das kann das Chassis verspannen oder dazu führen, dass eine Seite plötzlich „hängt“.
Checkliste vor dem Anheben
- Winkel-Zählung: 4 L-Winkel komplett entfernt und beiseite gelegt.
- Ständer stabil: Ständer montiert, alle Schrauben nachgezogen, Rollen (falls vorhanden) gebremst/LOCKED.
- Höhe passt: Ständerhöhe/Arbeitsposition ist vorher eingestellt.
- Weg frei: Keine Panels/Kartons mehr zwischen Palette und Ständer.
4-Personen-Heberegel für die HappyJapan HCU-1501 – nur an den sechs Handgriffen, nicht an „bequemen“ Stellen
Diese Maschine ist kompakt, dicht und wirkt beim Anheben schnell kopflastig. Nicht am Kopfbereich und nicht am Pantographenarm anheben. Das kann die Mechanik und die Passung/Ausrichtung der Achsen beeinträchtigen.
Die richtigen Griffpunkte: Nutze die sechs gummierten Handgriffe unter/seitlich an der Basis (im Video als Handholds markiert). Das sind die vorgesehenen Hebepunkte.
Kommandos (damit alle synchron sind):
- Je eine Person pro Ecke (insgesamt 4).
- Eine Person ist „Caller“ und zählt an.
- „Bereit … hoch.“ Mit den Beinen heben, Maschine waagerecht halten.
- „Schritt … Schritt.“ Kurze, kontrollierte Schritte zum Ständer.
- „Ab … ausrichten.“ Sanft absetzen, nicht fallen lassen.




Wenn die Maschine auf dem Ständer steht, lässt sie sich auf den Gummifüßen meist leicht verschieben, um sie sauber zu zentrieren.
Warnung: Magnet-Sicherheit.
Wenn du deinen Workflow später mit Magnetrahmen optimierst, beachte: Das sind starke Neodym-Magnete.
* Quetschgefahr: Finger nicht zwischen die Magnetflächen bringen.
* Medizinische Geräte: Abstand zu Herzschrittmachern/Insulinpumpen einhalten.
* Elektronik: Abstand zu empfindlichen Datenträgern/Elektronik halten.
Profi-Vorbereitung nach dem Auskisten – damit die erste Woche nicht aus Kleinkram besteht
Auskisten ist erledigt – aber „produktionsbereit“ bist du erst nach ein paar Basis-Checks.
1) Ergonomie: Zonen statt Chaos
Richte dir drei Bereiche ein: „Einspann-Zone“, „Einfädel-/Rüst-Zone“, „Finish-Zone“.
- Einspannen: Ideal auf Hüfthöhe. Wer dauerhaft über einen zu niedrigen Tisch arbeitet, verliert zuerst den Rücken – nicht die Maschine. Viele Betriebe setzen dafür eine Einspannstation ein, um Positionierung und Wiederholgenauigkeit zu standardisieren.
2) Basis-Tensionscheck („H“-Test)
Bevor du ein echtes Kleidungsstück stickst, nähe einen einfachen Satin-„H“-Test.
- Sichtkontrolle: Auf der Rückseite sollte mittig ein Streifen Unterfaden sichtbar sein, flankiert von Oberfaden – als grobe 1/3–1/3–1/3-Balance.
- Gefühl: Mit gehobenem Nähfuß den Oberfaden durch das Nadelöhr ziehen: spürbarer Widerstand, aber gleichmäßig.
3) Engpass Einspannen: Strategie statt Frust
Du wirst schnell merken: Die Maschine ist schneller als du. Während sie stickt, musst du das nächste Teil einspannen.
- Level 1: Vlies/Technik optimieren und sauber einspannen.
- Level 2: Upgrade auf Magnetrahmen für Stickmaschine, wenn Schraubklemmung zu Rahmenabdrücken, Puckern oder langsamen Reloads führt. Magnetrahmen gleichen Materialdicken oft besser aus (Hoodie vs. T-Shirt), ohne dass du ständig Schrauben nachjustierst.
Ein einfacher Entscheidungsbaum: Stickvlies nach Material wählen (damit dein erster Test nicht „lügt“)
Wenn das Vlies falsch ist, wirken Probleme wie „Fadenspannung“, obwohl eigentlich das Material wandert.
Für die ersten Tests:
1) Dehnbar? (T-Shirts, Polos, Performancewear)
- Logik: Material dehnt, Stiche ziehen zusammen → Puckern.
- Lösung: Cutaway (ca. 2.5oz–3.0oz) – für Einsteiger die sichere Wahl.
- Aktion: Straff einspannen (trommelfellartig), aber Stoff nicht in die Länge ziehen.
2) Stabil? (Denim, Canvas, Twill-Kappen)
- Logik: Material hält Form, Vlies stützt primär die Stichdichte.
- Lösung: Tearaway.
- Aktion: Bei sehr dichten Designs ggf. doppelt legen.
3) Flor/„Flausch“? (Handtücher, Fleece, Samt)
- Logik: Stiche versinken.
- Lösung: Oben wasserlösliches Topping (Solvy).
- Aktion: Als „Schneeschuh“ für den Faden denken.
Zwei typische „Neubesitzer“-Probleme schnell eingrenzen – Kisten-Fallen und ein Touchscreen, der „spinnt“
Problem 1: „Der Touchscreen trifft die falschen Buttons.“
Du drückst „Home“, aber „Trace“ wird ausgelöst.
- Wahrscheinliche Ursache: Verschmutzung am Rand/Bezel oder eine Schutzfolie, die noch drauf ist; ggf. Kalibrierung verstellt.
- Sofortmaßnahme: Bildschirmränder mit Mikrofasertuch reinigen und prüfen, ob noch eine Transport-Schutzfolie auf dem Display ist (entfernen).
- Tech-Check: Maschine neu starten. Wenn es bleibt: nicht irgendwelche Kalibrier-Menükombinationen „raten“. Nutze das HCU-1501-Handbuch. Hinweise/Anleitungen von anderen Modellen wie happy japan hcs3 können andere Tastenkombinationen haben.
Problem 2: „Die Maschine vibriert oder wandert.“
- Wahrscheinliche Ursache: Maschine steht nicht sauber auf allen Füßen.
- Sofortmaßnahme: Maschine leicht von Hand „anrütteln“. Dann die Stellfüße so justieren, dass alle vier stabil aufliegen.
Upgrade-Pfad nach dem Setup: Von „ausgepackt“ zu „produktionsbereit“ – ohne wahllos Zubehör zu kaufen
Glückwunsch: Die HCU-1501 steht auf dem Ständer und ist sicher platziert. Ab jetzt zählt, wo du im Alltag Zeit verlierst.
- Wenn die Handgelenke vom Schrauben-Anziehen schmerzen: Magnetrahmen prüfen.
- Wenn die Platzierung schief wird: Eine Einspannstation für Stickmaschine kann die Ausrichtung standardisieren.
- Wenn du Aufträge ablehnst, weil eine Einkopfmaschine nicht mehr hinterherkommt: Dann ist Skalierung das Thema. Eine Maschine ist ein Job – mehrere Köpfe sind ein System. Wenn ein Kopf am Limit ist, liefern effiziente Optionen wie SEWTECH multi-needle embroidery machines den Durchsatz, um Rückstände in planbare Produktion zu verwandeln.
Betriebs-Checkliste (Go/No-Go vor dem ersten Stich)
- Maschine steht stabil auf dem Ständer (wackelt nicht).
- Alle Transportteile/Transportsicherungen sind entfernt.
- Unterfadengehäuse eingesetzt und das klare „Klick“ ist hör-/fühlbar.
- Nadel #1 korrekt eingefädelt (vorn nach hinten durchs Öhr).
- Material sauber eingespannt (trommelfellartig, ohne zu überdehnen).
- Design geladen und Trace ausgeführt, damit die Nadel nicht in den Rahmen fährt.
Langsam starten, sauber arbeiten – dann läuft der Rest.
FAQ
- Q: Welche Stecknüsse und Werkzeuge brauche ich, um eine HappyJapan HCU-1501 auszukisten, ohne Schraubenköpfe zu ruinieren oder Teile zu beschädigen?
A: Nutze eine 10-mm-Stecknuss für die Kisten-Panels und eine 17-mm-Stecknuss für die Stahl-Transportwinkel (L-Winkel) an den Füßen – plus Impact Driver/Ratsche und ein Cuttermesser mit frischer Klinge.- Prüfen: 10 mm und 17 mm vorab auf die Köpfe aufsetzen (metrisch/imperial wird gern verwechselt).
- Freiräumen: Eine ca. 6×6 ft „Drop Zone“ schaffen, um Panels flach abzulegen.
- Schneiden: Schrumpffolie flach und kontrolliert schneiden – nie stechend in Richtung Kabel/Innenraum.
- Erfolgskontrolle: Schrauben lösen sauber, Köpfe bleiben scharfkantig, Panels gehen ab ohne an der Maschine zu scheuern.
- Wenn es trotzdem hakt: Stoppen, Werkzeug wechseln (keinen verstellbaren Schlüssel erzwingen); Stecknuss vollständig aufsetzen und Impact-Drehmoment reduzieren.
- Q: Wie entferne ich die innere Querstrebe in der HappyJapan HCU-1501 Kiste, ohne dass sie auf Abdeckungen oder Fadenführungen fällt?
A: Die Querstrebe beim Lösen der letzten Schrauben immer mit einer Hand abstützen, damit sie nicht „frei fällt“.- Lösen: Links Schrauben lösen, eine Schraube leicht eingedreht lassen.
- Halten: Rechts die Strebe mit der nicht-dominanten Hand fest klemmen.
- Entfernen: Rechts Schrauben zuerst herausnehmen, dann links die letzte Schraube unter Last lösen.
- Erfolgskontrolle: Die Strebe kommt kontrolliert heraus – kein plötzlicher Schlag, keine Kontaktspuren.
- Wenn es trotzdem unsicher ist: Zweite Person zum Abstützen holen; nicht versuchen, die Strebe im Fall „zu fangen“.
- Q: Wo schneide ich die Schrumpffolie an einer HappyJapan HCU-1501, damit das Messer nicht Kopfbereich oder Bedienpanel zerkratzt?
A: Rundum an der Basis (Palettenhöhe) schneiden und die Folie nach oben abziehen – nicht an den Seiten entlangschlitzen.- Position: Auf Palettenhöhe arbeiten, damit die Klinge auf dem Holz „geführt“ wird.
- Schnitt: Flach/horizontal einmal um den Sockel herum.
- Abziehen: Folie nach oben wegziehen, weg von Kopf und Display.
- Erfolgskontrolle: Keine Klingenberührung am Lack, Folie löst sauber an der Unterkante.
- Wenn es trotzdem schwierig ist: Klinge wechseln (stumpf = Kraft = Abrutschen) und langsamer arbeiten.
- Q: Wie stelle ich sicher, dass alle Transportanker vor dem Anheben entfernt sind, damit sich das Chassis nicht verwindet?
A: Alle vier Stahl-L-Winkel an den Füßen mit 17 mm lösen und die Winkel anschließend physisch aus dem Palettenbereich entfernen.- Zählen: Vorne links, vorne rechts, hinten links, hinten rechts – nicht „schätzen“.
- Reihenfolge: Erst Holzschrauben lösen, dann die Verbindung zum Maschinenfuß.
- Weglegen: Jeden Winkel sofort wegnehmen (nicht lose am Fuß liegen lassen).
- Erfolgskontrolle: Alle Füße sind frei; die Maschine lässt sich minimal bewegen, ohne an einer Ecke „zu hängen“.
- Wenn es trotzdem nicht passt: Hebevorgang stoppen und besonders die hinteren Ecken erneut prüfen.
- Q: Was ist die sichere Methode, um eine HappyJapan HCU-1501 auf den Ständer zu heben, ohne Kopf oder Pantograph zu beschädigen?
A: Mit vier Personen ausschließlich an den sechs gummierten Handgriffen an der Basis heben – niemals am Kopf oder Pantographenarm.- Einteilen: Eine Person pro Ecke, eine Person gibt die Kommandos.
- Greifen: Nur die sechs Handgriffe an der Basis nutzen.
- Bewegen: Synchron und waagerecht umsetzen („Bereit … hoch.“ / „Schritt … Schritt.“ / „Ab … ausrichten.“).
- Erfolgskontrolle: Maschine bleibt level, nichts knarzt/verbiegt, sie wird ohne „Drop“ abgesetzt.
- Wenn es trotzdem schwierig ist: Hände neu positionieren, Hindernisse entfernen – nicht an „praktischen“ Stellen ziehen.
- Q: Wie setze ich eine Basis-Fadenspannung an der HappyJapan HCU-1501 mit dem „H“-Test, damit das erste Ergebnis aussagekräftig ist?
A: Einen Satin-„H“-Test auf korrekt stabilisiertem Material sticken und erst nach Sichtkontrolle der Rückseite (1/3–1/3–1/3) nachregeln.- Sticken: Vor dem ersten Kleidungsstück einen „H“-Test nähen.
- Prüfen: Rückseite ansehen – mittig Unterfaden, seitlich Oberfaden.
- Fühlen: Mit gehobenem Nähfuß Oberfaden durchs Öhr ziehen – gleichmäßiger Widerstand.
- Erfolgskontrolle: Unterfadenstreifen sitzt mittig; Zuggefühl ist glatt, nicht ruckelig.
- Wenn es trotzdem nicht passt: Erst Vlieswahl prüfen (falsches Vlies wirkt wie Spannungsproblem) und Einfädelweg kontrollieren.
- Q: Was sollte ich tun, wenn der Touchscreen einer HappyJapan HCU-1501 die falschen Buttons auslöst (z. B. Home wird als Trace erkannt)?
A: Displayränder reinigen, eventuelle Schutzfolie entfernen und neu starten – keine Kalibrier-Kombinationen von anderen Modellen „übernehmen“.- Reinigen: Mit Mikrofasertuch besonders am Rahmen/Bezel entlang.
- Entfernen: Prüfen, ob noch eine Transportfolie auf dem Display ist.
- Neustart: Maschine aus-/einschalten und Eingaben erneut testen.
- Erfolgskontrolle: Touch trifft wieder zuverlässig die vorgesehenen Schaltflächen.
- Wenn es trotzdem bleibt: Kalibrierung ausschließlich nach HCU-1501-Handbuch durchführen (bei Modellen wie HappyJapan HCS3 können Menüs/Combos abweichen).
- Q: Wie können neue HappyJapan HCU-1501 Besitzer Rahmenabdrücke reduzieren und das Einspannen beschleunigen – als Level-1/Level-2/Level-3-Plan?
A: Starte mit Vlies/Technik (Level 1), wechsle bei wiederkehrenden Einspannproblemen auf Magnetrahmen (Level 2) und denke erst bei Kapazitätsgrenzen über Skalierung hinaus (Level 3).- Level 1 (Technik): Vlies nach Material wählen – Cutaway für dehnbare Ware, Tearaway für stabile Stoffe, wasserlösliches Topping bei Flor; straff einspannen ohne zu überdehnen.
- Level 2 (Tool): Magnetrahmen für Stickmaschine nutzen, wenn Schraubklemmung zu Rahmenabdrücken, Puckern oder langsamen Reloads führt (Magnetkraft passt sich Materialdicke oft besser an).
- Level 3 (Kapazität): Skalieren, wenn ein Einkopf die Auftragsmenge zeitlich nicht mehr schafft.
- Erfolgskontrolle: Weniger sichtbare Ringe/Abdrücke, kürzere Reload-Zeiten, bessere Wiederholgenauigkeit.
- Wenn es trotzdem nicht besser wird: Einspannhöhe/Arbeitszonen prüfen (Einspannen/Einfädeln/Finish), damit Ermüdung und Fehl-Einspannen nicht die Fehlerquelle bleiben.
